RocketFuel - Der Treibstoff
Die eigentliche Idee der DryRocket besteht ja darin in einem komplett luftdicht verschlossenen Zelt zu Trocknen. So sollen, durch fehlende Um- und Abluft, die Terpene besser erhalten werden, als das beim „herkömmlichen“ Trocknen mit Abluft der Fall sein soll.
Um in einem geschlossenen Zelt aber die, von den zu trocknenden Pflanzen abgegebene, Feuchtigkeit aufzunehmen wenn sie nicht abgefĂĽhrt wird, braucht es also einen andere Weg. Das RocketFuel.
Das Wirkprinzip ist relativ simpel: Die DryRocket saugt Luft an, zieht diese durch das Granulat, entnimmt der Luft so Feuchtigkeit und stößt sie wieder aus.
Im Set mit der Rakete ist normalerweise 1 Beutel (1,2kg) „Treibstoff“ enthalten, der für die Trocknung einer Gesamtmenge von 500g Material ausreichen soll.
Auf der Verpackung selbst findet sich, neben diesen Angaben ein Sicherheitshinweis und ein QR Code der auf das Produkt im DryRocket Shop zeigt.
Der Beutel ist luftdicht wiederverschließbar und enthält 3 bis 5mm große, orangene, Kugeln.
Bei genauerer Betrachtung zeigt sich dass es sich wohl um Silika-Gel-Granulat handelt. Es ist also mit einer Verfärbung des Granulats von Orange nach Grün zu rechnen.
Normalerweise hat Silika-Gel, in dieser Größe, eine Absorptionskapazität von etwa 40%. Bei 600g Rocketfuel für eine Trockenmenge von 250g (das einstellbare Minimum in der App) entspricht das einer maximalen Aufnahmekapazität von etwa 150g). Hier habe ich auch den ersten Knoten im Kopf: Wenn ich von 250g Nassgewicht ausgehe, dann lande ich mit meiner Bro Science („Nassgewicht/5=~Trockengewicht“) bei einer Diskrepanz von 100% ( (250-150)-(250/5)=50 ) bei einer Diskrepanz von 100%…
Wo also sollen die restlichen 50g Feuchtigkeit hin, die ich normalerweise meinem Material entziehen? Oder hatte ich in Mathematik zu Recht nie bessere Zensuren als eine 4?
@Heckenschere korrigiert mich hier absolut zu Recht: 600g Gel können 240g Feuchtigkeit aufnehmen. Also mehr als genug um 250g zu trocknen.
Das RocketFuel lässt sich im Shop auf DryRocket.com nachkaufen, für den nächsten Trocknungsprozess. Erstaunt bin ich hier über die, wenn man die Versandkosten ignoriert, vergleichsweise günstigen Preise. Denn kauft man Silika-Gel anderswo spart man (2 oder 3 Beutel vorausgesetzt) nicht wirklich.
Allerdings - und das muss ich erwähnen - ist Silika-Gel regenerierbar und der Kunde daher, meiner Meinung nach, nicht gezwungen Nachzutanken.