Was ich aus diesem Grow gelenrt habe
Liebe Mitgrowerinnen und Mitgrower,
Gestern Abend waren die Kekse ausgekühlt und ausgehärtet. So habe ich einen Viertel davon probiert (das ist mein Standardkonsum von Keksen aus meinem vorherigen Grow).
Das war wesentlich heftiger, als ich erwartet habe und entspricht etwa einem halben Keks aus der vorherigen Charge.
So habe ich heute früh einen Kassensturz gemacht (die Kasse liegt in einem Gefrierbeutel im Tiefkühlfach und beinhaltet noch um die 28 Zauberplätzchen) und das Startdatum des nächsten Grows geschätzt.
Wenn ich davon ausgehe, dass ich die neuen Kekse in gleichen Dosierungen wie die alte Konsumiere (was wahrscheinlich nicht der Fall sein wird, denn das wäre selbst für mich etwas zu heftig), dann bin ich zurzeit bis zum 01.11.2027 versorgt. Der neue Grow startet dann 15 Wochen früher, also am 19.07.2027.
Bis dahin ist es ruhe.
Und hier sind die Lektionen aus diesem Grow:
1. 40x40 war in diesem Fall zu wenig
Leonie war gegen Ende ihres Lebens nicht besonderes glücklich, schätze ich. Die Buds erreichten die Lampe (obwohl ich sie immer wieder heruntergebunden habe) und drückten gegen die Zellwände.
Dazu kommen die Alterungserscheinungen im Material (habe davon in Rahmen meines vorherigen Grows berichtet). Dieser Zelt hat ausgedient.
50x50-Zelte scheinen irgendwie exotisch zu sein (überall gibt es 40x40 oder 60x60), so werde ich mir vor dem nächsten Grow einen 60x60-Zelt kaufen. Den möchte ich ebenfalls im Speisekammer aufstellen, was etwas Planung voraussetzt, denn ich kann die Kammer nicht mehr betreten und so nutzen, wie mit einem 40x40 Zelt.
2. Ingwer!
Ist Dir Weedgeschmack nicht fein,
Schüttle trocknen Ingwer rein!
Aus einigen nicht immer Weedbezogenen Erfahrungen weiß ich, dass Ingwer als Gewürz sehr dominant sein kann. So habe ich mich entschieden, 40 Gram Ingwerpulver in den Teig zu knallen. Dazu kamen getrocknete und geriebene Zitronenschale und Bouronvanillenpulver. Wie viel genau aus den letzten zwei im Teig landete, kann ich nicht genau sagen. Die Packungen waren schon aufgemacht und das MHD (ich formuliere das mal ganz diplomatisch) etwas überschritten.
Während des Knetens duftete das Zeug noch nach Weed, aber beim Backen verschwand der Weedgeruch nahezu vollständig und zu schmecken blieb auch nicht sehr viel übrig.
3. Es muss nicht immer alles trocken sein
Die Decarboxylierung fand in einem Hot Plate statt (siehe im Bericht). Es war heiß genug (zwischen 100 und 107 Grad), aber unter dem Glasdeckel trocknete die Ernte nicht. Beim Auskochen natürlich auch nicht.
Unabhängig davon knallt es so richtig.
4. Zweistufige Geruchskontrolle
Natürlich habe ich im Zelt einen AKF und ein Abluftventilator. Diesmal habe ich die die Lüftungsöffnung der Speisekammer mit einem anderen Set AKF und Abluftventilator versehen (wobei das AKF kostete mehr als zwei mal so viel, wie der Ventilator selbst).
Ich habe einen gekauft, der genug Leistung hat, um die Speisekammer so zu lüften, dass ich darin ganz ohne Zelt hätte anbauen können.
Natürlich war das während des Grows eher eine Spielerei, nicht aber bei der Ernte.
Ernte und Verarbeitung fanden in der Speisekammer statt (ausgekocht habe ich das Zeug auf einer einfachen Kochplatte). Die Speisekammer-Abluft lieft während der ganzen Prozedur.
So stank nicht die ganze Wohnung nach Weed (von der Speisekammer kann man das so nicht behaupten – selbst jetzt kann man ein bisschen riechen).
5. Photoperiodisch ist auch ganz cool
Das war mein erster Grow, in dem ich von Vorne herein wusste, dass die Dame eine photoperiodische Dame wird. Es hat gut geklappt, denke ich. Habe sowohl HST als auch LST eingesetzt (und ich habe möglicher Weise eine Idee zu einem LST-Hilfsmittel – daran möchte ich noch etwas pfeilen).
Wäre mein Zelt etwas größer gewesen, wäre es geradezu perfekt.
Ich wünsche Euch allen viel Spaß beim Growen und Konsumieren!