Langsamer Tod in 2 Wochen - Autopsie erwünscht

Los ging es vor 2 Wochen, plötzlich kanuartig geformte Fingerblätter.
Es folgte eingeschränktes Wachstum. Farbe wurde immer heller, seltsam spastisch verkrümmte Blätter.
Genetik kann ich eigentlich ausschliessen, ein früher Steckling dieser Pflanze erfreut sich bester Gesundheit.
Sorte Mimosa x Orange Punch.
Stamm komplett unauffällig. Inzwischen kein Geruch mehr, keine Reaktion mehr auf Abenddämmerung.
Einen Trieb abgeschnitten, unauffälliges Schnittbild.
In aller Verzweiflung nach den Wurzeln geschaut, sieht meiner Meinung nach auch gut aus. Keine trockenen Stellen, immer noch leicht feuchter Ballen obwohl 3 Tage nicht gegossen. Also kaum noch Transpiration. Andere dieser Grösse (2.50m) schlürfen 30l pro Tag bei diesem Wetter.
Keine Vorblüte zu sehen.
Zu retten ist die nicht mehr, ich wüsste aber gern was passiert sein könnte. Erde/Dünger war für alle gleich und würde ich deshalb als Ursache auch ausschliessen.

4 „Gefällt mir“

Ein Leichter Sonnenbrand haut auch den Mädels aufs Gemüt :thinking: und ich weiß jetzt echt nicht warum du due Umgehauen hast :roll_eyes: bis zum Herbst isses doch noch etwas hin :wink::see_no_evil_monkey:

3 „Gefällt mir“

Diese Dachrinnen - Blätter zeigen Hitzestress.

1 „Gefällt mir“

Ich habe sie ja noch nicht gefällt, halte es aber dennoch für einen hoffnungslosen Fall.

1 „Gefällt mir“

Und von welchem teil der plant stammt dieser ast/stamm?! Schaut aus wie umgehauen. :thinking:
Oder hast du nen unteren trieb gekillt zum schauen? Bei „langsamer Tod“ hatte ich viel schlimmeres erwartet. :sweat_smile:
:victory_hand:t3:

1 „Gefällt mir“

Der da links unten, der hintere von den zweien.

Klingt für mich weniger nach Dünger oder Genetik und eher nach einem Problem mit der Wasseraufnahme bzw. den Leitbahnen. Gerade dass sie kaum noch transpiriert, obwohl die Wurzeln optisch okay aussehen, finde ich auffällig. Vielleicht irgendein Wurzel-/Gefäßproblem oder eine Infektion, die man von außen kaum erkennt. Echt seltsam, vor allem wenn alle anderen unter exakt denselben Bedingungen gesund sind.

2 „Gefällt mir“

Als „Dachrinnenblätter“ (engl. canoeing oder tacoing) bezeichnet man Cannabisblätter, deren Ränder sich nach oben rollen, sodass das Blatt die Form einer Dachrinne oder eines Tacos annimmt. Dies ist eine klassische Schutzreaktion der Pflanze auf Umweltstress.
Und der Umweltstress ist in Zeiten von Hitzewellen eben zu hohe Temperaturen und/oder zu hohe UV Belastung.
Ich habe das auch bei 3 meiner Pflanzen. Umhauen würde ich sie nicht.

2 „Gefällt mir“

50l sind es jetz schon, was grösseres habe ich nicht vorrätig.

Waren die Wurzeln unten denn noch weiß beim rausnehmen oder schon braun?

So wie auf dem Bild, gemischt weiss und dunkler. In echt fand ich die Farbe heller, eher dunkel cremefarben als braun.
edit:was auch seltsam ist - die richtig welken Blätter lassen sich nicht einfach wie üblich abknacken, gibt nichts freiwillig her :sweat_smile:


Mutter/Tochter Farbbergleich

Ich seh gerade, die steht direkt an der Terasse im Boden :face_with_monocle: da könnte auch die Ursache fürs unterschiedliche farbspectrum der Blätter liegen :thinking: da reicht schon der falsche cleaner für die terassenfliesen und … :index_pointing_up::face_with_thermometer: Neutralseife ist super zur Natur, günstig in der Herstellung und tut wofür sie gedacht ist :index_pointing_up::innocent: ( mit einem tropfen Neutralseife im ersten angieß-wasser der frischen erde ist auch die Oberflächenspannung Geschichte):index_pointing_up::wink:

2 „Gefällt mir“

Steht weder im Boden noch nutzen wir irgendwelche Chemikalien (ok, ausser Dünger und ich gelegentlich Schneckenkorn :smiling_face_with_sunglasses:).

Ich habe noch mal 10cm neue gesunde Erde im Topf unterfüttert, hat auch nichts genutzt.
Heute stirbt gerade der erste grössere Ast

Ast abgeschnitten


Verfärbt, aber fest. Frische Schnittstelle fühlt sich trocken an.

Der Längsschnitt sieht unauffällig aus.

Hätte ja Verticillium in Verdacht, sehe im Stamm aber nicht wirklich Symptome. Fusarium oder Pythium könnts auch sein. Denke aber eher pilzlich als was anderes.

1 „Gefällt mir“

Wenn meine Mutter bei dir leben würde, hätte zumindest ich eine verdächtige​:index_pointing_up: :face_with_open_eyes_and_hand_over_mouth::smirking_face: :joy: und ich sach seit meiner kindheit schon, "kein Schwa… ist so hart wie das Leben " :roll_eyes: … :face_with_monocle: ich seh da noch eine große Fensterfläche im Hintergrund :index_pointing_up: könnte die eventuell erhöhte Belastungen am Mädel verursachen? :thinking: …so hätte sie dann zumindest noch eine gewisse schutzfunktion für die mutti daneben :thinking::face_with_hand_over_mouth:… next step :wink::face_with_hand_over_mouth::saluting_face:

2 „Gefällt mir“

Ich bin der Meinung, dass es eine Kombination aus viel zu wenig Platz für die Wurzeln, Hitze- und Sonnenstress und vielleicht zusätzlich noch Engerlingen von Mai- oder Junikäfern in der Erde ist.

Jetzt wo mehr Platz da ist sollte es in ein paar Tagen bessern also Geduld.

Wie wird gedüngt? organisch, mineralisch oder Kombi?

Du könntest der Pflanze jetzt mit einem milden Grünalgenextrakt früh morgens auf und unter die Blätter gesprüht helfen.

In ein paar Tagen wenn es ihr besser geht Ackerschachtelhalmextrakt, bringt ne gute Portion Silicium für das Pflanzengewebe.

Viel Erfolg!

lg Alpi

4 „Gefällt mir“

Ja, passt grösstenteils. Hitze und Sonne war ja reichlich die letzten Wochen…
Und Engerlinge hatte ich auch schon im Verdacht, die haben uns mal die Graswurzeln flächig abgefressen, am Ende konnte man die toten Lappen einfach so abheben.
Was jetzt wieder gar nicht dazu passt: das ein einzelner Zweig verdurstet. Wahrscheinlich morgen der nächste :neutral_face:
Vielen Dank schon mal an alle für’s mitdenken :+1:

1 „Gefällt mir“

Muss sowas sein. Wenn es weiter geht mit dem Seitentriebsterben kommt das Beilchen. Ob dann allerdings im Stamm was zu sehen ist? Wird sich zeigen.
Nach wie vor auch keinerlei Blüteansatz zu sehen, selbst wenn sie überleben sollte wird da nichts rumkommen.

Wenn halt ein Seitentrieb stirbt, und der jetzt nicht abgebrochen oder anderweitig so beschädigt ist, dass die Leitungsbahnen unterbrochen sind, dann verstopft was das Xylem. Bei Hanf ist das eigentlich immer pilzlich, also Verticillium oder Fusarium. Möglich wäre auch eine Wurzelfäule, aber die Wurzeln sehen für das Alter eigentlich gut aus.