🥦 LEGALISIERUNG 2024 - Fakten & Diskussion 🥦 (Teil 6)

Moin,

Naja, sagt erstmal nur aus, das kurzfristig nichts passiert und lässt keine Schlussfolgerungen auf langfristige Auswirkungen zu. Steht für mich jetzt nicht unbedingt im Widerspruch zu dem Video.

Sicherlich muss man sehr vorsichtig sein, wenn es um Kausalität und Korrelation geht, hier geht oft was durcheinander.

Aber ich finde sie gehen mit der gleichen kritischen Sichtweise an Alc und THC ran und Alc und der Umgang kommt deutlich schlechter weg… sehr Eindrucksvoll war für mich die Mutter mit Rotwein und Kind aufm Schoß oder Söders kräftiger Schluck Bier nach „Das will ich nicht“… da wird der politische und gesellschaftliche Widerspruch schon gut dargestellt…

Grüße

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Man hatte jetzt Jahrzehnte Zeit die Verteufelung von Cannabis voranzutreiben und das in die Köpfe der Leute zu hämmern.Im Gegenzug war Alkohol schon immer gesellschaftsfähig und wurde verharmlost.Es wird bei Cannabis eine lange Zeit dauern bis es wenn überhaupt einmal die gleiche Toleranz in der Gesellschaft hat wie Alkohol…Knapp 100 Jahre Contra Hanf ist mal nicht eben so aus den Köpfen der Leute zu bekommen.Ich finde es hat schon etwas erheiternd es wenn man sieht was da so an Meinungsmache in den Medien geistert.Einmal gegoogelt bei Stichwort Cannabis springen einem die Bilder mit Joint.am Steuer nur so entgegen.Aber es gibt eben genug Leute die der Meinung sind Deutschland fängt jetzt an zu kiffen und hat nichts besseres zu tun als sich dann ans Steuer zu setzen.Und es gibt auch nicht wenige die das auch noch glauben

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Moin,

hatte genau das Thema letztens beim Mittag mit Kollegen, welche alle keine C Erfahrung haben. Denen war gar nicht klar, dass es viel zu anstengend ist breit Auto zu fahren und C im Gegensatz zu Alc eben nicht die Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung erhöht.

Einige meinsten am Ende, evtl muss mann es mal ausprobieren um sich eine Meinung bilden zu können… Also: Säule 2 und zwar schnell…

Was mich super freut und ich hoffe das dies eine Keimzelle des Umdenkens ist: Die Cannabis Veranstaltungen laufen alle entspannt ab, teilweise sogar eine fast freundschaftliches Nebeneinander von Polizei und Konsumierenden. Das ist anders, wenn Alc im spiel ist. Das merken die Polizisten (wenn sie es nicht schon längst wissen) und wird dann irgendwann auch in der Einsatzplannung Thema sein… Veränderung erwächst aus der Masse in kleinen Keimzellen.

Ich habe gestern das erste mal bei der Gartenarbeit am Abend draussen was geraucht, einfach :sunny: :sunglasses: :sunny: Bierhalter am Rasenmäher wird gegen Ladestation für den Vaper getauscht.

Grüße

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Wird leider auch immer genug kiffende Idioten geben, dass man sich auch all seine Vorurteile bestätigen kann, wenn man denn will.

Aber gut, vielleicht machts dann die Masse an eigentlich denkbar sozialverträglichen Cannabiskonsumenten.

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Der Supergau wäre natürlich wenn eine neue Regierung das Gesetz wieder kippen würde.Gründe lasse ich einmal bewusst aussen vor

Auch wenn die CDu hochgejazzt wird, Merz ist Farblos, und ob so ein Banker bei den Leuten ankommt? Ansonsten ist deren Programm in allen Punkten doch sehr rechts ausgerichtet, vielleicht haben die Leute doch mal vernunft und wöhlen nicht solche Spalter Parteien die den Sozialstaat ruiniert haben. Werde ich denen nicht vergessen jedenfalls, da geht es eher um die Privatisierungs Orgien.

Wow der Thread ist soo lang, konnte echt nicht alles lesen :rofl:
Daher frag ich nochmal nach:

Wie ist es jetzt mit der Ernte?
Wenn ich 3 Pflanzen habe und da hängen ca. 100g nass dran. Ist das dann sofort illegal? Also muß ich mich von 2 Pflanzen sofort trennen (wäre Wahnsinn…aber würde zum CANG passen :crazy_face:) ?

Oder würde die Cops (also im schlimmsten Fall) ernten es trockenn und dann wiegen? Gibt es dazu einen Gesetztestext?

Vorallem woher soll man wissen wieviel dran hängt, kannst ja nich die ganze Pflanze wiegen.

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Moin,

Ich empfinde die momentane Situation als sehr schwierig.

Wie verhalte ich mich in der „legalität“?

Ich für meinen Teil ändere nichts an meinem Verhalten. Viele meiner Growlegen verzichten teilweise auf den AKF… Nach dem Motto ist legal scheiß drauf…

Ich denke mir das das der falsche Weg ist. Möchte auch nicht das mein Nachbar seine Bierdosen vor der Haustür sammelt… Ok der Vergleich hinkt ein bißchen.

Was ist denn wann wirklich eine andere Regierung alles kippt. Dann haste deinen fetten Stempel.

Ich glaube Veranstaltungen in der Öffentlichkeit ohne viel tam tam sind ein gutes Mittel der Gesellschaft ein richtiges Bild der Szene zu vermitteln. Ich sage bewusst Szene, weil ich schon finde das unter Cannabis Konsumenten eine andere… Kein Plan man versteht sich halt.

Das Gesetzt ist in dieser Form z. B. 3 Pflanzen und 50gr Regel… :stuck_out_tongue_closed_eyes::sweat_smile: Echt ein Witz. Soll ich nach jeder Ernte 150 g entsorgen?

Aber wenn ich mir als 18 jähriger 20 Kisten Wodka im Keller bunker… No comment.

Ich glaube das ist noch ein seeeeeeerhr langer Weg bis es wirklich Normalität ist…wenn es das überhaupt jemals wird.

So einen schönen Vatertag gewünscht.

BG

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Moin,

Richter entscheiden hierbei mit Menschverstand… Solange du glaubhaft darlegen kannst, da du noch im Trockenungs/Reifungsprozess bist und dann z.B. per Hand die besten Buds auswählst und den Rest entsorgen wirst, dann sollte es kein Problem sein.

Aber es muss natürlich realisitisch sein: also keine 1kg feucht und ein gesamte Pfanze wird natürlich nicht getrocknet gewogen. Und auch mit 4-5 Pflanzen könnte man mit einem blauen Auge davon kommen, wenn es z.b. Regs sind und Geschlecht noch nicht gezeigt. Bei 5 Auto oder Fems wird das anders aussehn…

Also die Zwischentöne sind wichtig: Passt die Story zu dem Bild…

Grüße

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Weiß nicht, ob „Vor CanG war alles super, Prohibition hat alle Probleme gelöst“ ein Argument ist, das noch so wahnsinnig viele überzeugen wird.

Änderungen, ja. Aber ein Zurück in die 90er, für das Merz steht, wird’s mit Sicherheit nicht mehr geben. Im Grunde wissen die Leute schon, dass die Welt sich weitergedreht hat.

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Hey,
schönen Feiertag an alle.

Hat sich seit dem 01.04 irgendwas für Patienten verändert?

Bei mir wurde 2019 nach dem ärztlichen Gutachten (medizinischer Patient) eine MPU angeordnet, obwohl ich niemals einen Führerschein hatte oder mit harten Drogen aufgefallen bin. Es hieß dass ich mit dem Gutachten nachweisen muss, dass ich keine andere Drogen nehmen ausser Cannabis und dann kann ich zur Prüfung. Das Gutachten ist perfekt ausgefallen und ich habe in jeder Hinsicht bestanden (schwarz auf weiß) + Beurteilung von noch einem Arzt, dass die Fahrerlaubnis kein Problem wäre. Ganz am Ende schrieb die Ärztin ins Gutachten, dass sie eine MPU wegen medizinischem Cannabis Konsum empfiehlt, obwohl das Gutachten perfekt ausgefallen ist und sie mir mündlich versprochen hat, dass der medizinische Cannabis Konsum nicht zur MPU führt (sonst hätte ich nämlich auf Hanf verzichtet).
Und da ich nicht reich bin, konnte ich mich nicht mit dem Gesetz dagegen wehren (bzw. es probieren). Zudem ging es bei mir nicht mal darum, dass ich bekifft fahren will. Mir reicht es, gegen meine Migräne, schon wenn ich abends nach der Arbeit konsumiere. Das heißt ich wäre damit einverstanden gewesen das Auto bis zum nächsten Morgen stehen zu lassen, wobei ich mir auch zutraue mit Resten an THC im Blut zu fahren, da ich bei beiden Reaktionstests im Gutachten 100% hatte. Die konnten es nicht glauben und ich musste den Test noch Mal machen (deswegen zwei Mal 100%).

Ich kenn Leute die wurden damals als nicht Patient mehrmals mit Cannabis erwischt und durften Ihren Führerschein behalten. Ich als Patient darf nicht Mal den Führerschein machen. Kann auch noch andere Beispiele in der Richtung nennen. Also ich vertraue nicht in unserer Rechtssystem…:frowning:

Kann ich jetzt seit dem 01.04.24 problemlos zur Prüfung zugelassen werden oder hab ich noch immer mit einer MPU Anordnung zu rechnen (die schon damals nicht Mal im entferntesten Sinn gemacht hat). Weil meine Rechtschutzversicherung, die ich extra deswegen viel zu teuer abgeschlossen habe, greift erst in ein paar Monaten. Jedoch würde ich ungern noch Monate warten, da ich 2019 bei der Fahrschule alles im Voraus bezahlt habe und seit dem Versuche zur Prüfung zugelassen zu werden. Ich weiß nämlich nicht, wie lange ich das Guthaben dort geltend machen kann (die Fahrschule konnte ebenfalls keine Auskunft darüber geben, obwohl Sie es angeblich damals eingefroren hatten).

Danke und Gruß

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Totale Schikane nenne ich so was. Die sollten mal so Fahrtests machen, am besten Vergleichstest. Alkohol vs. Cannabis, ich würde mich als Testperson zur Verfügung stellen!:sunglasses:
Wie hier auch schon gesagt wurde ist es aber auch so, dass ich nicht Auto fahre wenn ich „bekifft“ bin. Habe da dann überhaupt keine Lust zu, viel zu anstrengend!:grin:
Ich fahre seit 30 Jahren Auto, so lange konsumiere ich auch schon. Und was soll ich sagen, bin unfallfrei…:wink:

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Zunächst mal gibt es für den privaten Eigenanbau nur eine Beschränkung der Anzahl der - lebenden - Pflanzen auf 3 (§§ 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, 9 Abs. 1 KCanG). Solange die 3 Pflanzen noch nicht geerntet sind gibt es keine Gewichtsgrenze, zumindest keine aufgrund derer man sich strafbar machen oder eine Ordnungswidrigkeit begehen würde. Nicht ausschließen will ich, dass (theoretisch) besonders engagierte Behörden in Extremfällen auf die Idee kommen könnten ausgesprochen große Pflanzen (oder 2 von 3) mit der Begründung zu Beschlagnahmen, dass deren unausweichliches Lebensende zwingend zu einer Überschreitung der erlaubten Mengen führen wird.

Nun zum Gewicht ab Ernte. In § 3 KCanG heißt es (wiederholt): „bezogen auf das Gewicht nach dem Trocknen“. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Staatsanwaltschaft (oder welche Behörde auch immer zuständig sein mag) verdächtige Pflanzen (fachmännisch langsam oder im Ofen schnell) standardmäßig trocknet und dann noch mal nachwiegt. Vielmehr vermute ich die Staatsanwaltschaften werden diese … „internen Anweisungen“ (mir fällt der richtige Begriff nicht ein) erlassen und mit Erfahrungswerten umrechnen. Ich gehe davon aus, dass die selbst in Bayern eher großzügig ausfallen werden.

In irgendeinem (oder gar mehreren) Videos hörte ich die Schätzung, dass man von mindestens 2/3 Gewichtsverlust beim Trocknen ausgehen muss. Auf Dein Beispiel bezogen wären 100gr Erntemenge demnach 33,33gr Trockencannabis (bzw. zugunsten des Beschuldigten gerechnet 30 oder gar 25gr).

In dem mir oben von Mimo verlinkten Der Hanf lebt-Video wird zur Einhaltung der rechtskonformen Mengen wird beispielsweise empfohlen, ganz konsequent alle Blätter und vor allem Stengel sofort wegzuschmeißen, um geringpotentes Gewicht einzusparen.

Und schließlich noch mal der Hinweis auf § 3 KCanG, nämlich auf das „und“ am Ende von Abs. 2 Satz 1 Nr. 1. Solange die Pflanzen noch leben, bzw. nicht geerntet sind, wird deren mutmaßliches Trockengewicht nicht der übrigen im Besitz des Delinquenten befindlichen Menge hinzugerechnet.

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Ich bin generell gespannt welche Regierung nächstes Jahr Zustande kommt, wenn die weiter alles gegen die Wand fahren ist das Kippen des CanG unsere kleinste Sorge .

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Es ist ja nicht so, dass es nicht auch Langzeitstudien gäbe - oder welche, die eben keinen signifikanten Anstieg an Psychosen etc. nachweisen bei Cannabis Konsum (vor allem, wenn man die normale Prävalenz der Bevölkerung von 1 bis 2 % unabhängig vom Konsum nicht komplett ignoriert).

https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2800728

Man kann natürlich trotzdem auf CDU/CSU Level weiter argumentieren und so tun, als gäbe es all diese seriösen Studien nicht.

Oder in irgendwelchen populären Sendungen wie beim Lanz einfach mal Forschungsergebnisse umdeuteln um die Zuschauer vor dem gefährlichen Haschgift zu warnen und all den besorgten Muttis Angst zu machen…

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Moin,

Die Studien kenne ich, aber bitte korrigier mich, wenn ich falsch liege:

Es geht immer um die Frage, ob bei einer Legalisierung die Anzahl/Wahrscheinlichkeit an Pyschosen ansteigt. Natürlich kann man daraus die Auswirkungen einer Legalisierung abschätzen und die sind nicht vorhanden. Also geht es um die Gesellschaft als Ganzes und nicht das persönliche Risiko.

Diese Studien beantworteten grundsätzlich nicht ob, ein erhöhter Konsum in z.B. der Jugend das Risiko ansteigen lässt. Die Antwort ist auch fast unmöglich durch einer Studie zu geben, da ich ja eine jugendliche Gruppe über mehre Jahre kontrolliert konsumieren lassen müsste, wobei die Kontrollgruppe nicht konsumiert. Oder kennst du eine Studie, die gezielt die Frage des Risikos von THC in der Jungend im Bezug auf Psychosen des Einzelnen untersucht hat?

Und das hat nichts mit CDU/CSU Level zu tun, sondern nur mit dem, was aus den Studien abzuleiten ist und was eben nicht. Das die Graßnickel vollkommenen Schwachsinn erzählt hat und Studienergebenisse in einem vollkommen falschen Kontext wiedergeben hat, dass ist zumindest hier im Forum, ja bekannt.

Grüße

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Diese Langzeitstudien bei Zwillingen (einer eher abstinent, der andere regelmäßiger Konsument) können ja schon mal zumindest einen Hinweis darauf geben, ob tatsächlich ein erhöhter Konsum das Risiko für spätere psychische Erkrankungen ansteigen lässt. Das wurde aber bisher nicht nachgewiesen.

In diesem schönen Gespräch (ich werde nicht müde, das Video hier zu verlinken) erklärt der Psychiater Dr. Birger Dulz auch, dass es plausibel sei, wenn Betroffene (von psychischen Erkrankungen, depressiven Episoden etc.) eher zu Cannabis (und auch zu anderen Drogen) greifen, quasi um sich etwas besser zu fühlen (um nicht zu sagen, sich selbst zu therapieren) - hier hätten wir sozusagen das Henne-Ei Phänomen, oder wie du sagtest Kausalität vs. Korrelation (was immer wieder verwechselt wird).

Ich persönlich habe den Eindruck, dass man hierzulande lieber auf von der hiesigen Pharma Lobby finanzierte Studien zurück greift, die auf Gefahren von Cannabis Konsum hinweisen als mal schaut, welche Erkenntnisse es aus den Staaten, Kanada oder auch Israel (dort im medizinischen Bereich) gibt.

Die hiesige Pharma-Lobby hat kein Interesse daran, dass Cannabis in einem guten Licht dasteht. Genauso wenig wie deren politische Partner-Partei CDU/CSU.

Und die Fragen, die sich jeder selbst stellen kann, der sich für das Thema interessiert:

  1. Wie aussagekräftig sind Studien aus Ländern, in denen Cannabis nicht legal ist, in denen häufig mit synthetischen Cannabinoiden oder anderen psychoaktiven Substanzen gestrecktes Cannabis konsumiert wird?

  2. Wird in diesen Studien sauber der reine Konsum von Cannabis vom Mischkonsum (z.B. Cannabis mit Tabak, wie im Gegensatz zu den den Staaten und Kanada in Europa üblich, oder zusätzlicher Konsum von Alkohol) getrennt?

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Welche Partei sollten wir deiner Meinung nach wählen, damits besser wird in D?

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Ehrlich gesagt interessieren mich Studien null.Man kann vieles im Leben machen wenn man das Maß .kennt.Und von einem halbwegs vernünftigen Erwachsenen erwarte ich das auch.Bei der ganzen Diskussion um Hanf oder Missbrauch reden wir doch von der absoluten Minderheit.

Der Spiegel hat jetzt auch über die kommenden Modellprojekte berichtet:

Hoffentlich ist es dann trotzdem ok für dich, dass ich welche hier gepostet habe. :grin:

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