🥦 LEGALISIERUNG 2024 - Fakten & Diskussion 🥦 (Teil 8)

Aber hier geht’s doch ums Kiffen?!
Deshalb sind wir doch alle hier! :grin:

Naturlich , Die Tatsache ist, dass man versuchen sollte, den Schaden für die gesamte Gemeinschaft so weit wie möglich zu begrenzen. Denn völlige Freiheit wirkt manchmal trügerisch.

Ich bin mir jetzt nicht sicher, worauf du das beziehst.

Sicher bin ich mir aber, dass bereits Säule I vom Cannabisgesetz eine Verbesserung gegenüber der Prohibition darstellt inkl. Minderung des Schadens:

  • weniger Gefahr durch gestrecktes Weed (wenn man es nicht am Schwarzmarkt kaufen muss)
  • bessere Prävention - und man darf auch mal darüber reden, da nicht mehr illegal
  • Abgabe an Jugendliche wird härter bestraft als zuvor

Der letzte Punkt wird übrigens ständig unter den Tisch fallen gelassen, weil das der CDU nicht in ihr eigenes Narrativ passt, dass die Jugend jetzt noch mehr gefährdet sei…

"Das Teillegalisierungsgesetz hat unter anderem den Zweck, den Anbau, Konsum und Besitz von Cannabis gesetzlich zu regeln bzw. zu kontrollieren. Man hat sozusagen angeboten, einen geregelten Besitz und Konsum zu dulden. Im Gegenzug wurde versprochen, von strafrechtlicher Verfolgung abzusehen. Mehr steckt eigentlich nicht dahinter.
Und wenn man sich jetzt aus seinem Versteck herauswagt, weiß der Staat natürlich, wer konsumiert und wer nicht. Ich möchte keine Paranoia schüren, aber die Kontrolle durch den Staat ist nicht immer die Freiheit, die man sich erhofft

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Der Konsum selbst war ja nie strafbar - aber man hat sich damit quasi geoutet, sobald man gesehen wurde, und die Polizei ist automatisch auch von strafbaren „Besitz“ ausgegangen inkl. daraus resultierende Maßnahmen.

Den Konsum grenzt die Regierung schon ganz gut durch den relativ niedrigen neuen THC Grenzwert im Straßenverkehr ein. Wer jeden Tag mehrere Joints raucht, wird auch zukünftig nach Kontrollen Probleme bekommen.

Wir brauchen trotz der bisherigen Erfolge dringend Säule II, also Fachgeschäfte - oder wenigstens diese Modellprojekte.

Die CSCs, die oben auch erwähnt wurden, können die aktuelle Nachfrage nicht ansatzweise bedienen. Es sind bisher nichtmal 50 Anbauvereinigungen genehmigt worden.
Und nicht jeder kann/will selbst zu Hause anbauen.

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Avaay hat eine Studie gemacht zu Verunreinigungen von Schwarzmarkt-Cannabis:

Ist natürlich gleichzeitig auch Werbung für Medizinalcannabis.

Ich sage es nochmal: Wir brauchen Fachgeschäfte!

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Gibt es eigentlich ne zuverlässige, rechtliche Einschätzung zum lokalen Kauf von Samen in z.B. Österreich und anschließender Einfuhr nach DE? Auch in Bezug auf Menge.
Selbstverständlich zum privaten Eigenbau im Rahmen des KCanG.

So wie ich § 4 Nr. 2 verstehe, sollte das klar gehen, sofern der Zoll nicht meint dass die Menge (nicht definiert?) unangemessen ist.

Ich konnte dazu jetzt nichts recherchieren, lediglich dass der Versand okay ist.

Vllt weiß einer von euch mehr, bevor ich jetzt ewig stöbere, lese etc. um hinterher dünner zu sein als vorher.

Meine Erfahrung der letzten Zeit war NL besser wie Ö, der ASC hat mir innerhalb eines Tages alle Samen in original plus Bonusmaterial gesendet, besser gehts nicht, 5 Umschläge drum, kommt per Flugzeug und GLS liefert aus mit Sendungsverfolgung, top wie ich finde…
:+1::+1::+1:

Ich glaub ich hab mich undeutlich/missverständlich ausgedrückt:
Szenario:
Nach AT fahren, im Growshop Samen kaufen, wieder nach DE fahren mit den Samen.

Die Frage wurde schon häufiger gestellt und die Meinungen gehen da auseinander.

Generell darfst du online Samen aus Österreich bestellen (gehört zur EU).

Das heißt aber nicht, dass du selbst importieren darfst.
Generell ist die Einfuhr (und Ausfuhr) von Cannabis verboten (wobei die Samen als „Vermehrungsmaterial“ gelten).
Der Kauf der Samen über Online-Händler ist eben eine Ausnahme davon.

In den FAQs auf der Seite des BMG heißt es:

„Cannabissamen dürfen aus EU-Mitgliedsstaaten zum Zwecke des privaten Eigenanbaus eingeführt werden. Ein Erwerb über das Internet oder per Fernabsatz und der Versand nach Deutschland ist zulässig. Zudem dürfen bis zu sieben Cannabissamen oder fünf Stecklinge pro Monat von Anbauvereinigungen an volljährige Nicht-Mitglieder zum Zweck des privaten Eigenanbaus weitergeben werden, sofern die Cannabissamen und Stecklinge beim gemeinschaftlichen Eigenanbau entstanden sind. Bei einer gemischten Weitergabe von Samen und Stecklingen dürfen insgesamt maximal 5 Samen und Stecklingen abgegeben werden. Nicht-Mitglieder haben in diesem Fall der Anbauvereinigung die für die Herstellung der weitergegebenen Cannabissamen oder Stecklinge entstandenen Selbstkosten zu erstatten.“

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Warum stressen, wenn die Post genauso gut is???

Solche öffentlichen Beiträge sind sehr positiv. Ich habe, in ganzen Raum von Deutschland, natürlich nicht überall wissen was auf den Schwarzmarkt so abgeht aber kann nur betonen: Das Weed von der Straße ist, in meiner Stadt, sehr viel gefährlicher als ich es aus meiner Jugend kenne. Die Tendenz ist schlimm. Fentanyl ist noch nicht mal richtig in DE angekommen.

Es ist wichtig Cannabis, so schnell es geht, vollständig zu legalisieren um die Chance einer Opium Epidemie zu verringern. :stuck_out_tongue:

Wusste ich doch, dass du Bescheid weißt. Danke dir.

Macht zwar in meinen Augen aktuell keinen Sinn, aber der fehlt leider zu häufig.

Wiederum interessant, dass der Kevin von Puls das dann gemacht hat. Klassischer Kevin Move :wink::joy:

I Love You GIF by Warner Bros. Deutschland

Zu den Mengen die in Rahmen sind, gab es auch schon mehrfach Aussagen. Alles was ich dazu finden konnte, ist verhältnismäßig alt (April/Mai), beim BMG stehen nur Angaben zur Abgabe durch CSC‘s.

Gibt Menschen die gerne die Ware begutachten und bisschen schnacken wollen anstatt den online Katalog durchzublättern.

Und so sehr ich meinen „lokalen“ Growshop mag, die Auswahl an Seeds gefällt mir gar nicht.

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Dazu müsste die Presse es erstmal aufgreifen und entsprechende Artikel großflächig veröffentlichen, die vor der Gefahr von gestreckten Schwarzmarkt-Gras warnen - und gleichzeitig dafür plädieren, dass man genau das durch Fachgeschäfte eindämmen könnte.
Das machen sie aber eben nicht!

Und selbst dann kommt die CDU daher und argumentiert dagegen.

Schau mal, was Thorsten Frei neulich gesagt hat, auf die Frage, warum die CDU dauernd diese Mocro-Märchen erzählt:

"Sehr geehrter Herr XXX,

einen Zusammenhang zwischen der Cannabislegalisierung im Allgemeinen und der Mocro-Mafia in NRW im Speziellen habe ich selbst nie hergestellt. Und meines Erachtens habe ich mich im Zusammenhang mit der Cannabis-Legalisierung auch nie auf Aussagen des BKA gestützt.

Unabhängig davon waren die Warnungen von Vertretern der Deutschen Polizeigewerkschaft oder auch des Bundes Deutscher Kriminalbeamter im damaligen parlamentarischen Verfahren neben der Kritik aus der Ärzteschaft sehr deutlich. Meinem Vernehmen nach haben alle diese Stimmen ihre Kritik nach den ersten Erfahrungen sogar noch einmal erneuert. Und auch der Blick in andere Länder zeigt, dass die Cannabis-Legalisierung in keiner Weise dazu geführt hätte, dass der Sumpf der Kriminalität ausgetrocknet worden wäre. Ganz im Gegenteil hat die Drogenmafia erfolgreiche Ausweichstrategien entwickelt. Beispielsweise durch die Fokussierung auf andere Drogen oder auf Jugendliche.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Frei "

.

Wie will man mit so jemanden noch vernünftig argumentieren? :thinking:

Er gibt quasi zu, dass das Quatsch ist mit Drogen-Mafia (ohne zu bestätigen, dass solche Aussagen überhaupt von der CDU kamen) - aber behauptet dann halt einfach, die Legalisierung wäre schlecht, weil dadurch vermehrt andere Drogen angeboten würden und/oder die Dealer sich noch mehr auf Jugendliche fokussieren (wahrscheinlich, weil die Jugendlichen eben nach wie vor nicht legal kaufen dürfen).

Das ist doch der reinste Irrsinn!
Ich hatte es mir deshalb auch bisher verkniffen, das hier zu posten, weil das einfach nur ermüdend ist.

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Wie hies die Serie damals, wo der Mann mit dem Röntgenblick mitgespielt hat???
:face_with_hand_over_mouth::face_with_hand_over_mouth::face_with_hand_over_mouth:

Aber ich weiss, was du mir sagen wolltest, no affront here…
:dove::dove::dove:

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Sagt mir gar nichts, keine Ahnung ob ich jetzt zu alt oder zu jung bin :joy:

Hatte ich so auch nicht verstanden :heart_hands:t3:

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Wenn du 274 bist, bin ich 1173, von daher fast Brüder, das passt…
:+1::+1::+1:

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Verstehe, knapp daneben. Geht je nach Vermehrungsstrategie entweder in Richtung Bruder oder auch schon Vater/Sohn :joy:

Naja, wolle mer ma nit übertreibe, gelle???
:rofl::rofl::rofl:

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Moin,

Das KCang sagt ( § 4 Abs 2):

„ Abweichend von Absatz 1 ist die Einfuhr von Cannabissamen zum Zweck des privaten Eigenanbaus von Cannabis nach § 9 oder des gemeinschaftlichen Eigenanbaus von Cannabis in Anbauvereinigungen nach Kapitel 4 nur aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union erlaubt.“

Also für mich liest es sich sehr eindeutig…

Das in der FAQs die Bestellung übers Internet explizit genannt wird, ist aus meiner Ansicht eher eine Klarstellung, dass dies damit auch gemeint ist… keine Einschränkung…

Grüße

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