🥦 LEGALISIERUNG 2024 - Fakten & Diskussion 🥦 (Teil 8)

@Mimo ich kann dein Unverständnis sowie deine Kritik an verschiedenster Berichterstattung völlig nachvollziehen. Womit ich aber durchaus ein Problem habe, ist die ständige generelle Verteufelung öffentlich rechtlicher Medien. Es sind nun mal Medien, die pluralistisch berichten. Das heißt, sie bilden Informationen eben nicht im Sinne einer anderen Person ab, in dem Fall die deine bzw. Die von Konsumenten. Deshalb werden sie nun als „Systemmedien“ oä bezeichnet. Wären es Systemmedien, gesteuert von der Regierung, so wären sie PRO Cannabis, von Anfang an. Denn die damalige und noch aktuelle Regierung war PRO Legalisierung.
Ich weiß, die Berichterstattung gefällt einem nicht immer, die Recherchen sind nicht immer perfekt, manchmal hat man auch das Gefühl, dass die Gegenseite (viel) zu kurz kommt oder gar nicht gezeigt wird. Hinzu wird ein Bericht bestimmt öfter angeschaut, wenn er kritisiert statt lobt, so sind wir Menschen nun mal und das kann eine Redaktion auch definitiv beeinflussen. Unterm Strich sind diese Kanäle trotzdem unabhängig bzw. nicht gelenkt von sonst wem. Intern mag es zu Interessenkonflikten kommen, aber sie berichten (wie an diesem Beispiel deutlich wird) nicht im Sinne der Regierung. Und wenn nicht Regierung angeblich dahinter steckt, dann ist es die Pharma Lobby, die Alkohol Lobby oder ein beliebiges anderes Feindbild, Hauptsache die da oben, die von der jeweiligen Berichterstattung profitieren könnten.

Sorry, wenn ich da so reagiere, aber dieses Örr bashing geht mir seit den ganzen selbst ernannte „freien Journalisten“ ordentlich auf die Nerven und ist größtenteils absurd.

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Mal abgesehen davon, dass du Dinge unterstellst, die so nicht dastehen:

Ich habe über ein Jahr lang jeden Tag sämtliche Berichterstattung über die Teil-Legalisierung verfolgt und einen guten Überblick, was der ÖRR dazu beigetragen hat.

Beim Thema Cannabis sind die Berichte, Reportagen, Nachrichten, Talkrunden (bei Lanz und Co) etc. höchst einseitig und tragen nur dazu bei, bereits bestehende Vorurteile zu bestätigen, sei es durch die „Einstiegsdrogen“ Theorie, die bereits seit den 90er Jahren widerlegt ist, oder durch irgendwelche Panikmache von Unionspolitikern, Thomasius und Co.,

Wenn es denn mal freundlichere Reportagen gibt, z.B. die von Puls (auch Funk Gruppe), wo der Kevin selbst mal Cannabis angebaut hat, poste ich die genauso hier (sogar jeden einzelnen der drei Teile) und freue mich darüber.

Es bleibt aber die Ausnahme.
Die CSU hat Puls sogar aufgefordert, den Beitrag vom Netz zu nehmen, wer hätte es gedacht.

Es ist mir völlig unverständlich, wie man das als Cannabis Konsument nicht sehen kann (oder will).
Sollte an der letzten Dimap Umfrage, initiiert vom DHV, was dran sein und tatsächlich aktuell wieder die Mehrheit der Deutschen für eine Legalisierung sein, dann wäre es wünschenswert, dass das so auch mal in der öffentlichen Berichterstattung abgebildet wird, statt der ständigen Stimmungsmache gegen eine Legalisierung.

„Sorry, wenn ich da so reagiere, aber dieses ständige Cannabis-Legalisierungs-Bashing der ÖRR Medien geht mir ordentlich auf die Nerven und ist größtenteils absurd.“

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Scheinbar bin ich auch nicht der einzige, der diese Y Kollektiv Reportage ungut fand… :grin:

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„Der Schwarzmarkt profitiert nämlich auch von der Teil-Legalisierung: Jeder darf jetzt bis zu 25 Gramm in der Tasche haben und das nützt natürlich auch Dealern.“

Woher kennen wir solche Aussagen nochmal? :sweat_smile:

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Objektiver und sachlicher Bericht von Quer (BR) zum Thema Stecklinge:

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Danke. Das wollte ich gerade hier einstellen.

Das ist doch völlig verrückt. Gottkaiser Söder. Das Gesetz bin ich. Wieso hat das keine Konsequenzen für die staatlichen Akteure?

Da wird willentlich auf geltendes Recht geschissen. Praktisch: „Sie haben gegen den nicht geltenden und schon längst überholten Entwurf eines Gesetzes verstoßen“. In was für einen Film bin ich denn hier rein geraten?

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Schön dass du hier wieder Zusammenfassungen und Links postest, ich bin da nicht so informationstechnisch unterwegs was CanG und Co angeht und finde das super! Danke Dir!

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Es braucht dringend wegweisende Urteile zu dieser Stecklingsgeschichte.
Das Problem ist halt, dass sich viele Staatsanwaltschaften auf das Standardwerk von Patzak berufen:

„Stecklinge werden mit dem Einpflanzen zum Setzling (BT-Drs. 20/8704, 89) und unterfallen dann dem Cannabisbegriff des § 1 Nr. 8 KCanG. Stecklinge unterscheiden sich also von Cannabispflanzen iSd § 1 Nr. 8 KCanG dadurch, dass sie noch nicht eingepflanzt sind.“
(Patzak/Fabricius/Patzak, 11. Aufl. 2024, KCanG § 1 Rn. 8)

Danke dir! :slight_smile:
Ab und an mache ich das wieder - werde mich aber nicht wieder jeden Tag dahinterklemmen.
Nach der Bundestagswahl könnte es natürlich interessant werden, wenn die Union doch alle Hebel in Bewegung setzt, das KCanG zu torpedieren.
Hoffen wir mal, dass die SPD und die Grünen zu ihrem Wort stehen und da nicht mitmachen.

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ZDF Vorabendprogramm (lief um 17 Uhr rum) - ich wurde drauf aufmerksam gemacht nach dem Motto „Schau mal, was Cannabis bei Menschen anrichten kann“ - das ist übrigens ein Fall von 2021 - also nicht aktuell - warum der jetzt wieder ausgegraben und extra erneut von diesem Psychiater kommentiert wird, das kann sich wohl jeder selbst denken… (ab 28:40)

„…weil diese Droge immer wieder als harmlos eingeordnet wird. Und das ist sie definitiv nicht!“

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Noch eine Ergänzung, nur um sicher zu gehen, dass das hier nicht missverstanden wird - ich möchte natürlich keine Panikmache betreiben:

Das Stecklinge die gewurzelt haben, in Erde befindlich, keine Steckis mehr sind kann man durchaus so sehen. Die Dinger halten locker 12 Stunden ohne Wasser und Erde aus. Das reicht völlig für den Transport vom örtlichen CSC nach daheim.

Bisschen Objektivität kann an dem Punkt nicht schaden :dizzy_face:

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Zur Objektivität gehört aber auch dazu, dass das Gesetz (§ 1 CanG) da ziemlich eindeutig ist und das definiert den Steckling extra als:

Stecklinge: Jungpflanzen oder Sprossteile von Cannabispflanzen, die zur Anzucht von Cannabispflanzen verwendet werden sollen und über keine Blütenstände oder Fruchtstände verfügen

und als sonst nichts.

Hoffe, das war Ironie. Botanisch / Biologisch betrachtet ist der Begriff des Stecklings nicht daran gebunden, ob er eingepflanzt wurde oder nicht. Stattdessen hat ein Cannabis-Gegner einfach den Begriff des „Setzlings“ genommen, damit den Stecklingsbegriff überschrieben und einen Setzling dann noch gleich einer adulten Pflanze gesetzt.

Was mich immer etwas stutzig macht, aber kaum beachtet wird, ist dieser Teil:

„die zur Anzucht von Cannabispflanzen verwendet werden sollen“

Wenn eine Pflanze bereits in einem Topf mit Erde ist und ordentlich Wurzeln gebildet hat, kann man doch nicht mehr davon sprechen, dass diese „zur Anzucht verwendet wird“ - dieser Schritt ist damit doch schon geschehen, oder sehe ich das falsch?
Bin kein Botaniker.

Wie gesagt, es braucht einfach mal wegweisende Urteile.
Ich hatte schon etliche Berichte gepostet, in denen Stecklinge beschlagnahmt wurden, nicht nur beim Wenzel - sowohl bei anderen Händlern als auch bei Privatpersonen.

Ich schätze mal, dass ein Eazy Plug oder Jiffey noch ok ist im Sinne des Stecklings, auch wenn sich da bereits Wurzeln gebildet haben - zumindest ist mir kein Fall bekannt, in dem wirklich solche winzigen Dinger mitgenommen wurden.

Dann hätten wir hier einen aktuellen Täter ?

youtube xxx

Der Punkt ist : wo willst du anfangen, wo willst du aufhören.

Die Regel alles mit Medium und Wurzeln ist tabu würde funktionieren.

Ich frage mich immer, was der Gesetzgeber denn wollte.

Die Diskussion hatten wir vor einem halben Jahr noch ziemlich häufig hier im Forum.
Im älteren Gesetzesentwurf war noch von 3 „blühenden“ Pflanzen die Rede, die man haben darf.
Da hatten dann viele Leute im Net lautstark verkündet, dass sie dann doch 100 verschiedene Mutterpflanzen oder Fems die im 3. Vegi Monat sind, haben können (überspitzt formuliert) - und dass DAS sicherlich nicht im Sinne des Gesetzgebers ist, sollte doch jedem klar sein, wenn man mal ehrlich ist.

Und gerade deshalb wurde es im finalen Gesetz ja auch abgeändert und es heißt jetzt, dass der Besitz von „bis zu drei lebenden Cannabispflanzen“ erlaubt ist.
Also keine 100 Mutterpflanzen oder Fems im 3. Vegi Monat.
Und es ist auch egal, ob es eine THC reiche oder eine eher CBD lastige Pflanze ist, das zählt alles als Cannabis Pflanze.

Ich persönlich glaube, dass niemand ein Problem bekommt, wenn er von mir aus 6 Eazy Plugs bestückt und dann mal schaut, welche Samen keimen und dann die 3 besten (oder die, die überhaupt gekeimt sind) nimmt und in Töpfe einpflanzt.
Wenn jemand aber gleich 30 1-Liter Töpfe bei sich herumstehen hat mit Pflanzen, die schon das dritte echte Blattpaar haben (oder mehr), dann muss man im Zweifel eben damit rechnen, dass man Ärger bekommt (und das zeigen die einschlägigen Berichte).

Servus Leute, google spuckt mal wieder zig verschiedene Antworten und auslegungen isw aus deshalb frage ich lieber in die runde. Gillt beim anbau von cbd gras mit max. 0,3 % das CanG weil der staat uns nicht zutraut diese Werte einzuhalten oder fällt cbd raus und ich darf mir 10 plants der Schönheit wegen aufn Balkon stellen?! :grin: :v:t3:

Die realistischste (positive) Auslegung wäre eine Ausrichtung nach Alter oder Höhe. Demnach könnte man Stecklinge als bis zu 2 Wochen alte, gekeimte Samen oder Stecklinge bezeichnen. Da gibt es aber massive Kontrollprobleme, ua weil Stecklinge von Natur aus weiter entwickelt sind als Samen. Noch realistischer wäre eine Definition von 30cm hohen, unbehandelten (speziell getoppt oder LST) Pflanzen ohne Blütenstand. Da könnte man ein Lineal anlegen, nach Blüten schauen und alles wäre klar. Alternativ könnte auch die Anzahl der Zweige oder Blätter als Maßstab geltend gemacht werden, da sehe ich aber auch wieder mehr Probleme als Praktikabilität.

Das mit der Höhe hatte ich auch schonmal vorgeschlagen, aber am Ende werden da auch wieder Leute herumtricksen, wie du das ja selbst schon geschrieben hast (z.B. tiefer eingraben im Topf oder LST, welches schwer nachzuweisen wäre).

Du bist hier in einem Cannabis-Forum und kritisierst, dass einseitige Berichterstattung von Medien, die durch Zwangsgebühren finanziert sind, negativ gewertet wird? :joy:
Mimo hat sich auf Inhalte bezogen - das ist das Gegenteil von dem, was du unterstellst. Es ist nicht Scheisse, WEIL es aus dem ÖRR kommt, es ist einfach Scheisse - ungeachtet seiner Herkunft.

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Die Sendung im ZDF über Ansay wurde stark editiert.

Roland Rudolf hatte noch viel mehr gesagt, jedoch wurde es so dargestellt, als wäre er nur am Geld interessiert und alles andere egal.

Selbst Daniela Joachim hatte gesagt, dass viele Patienten erst durch solche Dienste (die seriösen) einen Zugang zur Medizin erhielten. Nichts von ihren positiven Äußerung zu den (anderen) Online Plattformen wurde gesendet.

Das Team vom ZDF war auch bei DEMECAN. Davon haben sie alles einfach weg gelassen.

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STECKLINGE
Hier Auskunft eines Gärtnermeisters und Anwalts der auf Cannabis spezialisiert ist. (Ab 35:00):

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