đŸŒ± Living Soil Wannenbeet Experiment | Banana Purple Punch & Lemon Cherry Cookies | SANlight EVO 3-60

:waving_hand: Hallo zusammen!

Jim Carrey Hello GIF

Einige von euch kennen mich vielleicht noch – ich war vor einiger Zeit bereits recht aktiv hier im Forum. Durch Hauskauf, Umzug und die damit verbundenen Renovierungsarbeiten musste das Hobby leider etwas zurĂŒckstecken.

Jetzt geht’s endlich wieder los! :grinning_face_with_smiling_eyes:

Spring Grow GIF

Nach einigen erfolgreichen BioTabs-Runs möchte ich dieses Mal ein neues Konzept testen. Inspiriert durch das Wannenbeet- und Schichtsystem von Dieter Schilowsky soll ein möglichst autarkes Living-Soil-System entstehen, bei dem sich die Pflanzen ihre NĂ€hrstoffe mit zunehmender Wurzelentwicklung selbst erschließen.

Ob das Konzept hĂ€lt, was ich mir davon verspreche, wird sich zeigen – genau deshalb möchte ich diesen Grow möglichst ausfĂŒhrlich dokumentieren.

:clipboard: Steckbrief

:seedling: Genetik

**FastBuds**

* 2 × Banana Purple Punch Auto

* 2 × Lemon Cherry Cookies Auto

:tent: Growbox

* 2 × 60 × 60 × 180 cm

:light_bulb: Beleuchtung

* 2 × SANlight EVO 3-60

**Groom 1**

* SANlight Bluetooth-Dimmer

* 20 % Leistung

* 40 cm Lampenabstand

**Groom 2**

* SANlight Magnetdimmer

* 40 % Leistung

* 60 cm Lampenabstand

:wind_face: Abluft

* Secret Jardin DF16

:cyclone: Umluft

* Mehrere Clip-Ventilatoren

:potted_plant: Töpfe

* 14-Liter Kunststofftöpfe (modifiziert)

:globe_showing_europe_africa: Medium

* Bio Canna Terra Plus

* BioBizz Light-Mix

* BioBizz Wurmhumus

* Perlite

:microbe: Bodenbiologie / ZusÀtze

* BioTabs

* Startrex

* Bactrex

* Orgatrex

* Bat Guano

* Seealgen

* Mykorrhiza

* Trichoderma

:droplet: BewÀsserung

HandbewÀsserung

:thermometer: Standort

Indoor

:test_tube: Das Experiment

Das HerzstĂŒck dieses Grows ist die Kombination aus einem biologisch aktiven Wannenbeet und einem geschichteten Topfsystem.

Die Idee dahinter ist, der Pflanze unterschiedliche NĂ€hrstoffzonen anzubieten, die sie mit zunehmender Wurzelentwicklung nach und nach erschließt. So soll das Bodenleben den Großteil der Arbeit ĂŒbernehmen und der Grow möglichst natĂŒrlich und stabil verlaufen.

:globe_showing_europe_africa: Wannenbeet

Unter den Töpfen befindet sich ein flaches Wannenbeet aus Bio Canna Terra Plus, das mit Perlite, Startrex und Seealgen biologisch aktiviert wurde.

WÀhrend der ersten Wochen bleibt das Wannenbeet bewusst trocken, damit die Pflanzen zunÀchst den gesamten Topf durchwurzeln.

:potted_plant: Schichtsystem

Jeder 14-Liter-Topf besteht aus drei Bodenzonen:

:green_circle: **Oben:** leichte Anzuchtschicht mit Mykorrhiza und Trichoderma.

:brown_circle: **Mitte:** Wachstumszone als Übergangsbereich.

:red_circle: **Unten:** langfristiges NĂ€hrstoffdepot mit Wurmhumus, BioTabs, Bat Guano, Startrex und Seealgen.

ZusĂ€tzlich wurden die Böden der Kunststofftöpfe großzĂŒgig geöffnet, damit die Pfahlwurzel spĂ€ter nahezu ungehindert in das Wannenbeet einwachsen kann.

:seedling: Start

**Heute wurden alle vier Samen direkt in ihre Endtöpfe eingesetzt.**

Ab jetzt beginnt das eigentliche Experiment. Ich werde den kompletten Grow mit Bildern, Messwerten und natĂŒrlich auch möglichen Fehlern dokumentieren.

Ich freue mich auf euer Feedback und hoffe auf viele interessante Diskussionen!

Happy Growing! :seedling::four_leaf_clover:

14 „GefĂ€llt mir“

bin ja mal gespannt was die sanlight lampen bringen

eigentlich brauch man 2 lampen oder nicht, die sind doch immer im set wie ich das kenne


Hi @jojojojojojooj, schön das du dazugefunden hast :hugs: es sind zwei komplett identische Grooms. Sprich zwei Zelte, zwei Lampen etc.

ach so
bin immer so verpeilt! sorry

Eyyyy yo eyyyyy
schön wieder was von dir zu sehen und zu lesen.
Da muss ich gleich mal nen Abo ziehen hier :victory_hand:
Viel Erfolg

2 „GefĂ€llt mir“

Ja, auch schön wieder da zu sein :partying_face:

1 „GefĂ€llt mir“

Hey :waving_hand:t3: schön das Du wieder da bist. Viel Erfolg :blush:

Fun Chilling GIF

2 „GefĂ€llt mir“

Schön wieder unter Euch zu sein :smiling_face_with_three_hearts:

Tired Diesel Brothers GIF

2 „GefĂ€llt mir“

Tag 4 nach dem Einpflanzen – OP geglĂŒckt, Helme ab & 4:0 fĂŒr das Schichtsystem! :trophy::seedling:

Nachdem das Licht planmĂ€ĂŸig um 13:00 Uhr anging, stand heute die große Inspektion der beiden NachzĂŒglerinnen an. Um das Ganze zeitlich einzuordnen: Zwei der Ladys (jeweils eine pro Groom) waren absolute Raketen und kamen bereits nach 48 Stunden komplett von alleine und perfekt geöffnet aus der Erde! Bei den anderen beiden musste ich heute Nachmittag ein bisschen SchĂŒtzenhilfe leisten, aber das Ergebnis ist ein voller Erfolg auf ganzer Linie. Ich wollte euch den „HelmtrĂ€ger-Krimi“ aus Groom 1 nicht vorenthalten. Wer von euch kennt diesen Moment des akuten Herzrasens nicht? :joy:

Hier seht ihr das Sorgenkind im absoluten Urzustand. Die Samenschale saß nicht nur bombenfest auf den KeimblĂ€ttern, sondern hatte sich auch noch richtig mies schrĂ€g im Light-Mix verkeilt. Die kleine Lady war komplett blockiert und hĂ€tte es ohne Hilfe niemals geschafft.

Die Operation: Mit Zahnstochern wurde die Schale vorsichtig freigelegt. Dann gab es den bewĂ€hrten fetten Wassertropfen direkt auf den Helm. Nach 15 Minuten Einweichen unter der warmen SANlight ließ sich der Helm absolut widerstandslos abziehen.

Sie sieht verstĂ€ndlicherweise noch etwas mitgenommen, blass und zerknautscht aus – aber der StĂ€ngel ist unbeschadet, extrem vital und die KeimblĂ€tter sind vollzĂ€hlig. Sie fĂ€ngt jetzt unter dem Licht schon an, das erste Chlorophyll zu bilden.

Die NachzĂŒglerin in Groom 2 hat die schwerste Arbeit im Verborgenen ĂŒbrigens ganz alleine erledigt. Die Samenschale und die silberne Innenhaut lagen bereits abgeworfen im Topf. Die KeimblĂ€tter lagen zwar noch flach, sind aber komplett frei.

Der aktuelle Setup-Status am Sonntagnachmittag:

Groom 1

Groom2

Aufgrund der Sommerhitze und der SANlights ist die RLF im Raum auf knappe 40 % gesunken. Da das bei 27 °C zu viel Austrocknungs-Sog (VPD) fĂŒr die Babys bedeutet, wurde sofort ein mechanisches Feuchtigkeits-Schutzschild installiert.Alle vier PflanzenplĂ€tze sind jetzt mit klaren Hartplastik-Bechern bestĂŒckt. Durch den Zahnstocher-Trick (Becherkragen aufgebockt auf Zahnstochern) haben sie einen perfekten 1–2 mm BelĂŒftungsschlitz. Unten zieht Sauerstoff rein, oben fĂ€ngt sich die Feuchtigkeit auf knackige 70–80 % RLF fĂŒr die MĂ€dels.

Das Wannenbeet bleibt so vor Schimmel geschĂŒtzt. Die Abluft DF16 lĂ€uft auf 20%, und ein feuchtes Handtuch wurde zusĂ€tzlich als passiver RLF-Booster ins Zelt gehĂ€ngt.

Die Govee-Hygrometer zeigen in beiden ZeltrĂ€umen absolute Traumwerte fĂŒr das Living-Soil-System:

Groom 1: Stabile 24,6 °C und 52 % RLF

Groom 2: Kuschelige 26,5 °C und 53 % RLF

Damit ist die Keimphase offiziell mit einer Erfolgsquote von 100 % beendet! Alle vier MĂ€dels stehen aufrecht im Rennen. Ab jetzt bricht die Phase der großen Gelassenheit an: Die Zelte bleiben komplett zu, die Umluft lĂ€uft flach ĂŒber den Boden, und die Gießkanne bleibt fĂŒr die nĂ€chsten 5 bis 7 Tage eisern im Schrank. Die Erde hat durch die 100–200 ml am Morgen mehr als genug Feuchtigkeit.

Am Dienstagabend gibt es den nÀchsten Kontrollblick durch das Plastik! :smiling_face_with_sunglasses::seedling:

Frage an die Community:

Wie handhabt ihr solche HelmtrĂ€ger am liebsten? Wartet ihr ab, bis die Natur es regelt, oder zĂŒckt ihr auch sofort die Zahnstocher und die „Wassertropfen-Methode“ und denkt ihr der HelmtrĂ€ger schafft es?? Schreibt mir gerne eure Erfahrungen rein – ich bin gespannt auf euer Feedback! :backhand_index_pointing_down::smiling_face_with_sunglasses:

Einen schönen Sonntag und immer highter bleiben

Dog Reaction GIF

12 „GefĂ€llt mir“

UPDATE Tag 6 nach dem Einsetzen der Seeds

High allerseits,

nach 2 Tagen Funkstille gibt es heute mal das nÀchste Update vom 6. Tag nach dem Einsetzen.

Ich habe heute Nachmittag bei drei Damen die Becher dauerhaft abgenommen. Die ersten echten gezackten BlĂ€tter wurden so breit, dass sie bald die feuchten InnenwĂ€nde der Hartplastikbecher berĂŒhrt hĂ€tten. Bevor mir da an den BlattrĂ€ndern was weggammelt oder schimmelt, kamen die Kuppeln jetzt runter.

Da die StĂ€ngel naturgemĂ€ĂŸ noch recht dĂŒnn und etwas lang im Wind standen, habe ich direkt mal ein bisschen fĂŒr die StabilitĂ€t nachgebessert:

Die Kuppeln wurden vorsichtig nach oben weggezogen.

0Ich habe mir mit einem Löffel etwas von der noch unberĂŒhrten, trockenen Erde ganz außen vom oberen Topfrand nach innen geschoben. Daraus habe ich um die StĂ€ngel jeweils einen kleinen Kegel gebaut, der jetzt bis kurz unter die KeimblĂ€tter reicht. Das stabilisiert die Ladys gegen den Luftstrom und regt unter der Erde die Bildung von Seitenwurzeln an.

Da die herangeschobene Erde staubtrocken war, habe ich jeden Erdkegel ganz langsam mit 150 bis 200 ml reinem, abgestandenem Leitungswasser angegossen, damit sie sich setzt und den Stamm fixiert.

Hier ein paar EindrĂŒcke aus den Zelten

Groom1 (:banana::blueberries::oncoming_fist:)

Die rechte Pflanze hat das AnhĂ€ufeln gut ĂŒberstanden und steht stabil im Licht. Die Blattfarbe sieht gesund aus.

Im linken Topf sitzt allerdings nach wie vor die NachzĂŒglerin, die anfangs so fies mit der Samenschale zu kĂ€mpfen hatte. Sie hat sich zwar aufgerichtet, ist aber im Vergleich zu den anderen noch ein absoluter Zwerg. Hier bleibt der Becher auf den Zahnstochern als Schutz vor dem Austrocknen definitiv noch bis mindestens Freitag drauf. Gegossen wurde dieser Topf heute gar nicht, da die Erde im Kern durch die Vorab-Aktionen noch feucht genug ist.

Das Hygrometer zeigt aktuell mollig 27,5 °C und 54 % RLF.

Groom2 (:lemon::cherries::flatbread:)

Im zweiten Zelt sind beide Pflanzen im Vergleich zu Groom 1 gut 2 bis 3 cm kĂŒrzer und kompakter geblieben. Das liegt vermutlich an den hardwareseitigen 40 % Leistung der SANlight – der Wuchs ist dadurch sehr gedrungen, was fĂŒr die spĂ€tere StabilitĂ€t aber ja nicht verkehrt ist.

Die Becher wurden hier bei beiden Pflanzen abgenommen, die StĂ€ngel entsprechend flacher angehĂ€ufelt und ebenfalls mit jeweils 150–200 ml klarem Wasser angegossen. Das Klima liegt wegen der höheren Lampenleistung bei 28,5 °C und 54 % RLF.

FĂŒr die nĂ€chsten 4 bis 5 Tage gilt erst einmal wieder ein kompletter Gieß-Stopp. Durch das punktuelle Angießen und die Restfeuchtigkeit im Kern sind die Töpfe ausreichend versorgt. Die Zelte bleiben jetzt erst mal zu. Am Freitagabend schaue ich wieder rein – dann wird entschieden, ob der Becher beim NachzĂŒgler in Groom 1 auch runter kann.

In diesem Sinne
 Immer highter bleiben! :ca_hemp_eyes: :victory_hand:

Viele GrĂŒĂŸe!

10 „GefĂ€llt mir“

:seedling: Update – Tag 11 nach dem Einsetzen der NĂŒsse | Das eigentliche Experiment beginnt :nerd_face:

Moin liebe Cannabinieris! :seedling::smiling_face_with_sunglasses:

Heute mal ein kleines Update zu meinem Wannenbeet x Schichtsystem-Experiment

Die vier Ladies entwickeln sich mittlerweile ziemlich unterschiedlich – was fĂŒr das Experiment sogar ganz interessant ist. Drei sind sauber gestartet, eine musste sich wegen eines hartnĂ€ckigen „Helms“ etwas lĂ€nger mit ihrem ersten richtigen Wachstum beschĂ€ftigen. Mittlerweile sind aber alle dabei. :grinning_face_with_smiling_eyes:

:droplet: Das Gießverhalten – bewusst etwas anders!

Ich habe die letzten Tage nicht versucht, die komplette Erdmenge gleichmĂ€ĂŸig durchzufeuchten.

Insgesamt gab es bisher nur 3 GießvorgĂ€nge mit etwa 150–200 ml pro Pflanze. Die grĂ¶ĂŸeren Pflanzen haben beim letzten Durchgang einmal ca. 300 ml bekommen.

Das ist aktuell auch genau so gewollt.

Der Gedanke dahinter:

Meine Erde besteht aus mehreren Schichten und im unteren Bereich steckt bereits ordentlich organisches Material bzw. DĂŒnger. Dort soll spĂ€ter ein aktives Bodenleben entstehen.

Organische NĂ€hrstoffe liegen zunĂ€chst nicht einfach in einer Form vor, die die junge Pflanze unmittelbar aufnehmen kann. Sie mĂŒssen durch das Bodenleben – unter anderem Bakterien und Pilze – erst mineralisiert bzw. aufgeschlossen werden.

Und dafĂŒr brauche ich zwei Dinge:

Feuchtigkeit + aktive Wurzeln.

Deshalb möchte ich am Anfang nicht einfach den kompletten Topf fluten und anschließend darauf warten, dass irgendwann die Wurzeln dort unten ankommen.

Stattdessen soll die Wurzelzone schrittweise grĂ¶ĂŸer werden.

:droplet: Wasser zunÀchst dort, wo sich die Wurzeln befinden

:seedling: Wurzeln erschließen nach und nach neuen Raum

:microbe: Bodenleben wird in diesem Bereich aktiv

:right_arrow: anschließend wird die nĂ€chste Zone interessant

Das Ganze soll also eher ein „Wurzeln dem Wasser hinterher“ als ein klassisches „Topf komplett nass und dann warten“-Prinzip werden.

NatĂŒrlich ist das kein bewĂ€hrtes Patentrezept – genau deshalb mache ich das Ganze ja. :joy:

:bullseye: Das Ziel

Ich möchte herausfinden, ob sich mit dieser Kombination aus Wannenbeet + Schichtsystem + gezieltem anfĂ€nglichem Gießverhalten ein sehr aktives Wurzel- und Bodenleben aufbauen lĂ€sst, ohne die jungen Pflanzen am Anfang mit einem komplett durchfeuchteten und gleichzeitig noch kaum erschlossenen Substratvolumen zu konfrontieren.

SpĂ€ter, wenn die Pflanzen deutlich mehr Wurzelmasse haben, wird natĂŒrlich auch entsprechend mehr Wasser benötigt.

Aktuell geht es aber erstmal darum, die Wurzeln dazu zu bringen, möglichst schnell und kontrolliert ihren neuen Lebensraum zu erschließen.:seedling:

Die Pflanzen sehen bisher jedenfalls zufrieden aus – und genau das wollte ich sehen.

Jetzt heißt es beobachten, nicht stĂ€ndig dran herumfummeln und schauen, ob die Theorie auch in der Praxis funktioniert. :smiling_face_with_sunglasses:

Das ist kein Konzept – das ist ein Experiment. :nerd_face:

Fortsetzung folgt
 und immer highter bleiben :ca_hempy:

To Be Continued GIF by The Bachelor Australia

11 „GefĂ€llt mir“

:seedling: **Update – Tag 13 nach dem Einsetzen | Zwei Grooms, zwei Bedingungen - noch**

Liebe Growmeinde,

Heute mal wieder ein kleines Update aus meinem Experiment. :nerd_face:

Was auf den Bildern direkt auffĂ€llt: Seit dem letzten Update vor zwei Tagen haben die MĂ€dels einen richtig heftigen Wachstumsschub hingelegt. Vor allem die grĂ¶ĂŸeren Pflanzen haben innerhalb kĂŒrzester Zeit deutlich an Blattmasse und Struktur zugelegt. Genau auf diesen Punkt habe ich gewartet – langsam wird aus den kleinen Keimlingen ein richtiger Bestand.

Interessant bleibt dabei der direkte Vergleich:

:small_blue_diamond: **Groom 1:** 20 % Lichtleistung bei ca. 40 cm Abstand. Hier sieht man aktuell den deutlichsten Unterschied zwischen den beiden Pflanzen. Die kleinere ist gleichzeitig unsere bekannte HelmtrĂ€gerin, die ohnehin 3–4 Tage spĂ€ter aus dem Boden kam. DafĂŒr hat sie sich inzwischen wirklich erstaunlich gut erholt.

:small_blue_diamond: **Groom 2:** unter 40 % Lichtleistung bei ca. 55–60 cm Abstand. Hier entwickeln sich beide momentan deutlich homogener.

Beim Gießen verfolge ich aktuell ganz bewusst einen eher zurĂŒckhaltenden Ansatz. Ich lasse die obersten ca. 5 cm des Substrats zunĂ€chst deutlich abtrocknen, bevor wieder gegossen wird. Nicht um die Pflanzen unnötig trocken zu halten, sondern damit sich das Wurzelwerk aktiv weiter in das vorhandene Bodenvolumen orientiert und nach Wasser sucht, anstatt dauerhaft nur im bereits feuchten Bereich zu bleiben.

Gerade bei meinem Aufbau mit dem relativ großen Bodenvolumen möchte ich beobachten, wie schnell sich die Wurzeln dadurch tatsĂ€chlich im gesamten Substrat etablieren. Gleichzeitig beobachte ich natĂŒrlich weiterhin Pflanzenbild, Topfgewicht und Restfeuchte – die Pflanze gibt letztendlich vor, wann wieder Wasser benötigt wird.

Ich bin sehr gespannt, wie stark sich die anfĂ€nglichen Unterschiede in den nĂ€chsten 1–2 Wochen ĂŒberhaupt noch bemerkbar machen. Meine Vermutung: Bei entsprechendem Wachstum wird man den verspĂ€teten Start der kleinen Dame irgendwann kaum noch sehen.

Der eigentliche Versuch beginnt fĂŒr mich jetzt eigentlich erst richtig: Wie entwickelt sich das Wurzelsystem in diesem großen Bodenvolumen und wie unterschiedlich reagieren die beiden Grooms auf ihre jeweiligen Bedingungen?

Bisher bin ich jedenfalls ziemlich zufrieden. Und ich gebe zu: Ich bin mittlerweile mindestens genauso gespannt wie ihr, wo das Ganze am Ende landet. :thinking::seedling:

Experiment lÀuft. :nerd_face:

Muss los
 und immer highter bleiben :ca_giggle_joint:

Homer Simpson Goodbye GIF by NTE GrĂžntforsprang

13 „GefĂ€llt mir“

:seedling: Update – Jetzt wird’s langsam interessant :nerd_face:

So, mal wieder ein kleines Update aus den beiden Grooms.

Der Wachstumsschub der letzten Tage ist wirklich heftig. :flushed_face: Wenn man die aktuellen Bilder mit denen von vor wenigen Tagen vergleicht, haben die Ladys ordentlich an GrĂ¶ĂŸe und Blattmasse zugelegt. Jetzt geht’s richtig los. :seedling::fire:

Groom 2 :lemon::cherries::flatbread: entwickelt sich weiterhin ziemlich gleichmĂ€ĂŸig. Beide Pflanzen sind inzwischen schön kompakt und zeigen ordentlich neues Wachstum.

Groom 1 :banana::blueberries::oncoming_fist: bleibt dagegen der interessante Vergleich: Rechts die deutlich weiter entwickelte Lady und links unsere ehemalige HelmtrĂ€gerin, die mehrere Tage spĂ€ter gestartet ist. Der GrĂ¶ĂŸenunterschied ist weiterhin offensichtlich – gleichzeitig entwickelt sie sich aber kontinuierlich weiter und sieht absolut vital aus.

:droplet: Der Wasserverbrauch zieht an

Die großen Ladys waren heute bereits nach 2 Tagen wieder echt durstig und die Erde war bis auf ĂŒber 5cm Tiefe trocken. Deshalb gab es heute nochmal:

:seedling: grĂ¶ĂŸere Pflanzen: ca. 400 ml

:seedling: NachzĂŒglerin: ca. 300 ml

Dabei habe ich den bisherigen Gießring leicht erweitert, um den bewĂ€sserten Bereich mit dem zunehmenden Wurzelwachstum ebenfalls etwas nach außen zu verlagern.

Da die OberflĂ€che inzwischen durch das konsequente Antrocknen schon fast etwas hydrophob geworden war, habe ich das Substrat vor dem eigentlichen Gießen zunĂ€chst mit einer SprĂŒhflasche leicht angefeuchtet.

Danach wurde wieder in mehreren kleinen Etappen gegossen, sodass das Wasser langsam aufgenommen werden konnte, anstatt einfach durch die zunÀchst schlecht benetzbare OberflÀche zu laufen.

Weiterhin achte ich darauf, dass die obersten ca. 5 cm des Substrats ordentlich abtrocknen, bevor wieder Wasser nachkommt.

Der Gedanke dahinter bleibt derselbe: Die Wurzeln sollen nicht permanent direkt am Stamm in einem feuchten Bereich sitzen, sondern sich aktiv in den verfĂŒgbaren Topfraum ausbreiten und dem Wasser entgegenwachsen.

Und jetzt wird es langsam besonders interessant, denn mit zunehmender Blattmasse steigt natĂŒrlich auch der Wasserverbrauch. Die Pflanzen zeigen uns damit ziemlich direkt, wann ihr Wurzelsystem und ihre Transpiration anfangen, richtig Fahrt aufzunehmen.

Bisher bin ich mit der Entwicklung jedenfalls sehr zufrieden.

Das Experiment bleibt spannend. :nerd_face:

Habt ein fantastisches Wochenende und immer highter bleiben :ca_hempy: :ca_giggle_joint: :victory_hand:

Friday Weekend GIF

10 „GefĂ€llt mir“

Update – 18 Tage nach dem Einbringen der NĂŒsse - Der Wetter-Krimi & der Vegi-Turbo

High liebe Growmies und Growmienen

kleines Update zum Ende des Wochenendes. Die MĂ€dels stehen kurz vor der echten Wachstumsphase und legen massiv an Zahn zu.

Der Wetter-Krimi im Keller :cloud_with_rain:

Das Regenwetter hat die Kellerluft zeitweise auf 75 % RLF hochgejagt. Die Folge heute Morgen: Ein Transpirationsstopp! Da der Wasserkreislauf in den BlĂ€ttern stockte, stieg der Zelldruck massiv an. Die FĂ€cherblĂ€tter wurden so schwer, dass sie ordentlich durchhingen. Nach Erhöhung der Abluft auf 25 % rutschte der VPD-Wert sofort zurĂŒck in den Sweetspot. Jetzt stehen alle BlĂ€tter wieder kerzengerade.

Groom 1 :banana::blueberries::oncoming_fist: Stabil bei 26,3 °C und 61 % RLF. Die große rechte Lady schiebt bereits die 5. Nodie nach. Eine absolute Wuchtprumme! Auch die kleine NachzĂŒglerin links legt ein brutales Tempo vor und formiert im Herzen fleißig ihre fĂŒnf Finger.

Groom 2 :lemon::cherries::flatbread:

Kuschelige 29,2 °C bei 50 % RLF. HandtĂŒcher und Wasserschale sind komplett raus. Da die Lampen durch den Wachstumssprint auf 56 cm herangewachsen waren, zeigten die BlattrĂ€nder leichtes kahnförmiges Aufwölben (leichten Licht- und WĂ€rmestress). Nach der Korrektur auf 60 cm Abstand legten sich die Spitzen sofort wieder flach. Die Symmetrie ist der Wahnsinn.

Das Gieß-Update :droplet:

Der Zwerg (Groom 1 links) bekam heute Abend 250–300 ml im Kreis. Morgen herrscht bei ihr Gieß-Stopp.

Die 3 großen MĂ€dels starten mit der 5. Nodie den Vegi-Turbo. Deshalb fahren wir morgen Abend die SĂ€ttigung das erste Mal hoch. Jede der drei Großen bekommt 600 bis 700 ml abgestandenes Wasser.

Die Taktik fĂŒr morgen ist die Erde wieder per DrucksprĂŒher angefeuchtet wird (Schwamm-Modus). Dann wird das Wasser flĂ€chig ĂŒber die fast gesamte OberflĂ€che gegossen – nur die Ă€ußersten 2 cm am Plastikrand sparen ich aus, um einen ungenutzten Bypass-Drain zu verhindern. Komplett durchgeflutet wird noch nicht, damit das untere Topfdrittel sauerstoffreich bleibt.

In diesem Sinne immer highter bleiben! :ca_giggle_joint: :victory_hand:und einen guten Start in die Woche

8 „GefĂ€llt mir“

Jetzt muss ich mal blöd was fragen.. :thinking::blush:

Bei den 14 Liter Töpfen, der zusÀtzlichen Wanne und dem aktuellen Giesverhalten von aktuell 500 bis 700 ml, hast du keine Sorge das dir bei dem Klima alles zu hydrophob wird? Es zum spÀteren Zeitpunkt nicht mehr oder zumindest nur noch teilweise durchwÀssert und das bodenleben aktiviert werden kann?

Ich hĂ€tte Bedenken das dies genau das Gegenteil bewirkt, da ja in der Tiefe nichts ist außer furztrocken wo die Wurzeln entgegenwachsen könnten.

Und die Wurzeln mMn ja nicht immer stops einlegen und warten bis die nÀchste Zone des substrates und der wanne freigegeben wird durch deine BewÀsserung.

Die Frage hat mich jetzt zu lange geplagt, jetzt musste sie einfach raus.. :sweat_smile::victory_hand:t3:

4 „GefĂ€llt mir“

Hi @BRIu,

erstmal danke fĂŒr die richtig starke Frage! Absolut berechtigter Einwand und genau wegen solcher Diskussionen macht das Experiment hier im Forum ja erst so richtig Bock. :handshake:

In einem klassischen, rein mineralischen Anbau auf Torf hĂ€ttest du mit den Bedenken zu 100 % recht: LĂ€sst man Torf einmal komplett staubtrocken werden, schrumpft er, wird hydrophob und man gießt spĂ€ter nur noch TrockenkanĂ€le an den TopfrĂ€ndern vorbei, wĂ€hrend das Innere staubtrocken bleibt.

Bei diesem organischen Living-Soil-Schichtsystem lÀuft das im Verborgenen aber physikalisch und biologisch ein bisschen anders ab. Hier mal meine Gedanken dazu, warum das System nicht austrocknet:

1. Es herrscht keine WĂŒste in der Tiefe (Kapillar-Feuchtigkeit) Auch wenn die Oberschicht und die RĂ€nder des Beetes oberflĂ€chlich furztrocken wirken: In einem geschlossenen Zelt mit ~60% RLF verdunstet das Wasser aus den Töpfen nach unten und zu den Seiten. Das Wasser stoppt beim Gießen nicht abrupt bei 5 cm. Es zieht als feine Feuchtigkeitsfront (Kapillarwirkung) nach unten durch. In der Tiefe herrscht also keine Sahara, sondern eine klamme Restfeuchte. Das reicht der Pfahlwurzel völlig aus. Wurzeln wachsen ohnehin nicht gerne in klatschnasses Substrat (Sauerstoffmangel), sondern sie suchen genau diese feuchten Zonen.

2. Der „SprĂŒher-Trick“ bricht die Hydrophobie

Trockener Torf blockiert im ersten Moment Wasser – absolut richtig. Genau deshalb nutze ich vor jedem Gießvorgang den DrucksprĂŒher, um die OberflĂ€che komplett vorzunĂ€ssen. Das bricht die OberflĂ€chenspannung des Light-Mix komplett. Wenn ich danach die 600–700 ml in kleinen Etappen flĂ€chig gebe, schaltet die Erde sofort auf „Schwamm-Modus“ um und saugt das Wasser gleichmĂ€ĂŸig horizontal auf, statt es einfach durchrauschen zu lassen.

3. Wurzeln machen keine Pausen – sie verzweigen sich! Die Wurzeln „warten“ nicht, bis ich die nĂ€chste Zone freigebe. Die dicke Pfahlwurzel (der Sucher) ist schĂ€tzungsweise lĂ€ngst am offenen Topfboden angekommen und dockt in der feuchten ErdsĂ€ule direkt darunter an. Da im restlichen Wannenbeet aber aktuell noch kein Wasser sitzt, signalisiert die Pflanze nach oben: „Unten stabil, jetzt massiv Seitenwurzeln im Topf bilden!“ Durch das kontrollierte Erhöhen der SĂ€ttigung (ab heute flĂ€chig 700 ml) fĂŒttere ich jetzt genau diese Seitenwurzeln in der Breite des Topfes, damit der Ballen von innen heraus komplett erschlossen wird.

4. Das große Finale: Die Aktivierung des Living Soil :microbe::rocket:

Das Bodenleben (Bactrex-Bakterien und Mykorrhiza-Pilze) im unteren Drittel schlĂ€ft aktuell nur durch die geringere Feuchtigkeit – es stirbt nicht ab. In ca. einer Woche, wenn die Töpfe aufgefĂŒllt werden und das erste Mal die vollen 3 bis 3,5 Liter Zauberwasser von oben nach unten komplett durchgeflutet werden, aktivieren wir das Mikrobiom schlagartig im gesamten System. Da die Erde im Kern nie „totgetrocknet“ war, explodieren die Mikroorganismen innerhalb von Stunden. Genau dann, wenn die Pflanze den brutalen Hunger fĂŒr den Vegi-Stretch entwickelt.

Es ist also kein „Austrocknenlassen“, sondern ein gezieltes Wurzel-Coaching, damit die Pflanze erst den Topf mit einem dichten Netz ausfĂŒllt, bevor das gesamte System unter Wasser gesetzt wird.

Ich hoffe, das macht die Logik dahinter ein bisschen transparenter! Bin selbst gespannt, ob die Praxis der Theorie weiterhin recht gibt. :wink:

Immer highter bleiben :ca_hempy:

2 „GefĂ€llt mir“

Ja interessante These, entspricht genau dem, was ich hier im Forum gelesen habe was man nicht machen „soll“ :sweat_smile:.
Was ich nicht gelesen habe: Du giesst die beiden 60er ja gleich mit diesen Etappen, gibts ne Kontrollgruppe, welche so nach standard 1/3 Regel gegossen wird/wurde? Oder vergleichst du mit nem alten Bericht/Fotos von dir oder einfach aus Erfahrung/Erinnerungswerten? Stell ich mir relativ schwierig vor das zu beurteilen wenn man mit Samen hochzieht und du da x Phenos in y Samen hast.
Wie auch immer, ich steh auf jegliche Experimente mit den kleinen Scheisserchen

Homer Watching GIF

1 „GefĂ€llt mir“

Ja, genau das ist der Punkt, an dem das Ganze wissenschaftlich natĂŒrlich ziemlich schnell an seine Grenzen kommt. :grinning_face_with_smiling_eyes: Eine echte Kontrollgruppe im Sinne von „gleiche Genetik, gleiche Bedingungen, nur einmal meine Etappengießmethode und einmal 1/3-Regel“ habe ich leider nicht.

Beide Grooms werden aktuell nach demselben Prinzip gegossen, deshalb ist das kein sauberer Vergleich der BewÀsserungsmethoden. Was ich vergleichen kann, sind meine bisherigen Runs und vor allem die Entwicklung innerhalb dieses Runs. Wobei ich da wegen unterschiedlicher Phenos, Keimzeitpunkten und jetzt zusÀtzlich der unterschiedlichen LichtintensitÀt sehr vorsichtig mit irgendwelchen KausalitÀten bin.

Die teilweise extrem unterschiedlichen Pflanzen trotz identischem Substrat und grundsĂ€tzlich identischem Gießverhalten zeigen mir aber gerade, wie viel Genetik bzw. PhĂ€notyp da mit reinspielt. Die kleine NachzĂŒglerin ist dafĂŒr eigentlich ein schönes Beispiel. Sie war mehrere Tage spĂ€ter dran und hat diesen RĂŒckstand inzwischen erstaunlich gut aufgeholt.

Meine eigentliche Hypothese ist deshalb auch nicht „die 1/3-Regel ist falsch“, sondern eher: Bei einem noch kleinen Wurzelsystem möchte ich durch kleinere, gezielt platzierte Wassergaben und entsprechende Drybacks verhindern, dass ein großer Teil des Substrats dauerhaft feucht bleibt. Die Wurzeln sollen dem Wasser quasi hinterherwachsen und den Topf nach und nach erschließen.

DafĂŒr gibt es zumindest pflanzenphysiologisch durchaus einen plausiblen Ansatz – kontrollierte Trocken-/BewĂ€sserungszyklen bzw. partielles Austrocknen der Wurzelzone werden in der Pflanzenforschung durchaus untersucht.

Ob meine konkrete Umsetzung bei diesen Pflanzen tatsÀchlich einen Vorteil bringt, muss sich aber erst noch zeigen. Genau deshalb dokumentiere ich das Ganze hier. :grinning_face_with_smiling_eyes:

Und wenn am Ende die 1/3-Regel genauso gut oder besser funktioniert hÀtte, habe ich immerhin 10 Seiten Growtagebuch gebraucht, um das herauszufinden. :joy:

Ich bin jedenfalls genauso gespannt wie du, wohin sich das entwickelt. Experimente machen den Grow fĂŒr mich gerade erst richtig interessant. :test_tube::seedling:

Berk Atan Lab GIF by TRT

3 „GefĂ€llt mir“

Danke das du dir die Zeit genommen hast um es so detailliert zu erklÀren. :folded_hands:t3:

Auf alle FĂ€lle bin ich gespannt was daraus wird und ob deine Theorie auch in der Praxis aufgeht.

So wie @Kakanas schon geschrieben hat, dass der Großteil des Forums und auch in anderen Bereichen, sei es Landwirtschaft oder auch Gartenbau, zur Wurzelkonditionierung das komplette Gegenteil praktiziert. Was nicht heißen mag das deine Methode nicht funktionieren mag.

Ich freue mich auf das Ergebnis, schaue gespannt weiter mit zu und werde bestimmt das ein oder andere dabei lernen. :victory_hand:t3:

3 „GefĂ€llt mir“