Update 19.05.26
So, heute ein komplettes Update zu allen Pflanzen und dem Plan, wie es nun weitergehen soll …
Zunächst erst einmal eine summarische Einschätzung: Der Mehltau scheint (vorerst?) besiegt!!! Nirgendwo sind noch Sporen zu erkennen. Damit scheint das Mehltau-Problem erst einmal vom Tisch zu sein. Das freut mich sehr!
Danke an alle, die mich mit Rat und Tat dabei unterstützt haben! Auch wenn z.B. die Akutbehandlung mit EM (wahrscheinlich) keinen Erfolg gebracht hat, bin ich dadurch nicht dümmer geworden
Ich habe dadurch gelernt, dass EM präventiv was bringen kann, sei es als Zusatz zum Gießwasser oder beim Einsprühen der Pflanzen, und dass dabei gut darauf geachtet werden muss, es nicht zu konzentriert ein- bzw. aufzubringen. Werde das zukünftig berücksichtigen.
Auch wenn ich am Ende nicht ausschließen kann, dass EM doch auch bei der Mehltaubekämpfung seine Wirkung hatte, scheint es so zu sein, dass die Behandlung mit Natronlauge nach @Shargal’s Rezept den entscheidenden Durchbruch gebracht hat. Danke, danke danke!!! Habe das Rezept in meine Liste aufgenommen, in der Hoffnung, es in Zukunft möglichst selten anwenden zu müssen
Ob ich mit dem Rezept präventiv im Gewächshaus arbeiten werde, in dem dieses Jahr ja wieder 8 Tomatenpflanzen wachsen werden, muss ich mal sehen … Ackerschachtelhalmjauche habe ich jetzt auch auf dem Schirm und werde zur gegebenen Zeit über Herstellung und Anwendung berichten …
(Nur am Rande, aber aus gegebenem Anlass, erwähne ich hier noch mal das Thema “Frischmilch” als Behandlungsmittel bei Mehltau und anderem Befall – es wird ja in der Grower-Szene immer wieder als natürliches Mittel empfohlen. Nach meinen Recherchen ist es in Deutschland ausgesprochen schwierig, Rohmilch, d.h. unpasteurisierte Milch, zu kaufen. Es gibt sie zwar hie und da (z.B. direkt vom Erzeuger), aber nur unter strengen Auflagen. Alles andere, was es in Supermärkten oder Bio-Läden zu kaufen gibt, ist pasteurisiert und damit faktisch tot!!! Wer also hofft, mittels Milchsäurebakterien durch im Handel gekaufte Frischmilch irgendwelche Pilze oder anderes Getier zu bekämpfen, hat ein völlig stumpfes Schwert in der Hand! Man kann es vielleicht mit Buttermilch oder (verdünntem) Kefir probieren – da sind in der Regel noch lebende Milchsäurekulturen drin. Aber pasteurisierte Frischmilch bringt gar nichts – das muss hier mal als Ergebnis meiner Recherchen in aller Klarheit gesagt werden! Allerdings steht auch noch der Versuch mit Rohmilch oder Buttermilch/Kefir aus. Wenn da jemand Erfahrungen mit hat, bitte gerne hier teilen …)
Jetzt zu den Pflanzen: Die haben die Behandlung mit EM und Natronlauge unterschiedlich gut weggesteckt. Am besten geht’s im Moment noch der GorillaCookies:
Abgesehen davon, dass sie vom Kälte- und Behandlungsstress – wie eigentlich alle Pflanzen – im Größenwachstum ausgebremst wurde, entwickelt sie sich ganz gut und zeigt kaum Blattschäden – anders als die anderen Autos. Über ihren vegetativen Zustand freue ich mich sehr! 
Relativ gut sieht im Moment auch noch die BahamaMama (Nr.2) aus. Sie ist halt nur recht klein …:
Etwas mitgenommener ist die BlueberryZkittles. Die Blattfarbe gefällt mir nicht. Allerdings sieht das, was neu ausgetrieben ist, gesund aus:
Ich hoffe sehr, dass sie sich berappelt.
Am stärksten lädiert ist von allen Autos die Elephant:
Deutlich sind die “Verbrennungen”, v.a. auch im der Pflanzenspitze, zu sehen, und auch im Wachstum ist sie stark gebremst. (Unter optimalen Bedingungen soll sie nach Breeder-Angaben 1,50–2,0 m werden!). Ich habe lange überlegt, ob ich heute einen neuen Samen wässere und damit noch mal neu starte. Aber ich habe mich dafür entschieden, alles erst mal so zu belassen und das Geschehen weiter zu beobachten. Ich bin neugierig, wie die Pflanzen den Kältestress bzw. die damit verbindene Wachstumsblockade sowie den Behandlungsstress “verarbeiten”, um rauszufinden, ob und was am Ende an verwertbaren Blüten noch rüber kommt. Allerdings habe ich beschlossen, den Plan insoweit abzuändern, als dass ich keine Pflanze mehr ins Gewächshaus zurück stelle, sondern sie alle Open Air lasse. Mir würde es reichen, von den Autos dieses Jahr eine Kostprobe zu kriegen, um zu wissen, wie sie wirken. Da wir sowieso nicht so viel Gras brauchen, um über’s Jahr zu kommen, setze ich meine Hoffnung auf die Riesenpflanze #1, die – nachdem die Sonne sich nun zeigt – gut an Höhenwachstum zulegt. Wenn diese Pflanze am Ende liefert, ist für mich alles gut:
Die weißen Spuren auf den Blättern sind Reste eines Vogelschisses 
Bleibt zum Schluss noch ein Blick auf die Riesenpflanze #2. Da war und bin ich neugierig, wie sie als Tochter der RP #1 und eines unbekannten Männchens sich größenmäßig entwickelt und was als Wirkung rüber kommt. Ich hatte die Pflanze ja radikal beschnitten, was ihr Wachstum sicher beeinflussen wird. Aber an der Spitze treibt sie gut wieder aus und auch da reicht mir am Ende eine Kostprobe:
Summa summarum waren die letzten 4, 5 Tage nicht nur für die Pflanzen, sondern auch für mich viel Stress. Nun ist alles wieder in ruhigerem Fahrtwasser, und die Sonne soll uns ja die nächsten Tage endlich mal verwöhnen. Ich hoffe für die Pflanzen das Beste!
Gehabt euch wohl, und schon mal an dieser Stelle euch allen ein schönes Pfingstfest!
