Hallo & Willkomm im Forum!
War ja ein ganz schön holpriger Start zurück zum growen.
Versuch in Zukunft innerhalb der neun Hauptparameter zu growen ( kann mich da immer nur wiederholen ).
Die da wären…
Oberhalb des Substrats
LICHT
Licht ist mit der wichtigste Parameter. Durch Licht kann die Pflanze Photosynthese betreiben. Die Pflanze spaltet mit Hilfe des Chlorophylls das CO2 auf und produziert so Energie/Zucker für die Pflanze und als Abfallprodukt Sauerstoff. Durch die Photosynthese kann dich die Pflanze propper Enrwickeln- heißt dicke Buds & fette Terpene- heißt super Ernte. Der Abstand zwischen Lichtquelle und Pflanzenspitze kann mittels DLI Lichtmessgeräten ermittelt werden doch für den Anfang hat sich die Abstandsregel bewährt unter Beobachtung der Pflanzenentwicklung- und Zustand. Meist haben moderne LED- Lampen auch Dimmer. So kann Abstand und Intensität auch für den Anfang reguliert werden. Beim Kauf einer LED sollte immer auf das richtige Spektrum geachtet werden, bewährt hat sich das Fullspektrum welches für Vegi und Flower ausgelegt ist. Auf günstige „Chinakracher“ oder Lilafunzeln sollte verzichtet werden- wer billig kauft, kauft meist zweimal …
Co2
Sorg für ausreichend frisch Luft, die verbrauchte Luft im Growroom zirkulieren zu lassen, wie hier vorgeschlagenen ist kontraproduktiv. Durch frische Luft sorgst du immer für genügend Co2 welches für die Photosynthese benötigt wird.
Eine gescheite Abluft samt AKF gehören zum Goldstandard und sollten 24/7 laufen. Im Idealfall kannst du die Abluftregeln und somit RLF & Temp steuern. Dazu gibt es schon Abluftventis mit entsprechenden Sensoren und Reglern oder man kann einen passenden Trafo zwischen schalten. Die Zuluft muss nicht zwingend aktiv sein. Häufig reicht es die Tür zum Growroom etwas offen zu lassen oder die Tür zum Growroom hat idealerweise im unteren Bereich ein Lüftungsgitter. Falls dein Tent jedoch sehr eng steht oder durch bauliche Gegebenheiten nicht ausreichend Frischluft zu Verfügung steht, würde ich auf eine aktive Zukunft zurück greifen. Methoden wie Co2 Begasung sind ehr etwas für Großprojekte und bedürfen diverser Tools um effektiv und sicher zu arbeiten. Auf Co2 Bags usw. welche in Growshops angeboten werden kann verzichtet werden, da sie keinen wirklichen nutzen haben und das arbeiten mit Co2 eh erst ab Temperaturen > 27,5°C lohnenswert ist.
Umluft/Wind
Im Indoorbereich werden hier in der Regel Ventilatoren benutzt. Bewährt haben sich meist zwei ,diagonal zu einander ausgerichtete Ventilatoren, wenn gewünscht auch oszillierend. In kleinen Zelten kann auch auf PC Ventilatoren zurück gegriffen werden um ausreichend Umluft zu erzeugen. Im späteren Verlauf des grows darf auch gerne ein Ventilator im unteren Bereich der Pflanzen zu geschaltet werden. So wälzt man auch die Luft unterhalb des Blätterdachs durch.
Das unwelzen der Luft ist unerlässlich, besonders in der Lichtphase. Durch das umwelzen verhindert man ein aufheizen der Blüten, Hotspots über den Pflanzenspitzen werden verhindert, die Pflanzen sind in Bewegung und erhalten dadurch mehr Stabilität und die Gefahr vor Pilzerkrankungen wie Botritis kann reduziert werden. In der Dunkelphase können die Ventilatoren auch Intermittierend laufen. So kann etwas Strom gespart werden, die Ventilatoren können „abkühlen“ und Geräusche werden in der Nacht reduziert.
Temperatur
Auch die Temperatur ist sehr wichtig. Ist es zu kalt stagniert das Pflanzenwachstum, Wasser wird nicht verbraucht und bietet somit Raum für Keime und Pilze, die Mibis gehen kaputt und das Wurzelsystem wird angeriffen. Ist es zu warm kann das die Photosynthese negativ beeinflussen, Terpene zersetzen sich und das Substrat läuft Gefahr schneller auszutrocknen und zu versalzen. Auch sind zu niedrige Temperaturen in der Dunkelphase zu vermeiden da dadurch Stoffwechselprozesse verlangsamt werden und somit die Pflanzenentwicklung. Auch sind die Stomata unterhalb der Blätter bei zu niedrigen oder zu hohen Temperaturen nicht optimal göffnet was negativ für die Transpiration ist dies wirkt sich wiederum negativ auf Wasser und Nährstofftransport aus. Zur Kontrolle der Temperatur eignen sich Thermostate welche zwischen Heitmatten geschaltet werden, zur Isolierung des Topfbodens eignen sich Schaumstoffmatten und im allgemeinen sollte der Growroom beheizbar sein. Auch können Erdthermometer dabei helfen die Temperatur in der Wurzelzone im Auge zu behalten.
Luftfeuchtigkeit
Auf die Luftfeuchtigkeit sollte beachtet werden. Grad in den ersten Tagen nach dem Keimen nehmen die kleinen Sämlinge die meiste Feuchtigkeit über die Luft auf. Da das Wurzelsystem noch nicht ausreichend entwickelt ist um genügend Wasser aufzunehmen. Auch das besprühen mit Wasser ist nicht schädlich auch bei laufendem Licht nur noch übertreiben. Im späteren Verlauf sollte die Luftfeuchtigkeit immer im Idealbereich liegen um somit eine optimale Stellung der Stomata zu gewährleisten. Dies wird durch das Einstellen des richtigen VPD’s erreicht. Diese Technik ist aber ehr etwas für später, da dass bestimmen mit ein wenig Aufwand verbunden ist. Du wirst hier im Forum häufig lesen, dass die Grower ihre RLF und Temperatur mit einer VPD Tabelle abgleichen um vermeintlich den VPD zu ermitteln, doch so „einfach“ funktioniert diese Messung leider nicht.
Zum erhöhen der RLF besonders in den ersten Phasen des grows eignen sich Luftbefeuchter und zum herunterregulieren der RLF in der zweiten Hälfte des grows und und der Endphase nimmt man Raumentfeuchter zu Hilfe. Es ist darauf zu achten, das die Geräte die RLF Bereiche regeln können.
unterhalb des Substrats
O2
Das Substrat und die Erde sollte ausreichend mit Sauerstoff versorgt und belüftet sein. Dies kann passiv oder aktiv geschehen. Passiv durch die Zugabe von z.B. Cocosubstrat in das Soil oder durch einmischen von anderen Zuschlagstoffen wie Perlite, Hydropebbles oder Vermiticulite ins Soil oder Cocosubstrat. Dadurch ist das Substrat insgesamt fluffig und Luftdurchlässig. Während des Grows empfiehlt es sich die Erde/Coco usw. regelmäsig, oberflächliche auf zu harken um ein übermässiges zusammenfallen des Substrats vorzubeugen. Aktiv kann durch Belüftungssysteme wie zum Beispiel Airdomes oder Sprudelsteine Luft ins Substrat geblasen werden und/oder durch Zugabe von Sauerstoff ins Gießwasser, hier ebenfalls durch Sprudelsteine, Umwelzpumpen oder Systeme wie der Söchting Oxydator. Meist empfiehlt sich die Oxygenierung bei Anbausystemen mit Bewässerung und Tankeinheit.
Ausreichend Sauerstoff innerhalb des Wurzelsystems fördert die Wasser- und Nährstoffaufnahme, beugt Wurzelfäule und Keimen vor und verhilft zu einer gesunden Pflanzenwachstum.
Wasser
Wasser ist Leben. Der im Wasser enthaltenen Wasserstoff und Sauerstoff sind wichtige Bausteine für die Bildung von organischer Substanzen. Wasser ist auch verantwortlich für den Zelldruck innerhalb der Blätter und Blüten und sorgt somit für Zell- & Pflanzenstabilität.
Das Wasser transportiert auch Nährstoffe und sorgt für Abkühlung der Pflanze. Beim Wasser sollte darauf geachtet werden, dass das Leitungswasser ausreichend Calcium und Magnesium enthält, der PH Wert und der Ausgangs EC Wert nicht zu hoch sind. Je nach Anbaumethode kann auch mit 100% Osmosewasser oder einer Mischung aus Osmose- und Leitungswasser gegossen werden. Manche grower mischen ihr Leitungswasser auch mit stillem Mineralwasser um dieCal/Mag Konzentration zu erhöhen und den PH Wert zu regulieren. Der PH Wert sollte bei Coco zwischen 5,5-6,2 liegen und bei Erde 6,5-7,0 wobei Erde den PH Wert auch selbstständig Puffern kann wenn dieser nicht permanent zu hoch ist.
Nährstoffe
Die Nährstoffe benötigt die Pflanze zur Umsetzung der Photosynthese. Durch Aufnahme von Dünger, Mineralien ,Vitamine etc. kann die Pflanze die Stoffe herstellen welche für die Photosynthese benötigt werden. Hat die Pflanze ausreichend Nährstoffe kann sie eine ordentliche Photosynthese betreiben und genügend Zucker produzieren welcher für die Blütenentwicklung und/oder einem Symbiont benötigt wird. Es sollten immer genügend Nährstoffe zu Verfügung gestellt werden, immer im Verhältnis zur Pflanzenentwicklung. Am wichtigsten sind Stickstoff, Kalium, Phosphor und Calcium/ Magnesium. Um die Nährstoffaufnahme zu begünstigen können diverse Pilzsporen und Bakterien ins Substrat gegeben werden. Besonders im organischem Anbau ist dies von Vorteil. So erhält man ausreichend Mikroorganismen welche für die Nährstoffumsetzung und Aufnahme unerlässlich sind. Die Mibi’s wollen aber gepflegt werden, dazu empfiehlt sich ungeschwefelte Bio Melasse welche die Mibi’s mit ausreichend Zucker versorgen und der Pflanze noch einen Cal/Mag boost geben. Auch beim Anbau mit Mineralischen Dünger kann man mit Mibi’s arbeiten doch sollte man beachte, dass mit zunehmender Düngermenge die Menge der Mibi’s abnimmt und ein nachgießen mit Sporen und Bakterien hat dann keinen positiven Effekt mehr in dieser Phase des grows. Die Wahl der Nährstoffe hängt von den Vorlieben des growers ab, es kann mineralisch oder organisch kultiviert werden. Mineralische Dünger haben den Vorteil Nährstoffmängel schneller zu beheben , organische Dünger sind meist Nachhaltiger und verträglicher für Mikroorganismen im Substrat.
Temperatur
Die Temperatur im Substrat sollte auch kontrolliert werden. Besonders wenn mit Heitmatten ohne Thermostat bei der Anzucht gearbeitet wird. Die Temperatur innerhalb der Wurzelzone sollte zwischen 21°C und 22°C liegen. Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen verhindern eine ausreichende Oxygenierung der Wurzeln, das Wachstum von Keimen wird begünstigt, die Wasseraufnahme ist behindert, Wurzelfäule ist vorprogrammiert und das Pflanzenwachstum stagniert. Über Tools für die Temperaturkontrolle steht schon weiter oben etwas.
All diese Parameter können durch die gängigen Hilfsmittel gesteuert werden.
Hier noch ein Haufen Lesestoff rund ums Thema Cannabis, sind auch ein paar Growlektüren dabei.
Stay tuned

