Nicht neu, aber interessant
Wie konnte es in Bayern nur soweit
kommen? ![]()
Eine von Homegrown Cannabis Co. in den USA durchgeführte Umfrage (veröffentlicht am 6. August 2025) unter 1.327 Cannabis-Hausbauern ergab, dass 66 % später Tomaten und andere Nahrungsmittel anbauten und Cannabis somit als „Einstiegspflanze“ in den Gartenbau darstellten.
Die Umfrage, die per Pressemitteilung veröffentlicht und von Fachmedien aufgegriffen wurde, bietet eine ironische Abwandlung des alten „Einstiegs“-Klischees, nämlich nicht in Richtung gefährlicherer Substanzen, sondern in Richtung des heimischen Gartens.
Den Ergebnissen zufolge gaben zwei Drittel der Befragten an, dass ihnen das Erlernen des Cannabisanbaus das Selbstvertrauen und die Fähigkeiten gegeben habe, mit dem Gemüseanbau zu beginnen, angefangen mit Tomaten.
Dieser technische Transfer ist keine Kleinigkeit: Der Umzug vom Innenbereich auf eine sonnige Terrasse erfordert die Anpassung der Pflanzen an das Mikroklima, die richtige Bewässerung und das Verständnis für Schädlinge. Beim Cannabisanbau lernt man außerdem, Zyklen zu planen, Protokolle zu führen und Anzeichen von Pflanzenstress zu erkennen – Werkzeuge, die den Ertrag im eigenen Garten steigern und die Gewohnheiten zum Eigenkonsum stärken.
Die Umfrage deutet auch auf generationsbedingte Nuancen hin : Der „Sprung“ von Cannabis zu Gemüse dürfte bei jungen Erwachsenen häufiger vorkommen als bei älteren Kohorten, ein Muster, das mit der Ausweitung der Rahmenbedingungen für den Freizeitkonsum in mehreren US-Bundesstaaten übereinstimmt, wo die Regulierung die Normalisierung des persönlichen Cannabisanbaus ermöglicht hat, so dass der Gartenbau nicht mehr nur ein Spezialgebiet ist, sondern für viele Menschen zu einer alltäglichen, gemeinschaftlichen und sogar therapeutischen Aktivität wird.
Quelle: El autocultivo de cannabis incita a la jardinería doméstica | Cáñamo
Und Cannabis-Blüten will er zumindest im medizinischen Bereich wohl gleich ganz verbieten:
Da kann man sich ausrechnen, was auf uns kleine Cannabis-Gärtner in den nächsten Monaten zukommt.
Hier hören sich die Aussagen von Streeck anders an. Die Zeit hinter Paywall:
ZEIT: Wie stehen Sie zur Cannabislegalisierung der Vorgängerregierung?
Streeck: Beim Thema [Cannabis] nehme ich viel Ideologie wahr – und das von beiden Seiten. Ich bekomme dazu jede Woche Dutzende Zuschriften. Einerseits regen sich die Menschen darüber auf, dass es überall nach Cannabis rieche und der Konsum gefühlt zugenommen habe. Andere wiederum argumentieren, dass Cannabis vollständig legalisiert werden müsse, damit der Konsum sicherer werde. Beides ist geprägt von persönlichen, emotionalisierten Anekdoten.
ZEIT: Was stört Sie persönlich am Gesetz?
Streeck: Wir haben ein unabhängiges wissenschaftliches Institut beauftragt, eine Evaluierung durchzuführen. Dieses soll untersuchen, wie sich durch die Teillegalisierung der Konsum und die mentale Gesundheit verändert haben, aber auch die Kriminalität und der Schwarzmarkt. Die erste Zwischenevaluation kommt im Oktober, die zweite im Frühjahr. Dann werden wir uns als Bundesregierung in Ruhe alle Daten anschauen und entscheiden, wie es weitergeht.
ZEIT: Noch mal: Wie stehen Sie persönlich zur Legalisierung?
Streeck: Erstens hat das Gesetz der Ampel Unstimmigkeiten und Lücken, zum Teil macht es auch einfach keinen Sinn. Ein Beispiel: Man darf zu Hause 50 Gramm für den Eigenbedarf haben, aber nur drei weibliche Pflanzen anbauen. Nie wurde dabei die Frage gestellt: Wie viel produziert denn eine Pflanze in einer Ernte? Insgesamt kommt man dann auf bis zu ein Kilo brauchbare Cannabisblüten. Werden die dann alle vernichtet? Dieser Teil im Gesetz ist absolut widersprüchlich.
Außerdem wurden bei der Entwicklung des Cannabisgesetzes die berechtigten Sorgen von Ärzten, Psychologen und Polizisten nicht gehört. Das muss sich ändern. Zweitens müssen wir die Trennlinie zwischen Konsumcannabis und Medizinalcannabis schärfen. Wir diskutieren hier über zwei unterschiedliche Dinge. Für Letzteres müssen die Regeln wie für alle anderen Medikamente auch gelten.
Meine Meinung dazu: abseits des Blütenverbots bei medizinal hört sich das ok an. Und die SPD hat ja noch mitzureden.
Und das mit Blüten verbieten wird viele medizinische Nutzer gegen sie aufbringen.
Auch nett: https://www.youtube.com/watch?v=Ku8Nn_DU0vU
Uralt, dieser Artikel (14 Jahre), wird aber pünktlich zur Wiesn immer wieder rausgeholt bei Firma Meta ![]()
Also ich hätt nüscht dagegen ![]()
Recht hat er. Aber wird nie passieren da die Verantwortlichen natürlich vor dem Ergebnis Schiss haben.
Naja, man kann es ja nicht wissen. Im Moment gibt es so viele gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Änderungen, dass die konservativen Parteien mit ihrer strengen Politik und Sturheit einfach nicht weiterkommen. Ich hoffe, dass sie diese Situation erkennen und ihre Politik in allen Bereichen ändern.
„Mir scheint es so, als hätte man ein Problem geschaffen, um dann zu sagen: ‚Die Legalisierung ist gescheitert‘“, sagt Fischer.
Edit:
Das Video aus dem Artikel auf YouTube:
Im Vergleich zu 2023 gab es 2025 bei 12- bis 17-Jährigen keine signifikanten Veränderungen darin, Cannabis angeboten zu bekommen, der subjektiven Verfügbarkeit und dem Cannabiskonsum im Freundes- und Bekanntenkreis. Auch hinsichtlich der Verbreitung des Cannabiskonsums unter Jugendlichen gab es keine signifikanten kurzfristigen Veränderungen.
Es wird nicht leichter für CDU/CSU.
Man wartet seit Jahr und Tag vergeblich auf die Ausrufung eines Freistaates mit Monarchie Modell damit dieser ganze bayrische ideologisch verbrämte BS nicht auch immer alle anderen in Mitleidenschaft zieht…vote #bayex jetzt.