Auf jeden Fall.
Die neuen Sorten haben auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung, aber ne schöne NL, Jack Herer oder Skunk sind auf jeden Fall den Platz in der Box wert!
Ich hatte mir von Linda Seeds die Northern Lights der Hausmarke geholt. Da kosten 5 fem Seeds 7,50€. Wollte die nur als Ersatz, wenn mal bei den anderen Seeds nicht alle Keimen… Im letzten Run hatte ich dann eine Northern Light mit drin stehen und bin sehr beeindruckt von ihrer Potenz, dem Ertrag und vom Aroma. Die war anspruchslos und hat abgeliefert. Steht den neuen Sorten in nichts nach. Außerdem sogar ganz angenehm, wenn ein Weed mal keine 23% THC hat…
Nach dieser Erfahrung möchte ich nun auch mehr Klassiker anbauen. Auf meiner Liste stehen vorerst: OG Kush (nicht ganz so alt, aber auch nicht mehr wirklich neu und unverkennbar vom Aroma), Orange Bud und Jack Herer.
Das ist halt auch ne Geschmacksfrage… Ein würziger Krautgeschmack und ein gediegenes high- Erlebnis einer alten Sorte ist dem ein oder anderen vielleicht lieber als sich gnadenlos mit Haribo- Aroma wegzuballern.
Purple Haze (auto) teste ich auf jeden Fall auch mal! Auch sonst gehen einige 20 Jahre und ältere Namen an den Start, bzw. die etwas neueren Sorten bei mir haben irgendwie old school Charakter (z.B. auto Zamaldelica). Durch die Gratisbeilagen schafft es aber wohl auch der ein oder andere neuere strain mal in den Blumentopf (z.B. Tangie auto, Cookies Haze)!
White widow soll auch mega stabil sein oder Bigbud,Purple bud ,Klar die ganzen skunk strains.
Ich als Beginner werde erstmal hauptsächlich klassiker grown weil ich einfach glaube das diese strains mehr wegstecken können .
Die Mendocino Skunk kann ich auch als stabilen strain empfehlen …ist mein erstgrow und Sie wächst und gedeiht einfach …
Ich auch, in der vorletzten, Liberty Haze is da bei mir hängen geblieben und alle Oldschool Strains von Sensi haben geliefert und stehn der Cali Kacka in nix nach dabei, Potenz wurde immer weiter optimiert und Terpis spielen ne Rolle, ganz klar…
Wahrscheinlich ist das kein universell gültiger Eindruck. Manche Landrassen, die also eine echt ursprüngliche Genetik haben, sind ja eher schwierig anzubauen. Aber ich würde auch nicht mit einer total überzüchteten Pflanze anfangen! Die Breeder müssen immer mit etwas Neuem kommen, um interessant zu bleiben, aber manchmal erfinden sie dabei das Rad neu, oder geben etwas altbewährtem nur einen neuen Anstrich. Wäre ja gar nicht nötig gewesen, aber dann kann die Marketing Abteilung einen neuen coolen Namen vergeben.
Superskunk, Northern Lights sind keine Oldschool Pflanzen, sondern nur relativ alte Hybride. NL ist eine Indica gekreuzt mit einer Sativa, Skunksorten sind Hybride aus Kolumbien, Thailand u.a., gekreuzt um die Blütezeit zu verkürzen. Die von Hendrix besungene Purple Haze gibt es nicht, bzw. machen Züchter verschiedene Versuche und benennen ihr Ergebnis dann als Purple Haze, das ist leider freie Phantasie. Purple Haze von White Label und Positronics haben garantiert gar nichts mit Purple Haze zu tun. Das, was in den 70ern als Purple Haze bezeichnet wurde war wahrscheinlich eine rot blühende Thaisorte gemixt mit anderen Genetiken, wahrscheinlich aus Kolumbien. Der Hersteller ACE bietet eine rot blühende Oldtimers Haze an, die tatsächlich Oldschool ist. Sie braucht bis zu 16 Wochen Blütezeit und wirkt nicht körperlich. Oldschool ist nicht einfach alt im Sinne von Zeitverlauf, sondern es betrifft die Wirkungsweise. Landrassen, also Wildpflanzen sind immer Oldschool. Hybride sind das Gegenstück zu Oldschool, weil sie wie eine Collage zusammengesetzt sind. Eine Eigenschaft hiervon, eine davon und am besten noch eine kurz blühende Indica dazu, damit die Pflanze schnell „fertig“ wird. Die alte Purple Haze soll „elektrisch, lysergisch“ gewirkt haben, also motivierend, aufpeitschend und psychedelisch. Solche Eigenschaften haben afrikanische Landrassen, die man bei TLT bestellen kann. Wer schnell hohe Erträge haben will, ist dort aber falsch.
Ich muss dich eben mal, mit Verlaub, korrigieren! Purple-Haze gibt oder gab es schon, nur eben nicht als Cannabisstrain sondern eine lila LSD Pille die es damals, 70’er Jahre, wirklich fett in sich hatte!
sorry, wusste nicht das bei Cannabis „Oldschool = Landrasse / Wirkungsweise“ ist… Meine Definition von Oldschool ist eher Zeitverlauf, so wie eigentlich überall…
Hast du eine weiterführende Seiten, Bücher etc… das Thema interessiert mich sehr… egal ob alte Strains oder Landrassen…
Leider muss man sich Informationen aus dem Internet „zusammenklauben“, es gibt gefühlt unzählige Kiffer, aber nur wenige, die botanisch interessiert sind und sich näher mit den Pflanzen beschäftigen, die sie rauchen. Ich muss auf meinen Händler TLT verweisen, der viel zu teuer ist, aber die geilsten Pflanzen vertreibt, die es auf dem Planeten gibt. Landrassen wohlgemerkt, auch ein paar Eigenkreationen, die ich aber nicht kenne. Die meisten Oldschool Pflanzen stammen natürlich aus den 70ern. Europäische Hippies sind nach Indien „marschiert“ und amerikanische Hippies Richtung Süden nach Mexiko, Panama, Kolumbien. Darum heißen die bekannten alten Oldschoolsorten in Europa Roter/Gelber Libanese, schwarzer Afghane, Nepalese usw. Die im indischen Großraum/Himalaya heißen sinnigerweise Indica, wirken eher beruhigend, aber es gibt in Indien auch Sativas, also aufputschendes. Die Zauberwörter im amerikanischen Raum heißen Acapulco Gold, Panama Rot, Kolumbianisch Gold,- Rot, - Schwarz, - Mangobiche, alles Sativas, die lustige psychedelische Wirkungen erzeugen. Diese Sorten sind Oldschool, weil sie weniger agressiv und auch schwächer sind als heutige Sorten, wie z.B. Diesel. Neue Züchtungen wurden mit sog. Skunk verstärkt und in ihrer Blütezeit verkürzt. Oldschool Sorten brauchen manchmal ein ganzes Jahr, um in den Tropen zu reifen, eine Diesel ist viel stärker und reift in 6- 8 Wochen. Natürlich ist das für Züchter und Dealer lukrativer.
Andere Oldschool Sorten stammen aus Afrika und Indonesien/Thailand/Laos. Diese Sorten sind oft lysergisch, d.h. sie erinnern in ihrer Wirkung an LSD, ohne aber dass der Wirkstoff mit Ergotaminen ( Mutterkorn) verwandt ist, aus denen LSD synthetisiert wird.
Eine Cannabispflanze, die mit einer anderen gekreuzt wird, neigt dazu, in ihrer Wirkung stärker zu werden, häufiges Kreuzen kann daher den THC Gehalt erhöhen. Gleichzeitig wird die Pflanze seelenloser, wie ich es nenne. Irgendwann nach der 100sten Kreuzung raucht man eine Zombiepflanze, man fühlt sich wie von einem Gaul an den Kopf getreten, man wird nicht high, sondern platt. Aber wer etwas rauchen will, dass sofort in die Birne geht, ist bei neuen Strains gut aufgehoben, gibt es ja auch.
Vielen Dank für Eure Beiträge, sehr interessant! Könnt Ihr vielleicht eine Landrasse empfehlen, die Eurer Erfahrung nach mit hiesigem Klima gut klarkommt (möglichst Sativa)?
Und noch eine Frage: Einer Landrasse Ruderalis hinzuzufügen, um sie zur Automatic zu machen, dürfte doch höchstens ihre Seele berühren, aber nicht die Wirkung groß verändern, oder?
Ruderalis bedeutet so viel wie Unkraut, also was am Wegesrand wächst und sich durchsetzt, auch unter eher schlechten Bedingungen. Zum Kiffen ist Ruderalis pur nichts dolles. Geschmacklich ok, aber wo bleibt die Wirkung, habe ich mich gefragt als ich mal welches mit anscheinend einigermaßen reifen Blüten aus Sibirien getrocknet hatte. Geerntet im Juli oder August, ein paar unreife Samen waren auch schon drin.
Wenn eine vernünftige Sorte mit Ruderalis gekreuzt wird, ergibt das also normalerweise eine Art Verdünnung ihres Potenzials. Die breeder nehmen natürlich die beste Ruderalis, die sie finden können, aber wirklich verbessern kann man einen strain damit nicht, außer eben in Bezug auf die Blühdauer.
Vor allem geben die meisten Nutzer an, die Qualität in bezug auf die Art der Wirkung und das Aroma seien etwas schlechter, auch wenn der THC Gehalt ähnlich wie bei der photo ausfallen kann.
Moroccan Beldia ist gut, anscheinend schon früh im September fertig, aber die hat eine schlanke Form. Also ein Weihnachtsbaum mit üppig „geschmückten“ Zweigen ist was anderes.
Ich empfehle auch immer gerne Durban/Durban Poison, da hängt am Ende auch viel mehr dran als an der Beldia, aber da sind wir dann schon im Oktober. Eigentlich reift sie in Deutschland immer aus, aber es kann je nach Wetterlage etwas knapp werden. Man sollte schon in der Lage sein, sie in der ersten Oktoberhälfte je nach Bedarf sofort ernten zu können (bei guerilla manchmal schwierig). Je nach Größe und Beleuchtung kann es nötig sein, sie dreimal hintereinander zu beernten.
Es wurde ja nach Oldschool gefragt nicht nach Landrassen.
Es gibt nur wenige Landrassen die sich lohnen an zu bauen da die meisten nicht sehr produktiv und potend sind, viele haben nur ein THC gehalt von 7-15%.
Bei Landrassen geht es nicht um die Produktivität oder die THC Stärke sondern nur um die „reinen“ Genetischen Eigenschafften die man beim kreuzen mitnehmen möchte wie zb. Robustheit, Geschmack, Turn, Wuchshöhe/breite, Blütezeit usw. und das wichtigste sind halt saubere Gene die mit nichts anderem vermischt wurden um Missbildungen/Gendefekte zu vermeiden.