Rezept beim Arzt bekommen

Cannabis Rezept bekommen! Und zwar leide ich momentan an Depressionen, Schlafstörungen Panikattacken und Aperitlosigkeit. Wegen letzterem habe ich Untergewicht. Habt ihr Erfahrungen wie man an ein Rezept kommt? Mir hilft es aber habe kein Überblick über die Sorte deswegen brauche ich ja das Rezept. Will ja immer das Rauchen was mir hilft. Meine Ärzte haben mir nicht zugehört und mir nur ein Antidepressiva zugeschrieben welches die Leber schlimm schädigen kann. Habt ihr Tips für mich?

Bereite dich vor. Ob du’s bei den gleichen oder bei anderen Ärzten versuchst, ist egal. Such dir Unterlagen und für einen Arzt relevante Informationen zusammen, also aus seriösen Quellen, druck sie aus und bring sie deinem Arzt in einer Mappe mit. Leg dir n paar Stichpunkte zusammen für deine „Ansprache“.

Mit der richtigen Diagnose und Vorbereitung ist es nicht schwer ein Rezept zu bekommen.

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Das zeug aus der Apotheke ist absoluter Müll im Vergleich zu anständigen homegrow glaub mir

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Das wird ein schwerer Gang, das kann ich dir versprechen. Dein Arzt wird dir, entgegen aller Hoffnungen, das Gras nicht auf Anhieb verschreiben und sagen „Das wird dir definitiv helfen“. Das wäre ja auch zu schön, wo kämen wir denn da hin?! :smiley:

Wie von @anon80919902 geschrieben, hol dir Seriöse Unterlagen, die deine These untermauern und bereite dich verdammt gut auf den Termin vor. Außerdem solltest du, um deinen Arzt platt zu machen, gleich noch deine anderen Diagnosen, welche du oben genannt hast, vorlegen. Diese Diagnosen müssen von anderen Ärzten sein, die Argumentation „Aber so steht das im Internet“ wird dein Arzt nicht gelten lassen.
Auch wird dein Arzt versuchen vorerst die konventionelle Schulmedizin durch zu drücken, ob du willst oder nicht. Erst wenn die Schulmedizinischen Themen nicht mehr greifen, wird es interessant.
Wenn dann endlich der ersehnte Tag kommt, an dem dein Arzt sagt „Ja, Herr/Freu ich gebe ihnen dieses Rezept…“, geht der Spaß erst richtig los. Willst du eine Kostenübernahme der Krankenkasse? Dann stell dich darauf ein, deinem Arzt ein schönes Zubrot zu zahlen damit er das Schreiben für die Krankenkasse zahlt. Dies ist keine Bestechung, das Geld fordern die Ärzte selbst, da dies nicht von den Krankenkassen gezahlt wird und das dein privates Vergnügen ist.

So, dein Arzt hat das Schreiben fertig gemacht und an deine Krankenkasse geschickt, tja, dennoch kann die Krankenkasse sagen „Nö, das zahlen wir nicht, weil [Hier Schwachsinnsbegründung einfügen]“ oder Sie schicken dich nochmal zu einem, von der Krankenkasse ausgewählten, Arzt der die Einordnung deines Hausarztes bestätigt oder diese ablehnen wird.

Wenn das Rezept nicht von der Krankenkasse gezahlt wird, ist das aber kein ganzer Beinbruch, mehr ein mieser Tritt gegen das Schienbein, denn den Mammut-Teil hast du bereits hinter dir. Dein Doc darf dir keinen „Blanko-Rezept“ ausstellen d.h. du gehst nicht in die Apotheke und probierst mal munter alle Sorten durch (wär ja auch zu geil). Stattdessen verschreibt er dir eine bestimmte Medizinische Sorte (Nicht wundern, die Namen dieser Sorten haben rein garnichts mit den uns bekannten Strains zu tun). Jetzt freust du dich wie Bolle, denkst dir „Geil, da nehm ich mal 10g mit“. Die Sorte passt, alles ist geil und dann der Gang an die Kasse. 10g kosten direkt mal 200€. Ja, das Gramm kostet in unseren Apotheken 20€. Meine Apotheke hat mir dazu eine herrliche Begründung abgeliefert, wo ich mir manchmal das Lachen stark verkneifen musste.

„Es handelt sich hierbei um qualitativ extrem hochwertiges Cannabis (Das lass ich mal so im Raum stehen), der Betreiber der Plantage muss auch sein Geld verdienen (Der Betreiber hockt in Kanada, Spanien oder den Niederlanden), außerdem müssen wir hier hohe Sicherheitsstandards einhalten (Einen Safe…mehr brauch die verdammte Apotheke nicht) und wir wollen schließlich auch einen kleinen Teil daran verdienen“.

Also, have fun und viel Erfolg dein Gras auf Rezept zu bekommen :slight_smile:
Es tut mir leid falls der Post äußerst ironisch und sarkastisch wirkt, aber das ist der tatsächliche Gang um Cannabis auf Rezept zu bekommen.

Ich habe meinen Arzt auf meine Beschwerden (Schlafstörung, Manisch Depressiv, erhöhtes Aggressionspotenzial, sowie Migräne und chronische Knie-/Rückenschmerzen) hingewiesen. Dieser wollte mich erstmal zu allen Fachärzten schicken, meine Migräne mit Triptanen und meine Schmerzen mit Pillen beruhigen. Als ich die Triptane abgelehnt hab und ihm gesagt habe, das die Pillen so gut wie nicht mehr bei mir wirken, hat er mir einfach härtere Tabletten verschrieben. Ich habe bis heute nicht eine dieser Tabletten und erst Recht keine Triptane genommen. Die Nebenwirkungen von Triptanen sind extrem, da gönne ich mir doch lieber Ganja vom Schwarzen Basar, da weiß ich wenigstens, das es mir keinen Herzstillstand verpassen wird.

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Ich finde ihn herrlich treffend.

Ich selbst hab mich ja nur auf den ersten Teil beschränkt und das „aber“, nach dieser Aussage

weggelassen.
Du brauchst ja auch mal was zu tun. :smile:

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Kommt drauf an ob du gestrecktes Zeug erwischt lach.

Ich glaube das halte ich gerade so noch aus :slight_smile: . Ich bin gerade mal 19 also habe mich über meine Psychologin darüber mal informiert und anscheinend ist das bei ihr ausweglos. Schade vielleicht ziehe ich doch lieber in ein anderes Land.

Ich habe zwei Anträge plus klageweg hinter mir und habs trotzdem nicht bekommen trotz eindeutiger Diagnose…
Deshalb bin ich jetzt auch hier

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Bist du mal zu Ärzten gegangen die vielleicht für Cannabis einstehen?

Das Problem bei @anon72065932 ist nicht die Verordnung durch den Arzt, sondern die Kostenübernahme durch den Versicherungsträger. Das gleiche wie bei @anon15010864 und mir. Und ca 14000 anderen Patienten in Deutschland.

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Kann man nicht nach Amsterdam fahren, dort Weed in kleinen Mengen kaufen und bei der Grenze dann den Schein für Cannabis zeigen? Hättest es ja auch schon beim Eingang mitgenommen haben xD. Oder dann halt wieder Seeds kaufen für die Sorte die du brauchst und bei einer Pflanze ist dann die Strafe bei Anbau nicht so groß glaube ich.

Ähm… Nein, wir sind hier nicht in Übersee.
Hierzulande bekommst du, wie @anon15010864 schon schrieb eine bestimmte Sorte z.b. Bedrocan21 or whatever, verschrieben und eine gewisse Dosis. Diese Sorte bekommst du dann auch, ausschließlich. Und auch nur die verschriebene Menge. Du bist verpflichtet deine Medizin in der Originalverpackung mit dir zu führen und eine Kopie des Rezeptes. Willst du mit deiner Medizin ins europäische Ausland reisen, benötigt’s du einen Schengenschein der die Ein und Ausfuhr deines medizinischen Cannabis legitimiert. Verstößt man dagegen, in egal welcher Art und Weise wird man genauso verurteilt wie ein ausschließlichler Freizeitkonsument. Ohne wenn und aber. Nach dem gefällten Urteil kann man dann allerdings natürlich in Berufung gehen, oder von vornherein auf Nothilfe plädieren. Der Erfolg sei aber dahin gestellt.

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Ich glaube, das du recht blauäugig an die ganze Sache rangehst, @Ananasgrower.
Grundsätzlich: Um Cannabis verschrieben und die Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu bekommen, mußt du nach aktueller Sachlage austherapiert sein.
Das bedeutet bei einer Depression: Ambulante und stationäre Psychotherapie, medikamentöse Intervention. Dann, wenn sonst nichts mehr hilft, gibt es Cannabis.

Ich persönlich halte die modernen Antidepressiva für einen großen Segen. In der Schulmedizin besteht aber auch weitgehend Einigkeit, das diese nur in Kombination mit Psychotherapie, insbesondere Verhaltenstherapie, einzusetzen sind.
Ich würde (und habe) jedem , insbesondere in einer akuten scheinbar aussichtslosen depressiven Episode, (ge) raten, auf solche Medikamente zurückzugreifen.
Ich glaube nicht, das Cannabis diese Medikamente und solche Therapien ersetzen kann. Im Gegenteil: es ist nach wie vor fraglich, inwieweit Cannabis nicht auch Depressionen (und auch Psychosen) auslösen kann.

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Das hab ich mir extra verkniffen. Will mich ja bessern und in erster Linie nur noch Fragen beantworten und nicht mehr belehren. Da werd ich sonst so oft, wenn auch höflich, böse. :sweat_smile:

Und bei Depressionen würd ich auch zuallererst einmal Verhaltenstherapie versuchen. Bei den Handelsüblichen Antidepressiva, die mir Mal verschrieben würden, hatte ich immer zu starke Nebenwirkungen. Aber das ist ja auch immer von Person zu Person unterschiedlich und hängt von davon ab ob man richtig eingestellt wurde.

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Man streitet sich aber auch darüber ob es Psychosen auslösen kann, oder doch eher „nur“ welche begünstigt.

Nunja, Weed auf Rezept ist aktuell noch eine schwierige Sache. Da es erst seit kurzem möglich ist, sind die Ärzte und Krankenkassen sehr stark dafür sensibilisiert und wollen einem „Kiffer“ nicht den Konsum auf Kosten der Allgemeinheit ermöglichen.
Als jemand der in die Kasse einzahlt und selber „Kiffer“ ist, sehe ich das eigentlich als richtig an.

Es ist natürlich sche*ße, wenn es in einem Krankheitsfall die bessere/verträglichere Medizin wäre. Da müssen glaube ich aber noch ein paar Jahre vergehen …

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:hugs: :smiling_face_with_three_hearts:
Tja, einer muss es ja machen. Ist aber auch nicht belehrend gemeint, sondern meine Meinung und meine persönliche Erfahrung.

Wenn jemand Krebs hat, würde ich, als Arzt, nicht als erstes Cannabis, sondern in aller Regel Chemotherapie verordenen. Dann gegen verschiedene Symptome, vielleicht Cannabis als Zusatzmedikation.

Ich glaube Konsens ist, das es Psychosen auslösen kann, wenn die Disposition/Veranlagung da ist.

Richtig ist aber auch: Wenn @Ananasgrower der Meinung ist, das Cannabis ihm hilft, warum lässt man ihn nicht einen -begleiteten- Versuch auf Kassenkosten machen. Antidepressiva und Therapien kosten ja auch reichlich.

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Mir ist bewusst, dass sich Cannabis nicht direkt auf den Serotoninspiegel auswirkt und auch kein Antidepressiva ist. Mir geht es eher um den mangelnden Appetit und die Schlaflosigkeit. Habe mich aber erkundigt und probiere es mit CBD.

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Richtig!
Mein Arzt dreht durch mit der Kasse

Ritalin war krass krank ey… :joy: :joy:

Ich weiss gar nicht mehr, was ich bekommen hab. Jedenfalls war ich von den Dingern schlimmer unterwegs als mit Anfang 20 nach nem verlängerten 7 Tage Wochenende Feierei…

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Guten Morgen, zunächst möchte ich dir http://www.cannabis-med.org/index.php?tpl=page&id=18&lng=de empfehlen. Sowie https://www.hanf-magazin.com. Es gitbt einen sehr guten Arzt Dr. Franjo Grotenhermen. Ist zu finden. Du kannst ihn anachreiben. Das beste ist mit Diagonosen im Vorfeld, dann bekommst du einen Termin . Leider nur privat. Egal. Dann hast du aber ein Rezept. Aus eigener Erfahrung kann ich nur raten nach NL zu fahren und oder sich weiter hier schlau zu lesen und selbst Hand anzulegen. Das Verfahren mit der KK ist mühsam und frustrierend. Einen Arzt zu finden ist noch schwieriger. Keiner möchte Seitenweise Stellungnahmen schreiben. Viel Glück!

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