„Auch Dietmar Wall vom Deutschen Mieterbund e.V. in Berlin bestätigt, dass sich „nach der Legalisierung von Cannabis die Rechtslage für den Mieter ändern“ wird. Das bedeute aber nicht, dass der Mieter uneingeschränkt Cannabis anbauen dürfte: „Alles, was über den Eigenverbrauch hinausgeht ist problematisch. Keinesfalls zulässig ist die vom Vermieter nicht erlaubte gewerbliche Nutzung, etwa wenn der Mieter die Pflanzen oder daraus gewonnene Produkte weitergibt oder weiterverkauft“, so Wall. Auch, wenn der Mieter ein ganzes Zimmer als Plantage einrichte, könne das nach wie vor eine Kündigung des Mietverhältnisses rechtfertigen.“
Ich glaube kaum, dass irgendjemand seine Wohnung verliert, wenn er ein Zelt bis 60x60 nutzt.
Alles andere ist sowieso für die 50 g überdimensioniert (für eine Person).
Ich glaube auch, dass die gar nicht genau wissen, wovon sie eigentlich sprechen.
Wenn man mal in den FAQs vom Gesundheitsministerium schaut, heißt es in Punkt 19 „Worauf ist beim privaten Eigenanbau zu achten?“:
„Es sind geeignete Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um das angebaute Cannabis, Cannabispflanzen und Cannabissamen vor dem Zugriff durch Kinder, Jugendliche und Dritte zu schützen. Dazu gehört, Cannabispflanzen sowie geerntetes Haschisch und Marihuana in abschließbaren Schränken oder Räumen aufbewahren. Zudem dürfen keine unzumutbaren Belästigungen und Störungen für die Nachbarschaft verursacht werden. Geruchsbelästigungen sind gegebenenfalls durch Lüftungs- oder Luftfilteranlagen zu vermeiden.“
Da wird quasi sogar der Anbau mit Lüftungs- und Luftfilteranlagen empfohlen (dh. im Zelt, logischerweise dort mit Lampe), damit sich keiner durch den Geruch gestört fühlt. Das ist doch für die Nachbarn viel weniger kritisch als wenn jemand sich drei Super Skunk auf den Balkon stellt.
Das Mietgesetz bleibt aber davon eher unberührt, natürlich können Eigenheimbesitzer so verfahren. Für Mieter bedeutet es im Zweifel, dass trotz Gesetzesänderung letzlich noch immer der Vermieter derjenige sein kann, der einem in die Quere und für Ärger sorgen kann.
Ja; Ärger kann der Vermieter natürlich machen, wenn es ihm rein aus ideologischen Gründen nicht gefällt.
Aber solange du die Wohnung nicht beschädigst, nichts Illegales dort treibst, keine Nachbarn damit belästigst, gibt es halt keinen legitimen Kündigungsgrund meiner Ansicht nach.
Natürlich könnte der Vermieter, bevor er eine Wohnung vermietet, darauf hinweisen, dass er das nicht wünscht - gibt ja auch welche, die nur an Nichtraucher vermieten wollen.
Und genau da wird für viele das Problem bestehen, einen Nachbarn finden der sich in einer Wohnanlage von dir gestört fühlt, denke ich ist furchtbar einfach für einen Vermieter.
Der eine Vermieter hat so argumentiert, wenn in dem Komplex Drogen angebaut werden ist das unverantwortlich gegenüber den Kindern und Jugendlichen. Der Marktwert würde sinken weil wer will schon mit Junkies als Nachbarn leben. *gg ich musste mich echt zamreissen mich nicht in das Gespräch einzumischen.
Der schmeißt seine Mieter hoffenltich auch raus, wenn sie eine Flasche Bier im Kühlschrank haben. Schließlich geht es um die Kinder!111!!!
Mal abgesehen davon: Jeder, der irgendwelche Wehwehchen hat (jetzt mal so salopp gesagt), kann früher oder später einen Telemediziner finden, der ihm Cannabis auf Privatrezept verschreibt. Will man dann einem Cannabis Patienten auch verbieten, seine Medizin einzunehmen, weil es möglicherweise danach riecht? Das wird halt einfach nicht funktionieren.
Und wenn die 50 g legal sind, kann man auch nicht mehr mit diesem „illegale Drogen“ argumentieren.
PS: Ich weiß schon, dass es Leute mit massiven gesundheitlichen Problemen gibt, die Cannabis dringend benötigen. Möchte hier niemanden triggern. Es ist nur mittlerweile eben nicht mehr sonderlich schwierig, an ein Rezept zu kommen.
" Vermieter: Kündigung wegen Zahlungsverzugs und Anbaus, Konsums und Handels mit Haschisch
Bei einer Hausdurchsuchung durch die Polizei einen Monat später wurden auf dem Balkon der betreffenden Wohnung Hanfpflanzen sichergestellt. Der Vermieter nahm dies zum Anlass, eine erneute Kündigung auszusprechen. Neben dem Vorwurf, die Mieter seien wiederholten Zahlungsaufforderungen nicht gefolgt, forderte er jetzt auch wegen des Hanfanbaus sowie Konsums beziehungsweise Handels mit Haschisch die Räumung und Herausgabe der Wohnung.
[…]
Hanfanbau gilt nicht als berechtigte Begründung für Kündigung des Mietverhältnisses
Auch der Vorwurf des Hanfanbaus begründe weder die Unzumutbarkeit der Mietvertragsfortsetzung im Sinne von § 543 Abs. 1 BGB, noch ein berechtigtes Interesse an fristgemäßer Kündigung im Sinne von § 573 Abs. 1 BGB (vgl. Illegale Cannabisplantage: Cannabispflanzen als Kündigungsgrund für Wohnungsmietverhältnis (Landgericht Ravensburg, Urteil v. 06.09.2001 - 4 S 127/01 -)). Das Verhalten der Mieter erscheine nach Auffassung des Gerichts nicht so schwerwiegend, dass eine Kündigung angemessen sei. Auch die erfolgte Einstellung des Strafverfahrens gegen eine geringe Geldbuße von nur 100 Euro zeige, dass das Vergehen kein strafrechtlich schwerwiegendes Verhalten darstelle."
…
Wenn die 3 Pflanzen erst legal sind, wird das erst recht nicht reichen, das als Kündigungsgrund anzuführen.
Sowieso nicht. Aber wer in Ballungszentren lebt, der weiß ja, wie genau es Vermieter mit der Rechtstreue nehmen. Aber wie Mimo schon korrekt schreibt: SCHON JETZT ist Gras anbauen kein Kündigungsgrund fürs Mietverhältnis. Und ab der Entkriminalisierung schon erst recht nicht mehr. Da kann sich dein Vermieter auf den Kopf stellen und mit den Füßen wackeln.
Das könnte den unterschied ausmachen, bisher gehen Gerichte auch eher immer von einem schadhaften Klima für die Bausubstanz aus, so mein persönlicher Eindruck.
Das Argument ließe sich ja mit einem anständigen Abluftmanagement aushebeln.
Z.B. einen Entlüftungskamin aufs Dach setzen, o.ä.
Da ich selbst Mieter bin scheidet das allerdings in meinem Fall aus, da ich nicht die gesamte Eigentümergemeinschaft aufscheuchen will mit dem Wunsch einen extra Entlüftungskamin aufs Dach zu setzen für meine… Monoblock-Klimaanlage…
Das Argument würde ich gelten lassen, wenn jemand kein Growzelt nutzt, sondern den ganzen Raum mit Pflanzen vollstopft und die nackten Wände drumherum hat - also den Raum quasi als Gewächshaus nutzt.
Im Rahmen der Teil-Legalisierung und bei Verwendung eines z.B. 60x60 Zeltes wird es da aber sicherlich keine Bedenken geben.
Es gibt auch Leute, die reichlich Zimmerpflanzen in der Wohnung haben - will man das denen dann auch verbieten?
Eben. Ich seh nicht, wo 3 Pflanzen in nem Zelt mit Filter und mit einer Funzel, die auch nicht mehr verbraucht als Kühlschrank + PC die Wohnung oder die Nachbarn nun in irgendeiner Form belasten. Ich seh auch nicht, wo irgendein Richter das so sehen könnte. Da wär ich echt maximal entspannt. Mieter haben zum Glück auch Rechte.
Vielleicht geht es eher um die hohe Feuchtigkeit gepaart mit Strom. Das Zelte abfackeln ließt man immer wieder. Muß ja auch Versicherungstechnisch klappen.
Und nicht jeder hat die Möglichkeit die Luft aus der Wohnung zu leiten.
Bei jedweder Geruchsbelästigung kann es bis zu Kündigung kommen. Oder wenn der Mieter weiter unten auf dem Balkon pafft und die Schwaden darüber in das nächste Kinderzimmer ziehen.
Der Geruch beim trimmen ist auch heftig.
Ist halt nicht für jedermann erträglich.
Ein Kumpel hatte mal eine Psychose vom kiffen. Man braucht bei dem nur ein Tütchen in 1 m Entfernung öffnen. Beim kleinsten Geruch fängt der an zu schwitzen, kriegt Panik und muß raus.
ja, ja… das werden dann sicher in naher zukunft die gerichte den vermietern sagen, dass sie das gar nicht verbieten dürfen. solange die nachbarn nicht geräuchert werden und auch sonst keine belästigung statfindet u8nd die gesetze eingehalten werden, werden die vermietr nix dagegen machen können. auch ein aquarium oder terrarium kann nicht grundsätzlich verboten werden.
Genauso wird es ablaufen…Wenn die einen verdacht haben der nur ein gefühl ist können sie mit der nötigen rückenpower das durchziehen ,deswegen wird es bei der legalisierung abhängig sein von Bundesland, region ,einstellung der cops zu canabis …Lebst du zb in Bayern würde ich keinen club beitreten weil mir die gefahr einfach zu hoch wäre das sie irgendwann mal bei mir vorbeischauen nur weil ich gelistet bin in irgendeinen club…in Berlin sieht es wieder ganz anders aus und dort sind andere probleme…
Man kann sowieso sagen dort wo es am kriminalsten zugeht …Großstädte ausgenommen München…werden die sich nicht auf ein paar grower spezialisieren, wiederum in Bayern haben sie ja langeweile und sowieso ist alles gift…
Das beste ist immer falls du kein aktivist bist unterm radar bleiben.Auch wenn ich mir eine offenere canabiskultur austausch toleranz normalität wünsche wird das noch mind.10 -20 Jahre dauern…
Hoffen wir mal, dass sich die ganze Situation entspannt.
Das ist auch eine Aufgabe der Gesamtgesellschaft.
Viele haben von Cannabis keine Ahnung und sehen das als „gefährliche Droge“ und machen da keinen Unterschied zu Crack oder Heroin.
Diese Leute werden sehen, dass auch nach der Legalisierung keine Zombie Apokalypse ausbricht und das alles dann hoffentlich etwas gelassener sehen - und eben auch nicht gleich nach der Polizei schreien, wenn es mal irgendwo nach Gras riecht.
So ist es.
Die Stigmatisierung der „Kiffer“ muss auch weg.
Das funktioniert nur über Aufklärung.
Wir brauchen vernünftige, „vorzeigbare“ Leute in Talksendungen, die über Cannabis aufklären.
Und natürlich hilft es auch, wenn ehrenwerte Mitbürger, denen man es vorher nie zugetraut hätte, sich irgendwann aus dem Versteck wagen und zu ihrem Konsum stehen.
Die Regierung hat hier auch Nachholbedarf.
So eine Kampagne, in der Kiffer so dargestellt werden, dass sie zu blöd dafür sind, eine Suppe mit dem Löffel statt einer Gabel zu essen, befeuert nur die Stigmatisierung, als dass es einer sachlichen Aufklärung dient.
Unten Rechts, sonst wäre ich nicht hier auf dem Board unterwegs
Die Disskusion mit Wohnung und den anderen Aspekten bringen niemanden weiter.
Da alles von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich behandelt wird.
Darüber wird halt die Justiz , leider, am Ende entscheiden müssen.
Es ändert sich unter dem Strich , wie auch schon x mal gesagt für die meisten aktuellen grower nichts.
Nur die Chance das die Polizei kommt ist geringer.