Ja, nun, ich bin mir nicht mehr so sicher ob das mit dem blau/rot Verhältnis entscheidend ist. Ich fahre gerade vegi unter 3500k und Wachstum ist sehr kompakt.
Nach meiner Recherche entsteht das Hormon-Signal für 'Ich liege hier unter Schatten, und muss mich deswegen strecken" wenn im Verhältnis zwischen dem Rot (660nm) und Fern-Rot (~730nm) Anteil des Spektrums zuviel Fern-Rot vorliegt.
Die LED-Lampen Hersteller, die Fern-Rot Dioden verbauen setzen deren Intensität deutlich Niedriger als deren vom 660nm Rot Frequenzband.
Ob das nun alles 100% stimmt was ich so schrieb, weiß ich nicht.
Ich neige mittlerweile zur Meinung, dass die HPS Lampen aus den '80ger und '90ger Jahren (mit ihren hohem Fern-Rot und Infrarot anteilen) zur altbekannten Binsenweisheit führten, daß ‚mehr Rotanteil weniger-kompakte Jungpflanzen ergibt‘. Die Spektren von den LEDs sind dagegen ganz anders, und ich weiß nicht, ob die 3000-3500k LEDs wirklich zu weniger-kompaktes Wachstum als die 5000k oder Horticulture-LEDs führen.
Zu den LED Röhren naja – man bedenke dem breiten Abstrahlwinkel und die fehlende Reflektoren… Dazu so bedenke Effizienz-Werte wie z.b 1.78 umol/j… schon sind wir mehr als eine Generation zurück vom heutigen Stand der Technik. Zudem haben diese ‚industrie‘ LED-Röhren keine modernen 660nm Dioden mit ihren stromsparenden 4+umol/j.
Wenn ich mir die Kosten überlege: leuchtet die Lampe 18std am Tag über 1 Jahr, sind das insg. 6048 Stunden. Bei 40cent/kwh zieht die Alternative mit 1.78umol/j und 48 Watt, satte 116 Euro aus meiner Tasche, wogegen die 2.4umol/j, 36 Watt variante nur 87€ oder 29€ weniger Kostenärger durch Politstrom verursacht. Nach 8 Jahren und einer 50tsd Stunden Laufzeit machen das 232€.
Eine Beleuchtungs-Lösung auf Basis von handlesüblichen normgrößen wie T8 bietet schon Vorteile, darunter ein niedriger Anschaffungspreis, und Flexibilität in der Anschaffung, Gestaltung, Instandhaltung, Wiederverwertbarkeit.
Hoffe das war halbwegs verständlich.
Ich weiß nicht wofür ich mich entscheiden werde