SAMMELTHEMA: Legalisierung im Jahr 2024 ! (Teil 3)

GrundsĂ€tzlich finde ich es gut, wenn es Eltern gibt, die tatsĂ€chlich ihre Rolle als Erziehungsberechtigte auch wahrnehmen und mit ihren Kindern darĂŒber sprechen.
WĂ€re natĂŒrlich schön, wenn die sich selbst ein bisschen auskennen und nicht so einen Blödsinn wie "GrundsĂ€tzlich denke ich, dass es gefĂ€hrlich ist. Ich glaube, das macht die KrankenhĂ€user nur noch mehr voll“ von sich geben - deshalb habe ich den anderen Artikel passenderweise auch gleich verlinkt.

Ganz ehrlich: Mich wundert es sowieso, wieso jetzt angeblich so viele Eltern so besorgt sind. Sind die völlig hilflos? Können die nicht einfach mal mit ihren Kindern vernĂŒnftig ĂŒber solche Sachen reden? Das ist doch ein Armutszeugnis


1 „GefĂ€llt mir“

Zeigt halt, wie bequem man sichs da bisher gemacht hat: ‚Ist verboten, darfst du eh nicht, basta!“ Funktioniert ja hervorragend bei Jugendlichen, wie die letzten Jahrzehnte gezeigt haben.

3 „GefĂ€llt mir“

Ich muss dir hier absolut Recht geben @Mimo.
Jeder sollte und muss sogar seine Kinder in diesen Bereichen aufklÀren.

Das Problem liegt aber nicht bei den Kindern, die sind nunmal von Hause aus neugierig, sondern bei den Eltern, die sich nicht fĂŒr ihre Kinder interessieren und hier Verantwortung ĂŒbernehmen.

Ich denke, da kann auch die Regierung so viel AufklÀrungsarbeit leisten, wenn die Eltern keine Vorbilder sind und hier auch mal aktiv auf die Kinder zugehen und aufklÀren, dann wird das nichts bringen


3 „GefĂ€llt mir“

Das ist ein großes Thema,
Denke die Legalisierung wird da einen positiven Effekt haben.
In meiner Jugend war Cannabis ein Tabu Thema und es gab keine Tolleranz bei meinen Eltern oder anderen Vertrauenspersonen. Bei Alkohol sah das anders aus.
Hab natĂŒrlich trotzdem beides ĂŒbertrieben
.

Denke aber das 90% der AufklÀrung und sensibilisierung von Eltern und Bezugspersonen kommen muss!
Da ist jedes Elternteil in der Pflicht.
Das Thema ist aber absolut komplex und kompliziert.

Das soziale Umfeld spielt einfach eine riesige Rolle

Ich verstehe die Eltern die sich Sorgen machen, aber sie sollten sich auch bis jetzt schon Sorgen gemacht haben

Muss man sich halt mit dem Thema mal auseinander setzen. Sollte man sowieso.

5 „GefĂ€llt mir“

Genau das ist der Punkt.
Es wird so getan, als hÀtten die unschuldigen Kinder bisher nie Zugang zu Cannabis gehabt


sicher?
Da ist der Artikel etwas widersprĂŒchlich
 :crazy_face:

Aber heutzutage scheint ja sowieso nichts mehr korrekturgelesen zu werden.

Ich finde ja den Nachnamen interessanter als das Alter.
Vielleicht ist da mehr Fußball und Bier angesagt
 :wink:

Im Grunde sind Kinder und Jugendliche als Bevölkerungsgruppe ja lediglich dann von Relevanz wenn man sie fĂŒr irgendwas anderes instrumentalisieren kann.

Mir machen da eher solche Sachen Sorgen:

Marode Schulen
Fehlende Lehrer
Null Digitalisierung
Fehlende Schmerz und Fiebermedikamente fĂŒr Kinder ĂŒber Monate
Etc pp

Allein beim Thema Kindergrundsicherung könnte ich Stunden ranten.

Ich bin schlicht nicht bereit das als Gegenargument in Bezug auf die Legalisierung zu akzeptieren bei ansonsten völligem Desinteresse fĂŒr diese Gruppe seitens der Politik.

12 „GefĂ€llt mir“

Das ist alles der Punkt.

Es Ă€ndert sich fĂŒr die Kinder im Prinzip nichts.
Wenn sie Cannabis haben möchten, dann bekommen sie das so oder so.
Das einzige „Positive“ ist, dass dann die Möglichkeit besteht, kein verunreinigtes Gras zu bekommen.

Die meisten Eltern die jetzt laut schreien, renne nun an Karneval auf der Straße rum und saufen sich voll. Super Vorbild und klasse AufklĂ€rung
 :person_facepalming:t4:

2 „GefĂ€llt mir“

Als Eltern macht man sich, da spreche ich aus Erfahrung, stĂ€ndig Sorgen um jeden Scheiß. Man erklĂ€rt, ordnet ein, teilt Erfahrungen, lebt vor. Das ist halt Teil des Jobs. Und, ehrlich gesagt, den (ĂŒbermĂ€ĂŸigen/frĂŒhen) Konsum von Alkohol und sonstigen Drogen einigermaßen rational einzuordnen ist davon weiß Gott nicht das Komplizierteste. WENN man das fĂŒr sich selber klar hat. Denke, daran haperts halt auch oft.

1 „GefĂ€llt mir“

Mal schauen, was die ganze AufklÀrung am Ende bringt
 :sweat_smile:

GIF by South Park

2 „GefĂ€llt mir“

Das ist vielleicht so ein bisschen ein Streitthema, aber ich bin der Meinung, dass man heutzutage bei der Kindererziehung lauter unnötige Steine in den Weg grollt bekommt.
Und generell wird, was die Erziehung anbelangt, viel zu viel outgesourced. An Kita/Kiga/Schule oder TV/Computer.

FrĂŒher gab es bei Fehltritten mit der Knute und man hat daraus gelernt.
Heute macht man sich damit, als Eltern, strafbar


Klar, es gibt immer welche, die mit derartigen erzieherischen Maßnahmen ĂŒbertreiben, aber wenn ich mich selbst betrachte kann ich behaupten, dass es in gewissem Maße doch geholfen hat, sonst sĂ€ĂŸe ich jetzt wahscheinlich im Bau oder in einer feinen Holzkiste, 2 Meter tiefer


Ebendeswegen schockiert mich das „zusĂ€tzlich auch“ zu Hause aufklĂ€ren. Ich kĂ€m gar nicht auf die Idee, mich darauf zu verlassen, dass die Schulen das hinbekommen. Die sind doch schon mit der Vermittlung des ganz normalen Schul“stoffs“ (ich hasse diesen Begriff) bis an die Grenzen ĂŒberfordert.

Das mĂŒssen schon vor allem die Eltern machen. Wenn dann die Schulen zusĂ€tzlich auch mal drĂŒber sprechen, ist das ja ein netter Bonus, aber auch nicht mehr.

Der VollstĂ€ndigkeit halber möchte ich euch die Antwort von Frau Kappert Gonther (MdB FDP) auf die Frage betreffend Herrn Fiedlers merkwĂŒrdiger Äußerung, die Legalisierung wĂŒrde den Rechtsextremismus stĂ€rken, nicht vorenthalten:

"Sehr geehrter Herr XXX,

in der letzten Woche konnte der Knoten durchschlagen werden, sodass die Beschlussfassung nun erfolgen kann. Das Gesetz ist ein Paradigmenwechsel, fĂŒr den sich viele Menschen jahrzehntelang eingesetzt haben. Wir machen Schluss mit der schĂ€dlichen Prohibition von Cannabis. Von nun an wird niemand mehr wegen des Konsums von Cannabis kriminalisiert. Wir regulieren den Eigenanbau und den gemeinschaftlichen Anbau in Cannabis Clubs.

Es ist bekannt, dass es auch Kritik an dem Vorhaben gab, auch innerhalb der Koalition. Ich denke, dass gute Kompromisse und progressive Gesetze dazu beitragen können, Politikverdrossenheit vorzubeugen. Funktionierende demokratische Prozesse sind ein Bollwerk gegen Rechtsextremismus. Inhaltlich setzt das Gesetz wichtige Weichen, die dazu fĂŒhren, Ungerechtigkeiten und auch Diskriminierung zu verringern - auch das ist eine Ansage gegen Rechtsextremismus. Gleichzeitig wird es aber auch wichtig sein, die Auswirkungen des Gesetzes gut zu evaluieren und Gesundheits- und Jugendschutz weiter ins Zentrum zu stellen.

Ein Inkrafttreten Anfang April ist zwischen den Koalitionsfraktionen besprochen und wird bei einer Aufsetzung innerhalb des ersten Quartals 2024 möglich sein. Die Entkriminalisierung von Millionen Cannabis-KonsumentInnen und die Erlaubnis des Eigenanbaus kann somit nach Jahrzehnten der Prohibition endlich Wirklichkeit werden.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Dr. Kirsten Kappert-Gonther"

3 „GefĂ€llt mir“

Wait, das tut die also noch gar nicht? Was ist das fĂŒr eine Mutter? Und wie kommt die dann auf den Gedanken, das Gesetz und den Gesetzgeber zu kritisieren, obgleich sie selber die einzige ist, die zu kritisieren ist?
Mich beschleicht immer mehr das GefĂŒhl, als wenn viele Eltern heutzutage sich nur noch auf andere zu verlassen scheinen. AufklĂ€ren und Erziehen? Das machen schon andere. Und dann den Zeigefinger erheben wollen. Meine GĂŒte. Wie lĂ€cherlich kann man sich machen?

1 „GefĂ€llt mir“

Ich finds von staatlicher Seite halt schwierig. Muss man sich nix vormachen, ein Teil der Eltern ist zu vielem nicht in der Lage. Nicht das Wissen, nicht die Zeit, nicht die Motivation oder halt aus anderen GrĂŒnden, oft auch nachvollziehbaren, ĂŒberlastet und ĂŒberfordert. Die Kinder können da ja nix fĂŒr, und um deren Benachteiligung wenigstens ein bisschen abzumildern, versucht man die halt ĂŒber die Schule zu erreichen, das ist ja der einzige Ort, wo man sie alle bekommt. Was dann aber zur Folge hat, dass sich auch Eltern zurĂŒcklehnen, die eigentlich selber mehr machen könnten, weil macht ja die Schule, ist also offenbar deren Aufgabe. Und dann schimpfen, der Staat kĂ€me da „seiner“ Aufgabe nicht nach, wenn das voraussehbar eben doch nur ein bisschen ist. Ganz schlechter Lernprozess.

2 „GefĂ€llt mir“

Der Staat sollte schon auch mehr tun. Irgendwo mĂŒssen die Eltern ja auch Informationen her bekommen.
Ich selber habe schon Ausschau gehalten nach Infoveranstaltungen oder LehrgĂ€ngen fĂŒr das Thema Kindererziehung. Fehlanzeige, es gibt bei uns In der Umgebung keinerlei Angebote.

Meine Tochter ist 3 es ist also nichts konkretes aber man handelt als Eltern ja nur nach GefĂŒhl und tut was man fĂŒr richtig hĂ€lt. Ob das richtig oder falsch ist weiß man ja oft gar nicht.

WĂŒrde mir schon wĂŒnschen genauer zu wissen was heutzutage aus pĂ€dagogischer und wissenschaftlicher Sicht ein möglicher Weg wĂ€re.

Bleibt einem nur Google und GesprĂ€che mit Leuten zu suchen die man selber fĂŒr fĂ€hig hĂ€lt. Das kann es ja auch nicht sein.

2 „GefĂ€llt mir“

Sehr guter Punkt. WĂ€re auch von staatlicher Seite kein Problem und nicht sehr ressourcenaufwendig, da mal objektive Informationen auf Basis des derzeitigen Wissensstandes von (echten) Experten zusammenstellen zu lassen und leicht auffindbar bereitzustellen. Jede Uni wĂŒrde da gerne mithelfen. Das war ja auch mal so versprochen.
Und wĂŒrde auch helfen, die gesellschaftlichen Debatten auf ein neues, informierteres Niveau zu heben.

Und, nur weil das angesprochen wurde, vielleicht könnte man dann auch die Diskussionen ĂŒber die Knutenerziehung ad acta legen. Dazu gibt es nĂ€mlich viel Forschung und einen ungewöhnlich dezidierten Konsens daraus. :blush:

2 „GefĂ€llt mir“

DafĂŒr hĂ€tte ich dir gerne 1000 :heart: gegeben.
Mit dieser Aussage triffst du zu 100% meine Meinung.

LG

2 „GefĂ€llt mir“

Carmen Wegge hat heute bei Abgeordnetenwatch wieder mehrere Fragen beantwortet, sie schreibt u.a. zun Thema „SĂ€ule II“ und „Grenzwert im Straßenverkehr“:

"Lieber Herr XXX,

vielen Dank fĂŒr Ihre Frage. Es wird bereits jetzt von unserer Seite parallel zum Abschluss der ersten SĂ€ule an der zweiten SĂ€ule des CanG gearbeitet.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen,

Carmen Wegge"

"Lieber Herr XXX,

vielen Dank fĂŒr Ihre UnterstĂŒtzung und auch die Frage. Wir haben gemeinsam vereinbart, dass der Grenzwert offiziell festgeschrieben wird, sobald die offiziell eingesetzte Grenzwertkommission eine Entscheidung bzw. eine Empfehlung hierzu getroffen hat. Dies wird zeitnah passieren und wird dann auch zeitnah umgesetzt werden.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen,

Carmen Wegge



Wisst ihr, wer noch Vorsitzende beim DKSB ist?
Die Prohibitionistin Nezahat Baradari (MdB SPD).

Das ist schon erstaunlich, wie die Pharmalobby ihren Kurs jetzt so langsam Ă€ndert, jetzt wo es klar ist, dass die Teil-Legalisierung kommt - wie ich es vorausgesagt habe. Hauptsache, sie bekommen einen StĂŒck vom Kuchen ab. Am privaten Eigenanbau und an CSCs verdienen sie nichts. Und schwupps sind all die Bedenken, wer denn die armen Kinder schĂŒtzen soll, dahin - als ob es einen Unterschied macht, ob Erwachsene ihr Gras ohne weitere HĂŒrden in der Apotheke kaufen können oder aus dem CSC holen.

Diese DPA Meldung wurde ĂŒbrigens auch wieder auf sehr vielen Portalen veröffentlicht.




Es wird derzeit nichts unversucht gelassen, das CanG noch zu sabotieren.
Auch das Thema GeldwĂ€sche wird aktuell ins Spiel gebracht, u.a. vom mittlerweile bekannten „Correctiv“ Magazin:

Auch der MIcha geht in seinem aktuellen Video auf das Thema ein:




Zum Ausgleich (fĂŒr die strapazierten Nerven) möchte ich euch diesen Artikel wĂ€rmstens ans Herz legen:

7 „GefĂ€llt mir“