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Klaus Reinhardt Ă€uĂerte am Anfang der Pandemie mal etwas gegen den Nutzen von Masken (âVermummungsgebotâ) und wurde dafĂŒr von Karl Lauterbach sehr kritisiert, ich meine mit RĂŒcktrittsaufforderung. Zurecht. Die Aussage zog er ein paar Tage spĂ€ter zurĂŒck. Herr Montgomery hat auch ein paar Kracher zu ânassen Lappenâ uvm. abgelassen, wenigstens das hat er deutlich spĂ€ter richtiggestellt.
Kompetenz ist offenbar nicht das wichtigste Kriterium fĂŒr solche FĂŒhrungspositionen.
Grad ĂŒberlegt, wie groĂ die Aufregung gewesen wĂ€re, wenn nicht die CDU die Atomkraft abgeschafft hĂ€tte, sondern die GrĂŒnen. Aber so war das halt keine gute Story.
Die haben ihre Bedenken alle schon am 6.11.2023 im Gesundheitsausschuss vorgetragen.
Und der ist nach Beratung zum Entschluss gekommen, das Cannabis Gesetz zu verabschieden.
Ein paar ĂnderungsvorschlĂ€ge gab es danach (z.B. die 25 g nass auf 50 g trocken bei der Ernte anzuheben, oder statt 200 m die âSichtweiteâ, die spĂ€testens ab 100 m nicht mehr gegeben ist).
Diese ganzen Lobbyisten und Prohibitionisten kommen mir vor wie ein kleines, bockiges Kind, das jetzt wĂŒtend auf den Boden stampft, weil es seinen Willen nicht durchgesetzt hat.
Diese Scheinargumente mit Jugendschutz etc. können sie stecken lassen. Das glaubt langsam sowieso keiner mehr, der sich ein bisschen informiert hat.
Vor allem wenn von keinem dieser Personen auch nur ansatzweise ein Alkoholverbot gefordert wird, oder zumindest das Alter fĂŒr erlaubten Alkoholkonsum auf 18 anzuheben, ist es einfach nur scheinheilig - dieses Wort hat der Radiologe bei Lanz in der GesprĂ€chsrunde mit Lauterbach auch so treffend geĂ€uĂert.
Wieso sollten die das machen? die sind doch insgeheim froh, wenn das Thema endlich von der tagesordnung wieder runter und ruhe eingekehrt ist. Da dann doch bis zu nĂ€chsten Wahl zu warten wĂ€re ein PR-technisches Desaster. zumal denen da keiner mehr glauben wĂŒrde und auch die âKifferâ wĂŒrden sich komplett abwenden. Ich sehe da also rein logisch gar keine BegrĂŒndung fĂŒr, warum so etwas eintreten sollte.
Der Vergleich Cannabis vs Alkohol ist bei vielen Kiffern in der Tat nicht gern gesehen.
Weil es heiĂt âDas eine hat doch mit dem anderen nichts zu tunâ.
Aber warum denn nicht vergleichen?
Das Argument âWir brauchen nicht noch eine Droge freigeben, wir haben mit Alkohol schon genĂŒgend Problemeâ wird ja auch dauernd gebracht.
Es wird die ganze Zeit so getan, als sei Cannabis sehr gefĂ€hrlich, selbst Lauterbach spricht von âtoxischen THC Konzentrationenâ.
Du mĂŒsstest innerhalb von 15 Minuten 680 kg Cannabis konsumieren, um drauf zu gehen. In Herrn Fiedlers Worten: 2 040 000 Joints!
Das ist absolut lÀcherlich, wenn man das mal mit Alkohol vergleicht.
Ich habe schon mit RettungssanitĂ€tern hier in der Stadt gesprochen. Jedes Wochenende zig Jugendliche, die sich quasi ins Koma saufen, landen dann im Krankenhaus, Magen wird ausgepumpt, Windel angezogen⊠und manche von denen sind die Woche drauf wieder am Start und machen weiter. Das ist die RealitĂ€t. Und leider gibt es immer bundesweit auch immer wieder junge Menschen, die es nicht ĂŒberleben. Von den ca. 75 000 Menschen jĂ€hrlich, die an den langfristigen Folgen von Alkoholmissbrauch sterben, ganz zu schweigen.
Das MUSS man den Leuten meiner Meinung nach wirklich unter die Nase reiben, die gegen die Cannabis Legalisierung sind, aber kein Problem damit haben, bei jeder Gelegenheit/Feierlichkeit Alkohol zu trinken.
Manche wissen halt auch gar nicht, was Cannabis eigentlich ist und setzen das auf eine Stufe mit Crack oder Heroin.
Hat seine GrĂŒnde im Politikbetrieb. ist das cool? Nein, definitiv nicht. Kommen wir aber endlich ans Ziel? Ja, da gehe ich felsenfest von aus. Da wird nichts mehr verzögert werden.
Wenn man das gesetz als MaĂstab anlegt, dann wird das auch zukĂŒnftig nicht so einfach gehen. Wer es einfach mal probieren möchte kann auch ab Ostern nicht einfach Cannabis kaufen. DafĂŒr muss man fĂŒr mindestens drei Monate in nen CSC, oder eben selber anbauen. Das macht kein, der es einfach mal probieren will.
Und kauft sich dann gestreckte Scheisse. na vielen Dank
Das tut mir fĂŒr dein Umfeld leid. In meinem Umfeld sieht es komplett anders aus. Da nur aus persönlicher Erfahrung heraus zu pauschalisieren finde ich schwierig.
Da muss ich deiner Glaskugel aber echten Respekt aussprechen.
Ist das die Schuld von Cannabis, oder ist das die Schuld deines Umfeldes?
Ich möchte dir, falls du es noch nicht kennst, gerne dieses Video empfehlen.
Da geht es u.a. auch darum, warum jemand anfĂ€ngt zu kiffen (oder andere Drogen zu nehmen), sozusagen das âHenne-Eiâ Problem.
Fakt ist, dass viele Faktoren dabei eine Rollen spielen, wenn Existenzen scheitern.
Ich kenne auch Menschen, die sind heute Arzt, Rechtsanwalt, Hochschulprofessor etc. - also das, was man vermutlich als âehrenwerte BĂŒrgerâ ansieht - die frĂŒher richtig viel gekifft haben (bei manchen von denen weiĂ ich, dass sie immer noch gern ab und an einen rauchen).
Und solche Leute gab es zumindest in meinem Umfeld weit mehr als welche, die sich vielleicht echt in der Schulzeit schon was verbaut haben, weil sie den ganzen Tag an der Bong gehangen sind.
Ich persönlich wĂŒrde auch einfach vom Konsum abraten, wenn man noch nicht volljĂ€hrig ist - und spĂ€ter dann eben in einem vernĂŒnftigen Umfang (wenn wir von âFreizeitkonsumâ reden und nicht von Medizinalcannabis).
Den besorgten Eltern kann ich nur sagen, dass es weniger schlimm ist, wenn ihr Sohn/ihre Tochter auf einer Party 2 Joints raucht als wenn sie 2 Flaschen Hochprozentiges zu sich nimmt.
Glaube die Gegner drehen jetzt auch so ab, da sie mit einem natĂŒrlich Recht haben: Kontrollieren wird dieses Gesetz in der Praxis kaum eine Behörde können. Besonders die Regeln zum privaten Eigenanbau und Besitz sind sehr schwierig zu ĂŒberwachen. Da braucht es gleich einen Durchsuchungsbeschluss und da ist der Aufwand dann zukĂŒnftig zum âErtragâ doch sehr hoch⊠Nach einiger Zeit wird das voraussichtlich normal werden und keiner kontrolliert das mehr. Sprich man bekommt den Deckel nicht mehr auf die Flasche.
Joa, so gesehen konnte das bisherige Gesetz auch keiner durch Kontrollen durchsetzen. Sonst hĂ€tte es ja in Deutschland keinen KrĂŒmel Cannabis gegeben, war ja verboten.
Soso, Karl Lauterbach âglaubtâ und âhofftâ, wohingegen die LĂ€nderminister âklare Worte findenâ.
Man stelle sich mal vor, die Tagesschau hĂ€tte zu Corona Zeiten geschrieben âKarl Lauterbach glaubt, dass die Impfung Menschenleben retten könnte und hofft, dass insbesondere vulnerable Personen besser geschĂŒtzt wĂŒrdenââŠ
Hauptsache, die bekommen jetzt mal SĂ€ule I unter Dach und Fach - und dann bitte schnell SĂ€ule II nachschieben. Dann können die Pharmafirmen auch miteinsteigen und dafĂŒr sorgen, dass die Berichterstattung etwas erfreulicher ausfĂ€llt fĂŒr uns.
Nicht jeder macht gute Erfahrungen mit Cannabiskonsum, leider. Das ist bisher so, und das wird nach dem Gesetz auch groĂenteils so bleiben.
Finds gut, dass du auch daran nochmal erinnerst. Sollten wir im allgemeinen Jubel auch nicht vergessen.
Letztlich sind wir auch Lobbyisten, wenn auch eher machtlose. Aber Lobbyisten blenden auch gerne mal was aus.
Das ist fĂŒr (Ex)SĂŒchtige bestimmt eine schwieriges Thema, aber sogar Essen kann zur Sucht werden,das lĂ€Ăt sich zB kaum ânicht zeigenâ; daher ist es fĂŒr eine Gesellschaft schwierig, bei aller RĂŒcksichtnahme, die eigenen ânormalenâ Gewohnheiten aus dem Alltag zu verbannen.