Schwarzmarkt nach der Legalisierung

Diejenigen, die regelmäßig konsumieren, haben jetzt die Möglichkeit, selbst anzubauen und/oder Mitglied in einem CSC zu werden, um an Gras zu kommen. Letzteres dauert noch eine ganze Weile, da die CSCs erst im Juli starten dürfen (frühestens, wenn die Behörde nett war und schnell eine Genehmigung erteilt hat - die können sich auch 3 Monate Zeit lassen…).

Bei den Gelegenheitskonsumenten werden viele nicht selbst anbauen oder Mitglied in einem CSC werden wollen, weil es sich einfach nicht lohnt.

Entweder haben die jetzt jemanden im Freundeskreis, der auch legal anbauen will und so nett ist und denen was überlässt, oder sie werden weiter vom Schwarzmarkt ihr Gras kaufen (wobei der Freund, der jetzt legal anbaut, aber unerlaubterweise was abgibt, genau genommen auch zum Schwarzmarkt gezählt werden könnte - der Vorteil wäre hier aber, dass man da wohl eher sauberes Gras bekommt).

Diejenigen der Gelegenheitskonsumenten, die niemanden im Freundes-/Bekanntenkreis haben, der anbaut, werden wohl nach wie vor beim (unbekannten) Dealer ihr Gras kaufen.

Bis es dann hoffentlich Säule II - die lizensierten Fachgeschäfte - gibt.
Die sind meiner Meinung nach dringend nötig, wenn man ein Ergebnis wie in Kanada erzielen möchte (Schwarzmarkt ist dort um 75% zurückgegangen).

Also meine Einschätzung:

Der Schwarzmarkt wird schon etwas zurückgehen.
Aber so richtig erst mit Säule II.
Dirk Heidenblut meinte, dass im Sommer mit einem ersten Gesetzesentwurf zu rechnen sei.

Ebenso wird es noch mehr Medizinal-Cannabis Nutzer geben, nachdem die Hürden der Verordnung gefallen sind.
Aktuell machen schon manche Telemediziner ordentlich Werbung, z.B. der Dr. Ansay mit „Rezept für 4,20 Euro“.

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