Schwarzmarkt nach der Legalisierung

Vermutlich haben viele von euch Kontakt zu Dealern bzw. einige eurer Freunde. Wie ist jetzt dort die Stimmung und die Marktlage? Wie entwickelt sich das jetzt weiter, oder verkümmert das Milieu?

Normalerweise müsste so ein Händler doch jetzt erstmal Reibach machen ohne Ende. Alles was produziert werden kann, wird auch abgesetzt, und wenn der Markt von all den Legalisierungs- Enthusiasten und vermutlich auch vielen Neu- Kiffern allmählich „abgegrast“ ist, müssten die Preise ja extrem steigen.
Die Zahl der Erstgrower ist anscheinend dramatisch angestiegen. Wenn nur die Hälfte davon dabeibleibt, hat das sicher größere Auswirkungen auf den Schwarzmarkt. Oder doch nicht?

Eindrücke dazu gerne hier 'rein!

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Das sind Dinge, über die ich mir gar keinen Kopf mache (und das ist gut so)

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Die Logik entzieht sich mir.

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Hey ich würde sagen der Markt Wirt genau gleich bleiben.
der bedarf ist unglaublich…
im shop/club mit steuern
bei den Kollegen um die ecke ohne :wink:

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Es ist schon mindestens sieben Jahre her, als ich von einem Dealer (dieser Ausdruck soll nicht abwertend verstanden werden) Grass gekauft habe.

Seit fünf Jahren Growe ich.

So habe ich jeglichen Kontakt mit der Markt verloren. Da ich mit meinen Keksen (ich halte das verbrennen von Cannabis für eine Verschwendung) sparsam umgehe, reicht mir ein Grow so zwei Jahre lang.

Ein Grower ist von der Markt unabhängig und seit 19 Stunden ist das Growen legal. In dieser Hinsicht haben die Dealer meines Erachtens nach schon etwas zu befürchten, aber das ist nicht mein Bier … ich meine Hanf … na … ihr wisst schon :slight_smile:

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Diejenigen, die regelmäßig konsumieren, haben jetzt die Möglichkeit, selbst anzubauen und/oder Mitglied in einem CSC zu werden, um an Gras zu kommen. Letzteres dauert noch eine ganze Weile, da die CSCs erst im Juli starten dürfen (frühestens, wenn die Behörde nett war und schnell eine Genehmigung erteilt hat - die können sich auch 3 Monate Zeit lassen…).

Bei den Gelegenheitskonsumenten werden viele nicht selbst anbauen oder Mitglied in einem CSC werden wollen, weil es sich einfach nicht lohnt.

Entweder haben die jetzt jemanden im Freundeskreis, der auch legal anbauen will und so nett ist und denen was überlässt, oder sie werden weiter vom Schwarzmarkt ihr Gras kaufen (wobei der Freund, der jetzt legal anbaut, aber unerlaubterweise was abgibt, genau genommen auch zum Schwarzmarkt gezählt werden könnte - der Vorteil wäre hier aber, dass man da wohl eher sauberes Gras bekommt).

Diejenigen der Gelegenheitskonsumenten, die niemanden im Freundes-/Bekanntenkreis haben, der anbaut, werden wohl nach wie vor beim (unbekannten) Dealer ihr Gras kaufen.

Bis es dann hoffentlich Säule II - die lizensierten Fachgeschäfte - gibt.
Die sind meiner Meinung nach dringend nötig, wenn man ein Ergebnis wie in Kanada erzielen möchte (Schwarzmarkt ist dort um 75% zurückgegangen).

Also meine Einschätzung:

Der Schwarzmarkt wird schon etwas zurückgehen.
Aber so richtig erst mit Säule II.
Dirk Heidenblut meinte, dass im Sommer mit einem ersten Gesetzesentwurf zu rechnen sei.

Ebenso wird es noch mehr Medizinal-Cannabis Nutzer geben, nachdem die Hürden der Verordnung gefallen sind.
Aktuell machen schon manche Telemediziner ordentlich Werbung, z.B. der Dr. Ansay mit „Rezept für 4,20 Euro“.

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Wobei zwischen Dealer Strasse und Dealer Privat schon ein Unterschied zu machen sein wird. Und das gilt nicht nur fürs Ambiente beim Geschäftsabschluss.

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Klar, ich hatte ja auch als Beispiel den Kumpel genannt, der jetzt das Growen beginnt und halt mal was abgibt. Das ist ja ein völlig anderes Szenario als beim unbekannten Dealer auf der Straße zu kaufen.

Und ich finde, dass man das durchaus anerkennen muss - gerade, wenn beides als „Schwarzmarkt“ gezählt wird.

Ich hatte es auch schon mehrfach geschrieben hier im Forum: Für Jugendliche (die auch noch nicht selbst anbauen oder Mitglied in einem CSC werden dürfen) ist es doch auch besser, wenn die ihr Gras vom bereits 18jährigen Kumpel bekommen, der jetzt legal growt als von irgendeinem unbekannten Dealer, wo sie dann auch nicht wissen, ob das Zeug mit irgendeinem Mist gestreckt wurde.

Wenn sich also die Qualität auf dem Schwarzmarkt so auch noch etwas verbessert, das Gras tendenziell sauberer wird, ist da auch schon viel gewonnen.

Am Ende ist es doch so: Wer eine Quelle für sauberes Gras hat, wird diese auch nutzen, bevor er irgendwelche Risiken eingeht.

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Mich würde ja mal so eine Altersumfrage hier interessieren.

Ich glaube kaum, dass die Jugend anfängt zu gärtnern. Dafür sind die in der Masse zu dumm.

Die Jugend wird ins Cannabisgeschäft rennen und die Alt Hippies bauen selbst an und gehen nur für bestimmte Sorten ins Cannabisfachgeschäft.

Growing is love :wink:

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Ich denke auch, dass die legalen Geschäfte den entscheidenden Unterschied machen würden. Ob sich der Schwarzmarkt ohne Geschäfte schon wenigstens halbiert, bleibt abzuwarten. Durch die vielen Grower wird sich auf jeden Fall das Gefüge auf dem Markt stark verändern.
Aber ich denke, dass viele Jugendliche vielleicht zwar volljährige Freunde haben, dass von denen aber die meisten immer noch auf die Gnade ihrer Eltern angewiesen wären, damit der Anbau umgesetzt werden kann.

Ach, das ist doch keine Raketenwissenschaft.
Die Leute, die ich bisher kennengelernt hatte, die selbst angebaut hatten, haben auch keinen Doktor-Titel. :wink: :grin:

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Clever wäre der bessere Begriff gewesen.

Denen fehlt einfach der Drive um so ein Project on track zu bringen.

Wie gesagt, eine Altersumfrage wäre spannend.
Ich bin Mitte 50 und habe schon Baumwolle, Orchideen, Buchsbäume und so Kram angebaut, weil mit das Spass macht.

Der Jugend heute machen andere Dinge Spass.

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Ich glaube, die Aussicht auf selbst gezogenes, erstklassiges Weed kann auch Jugendlichen sehr viel Spaß machen - und locker mal so viel, dass sie sich dafür auch ordentlich ins Zeug legen. :smiley:

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Keine Ahnung wie es euch geht, irgendwie entspannt es mich wenn Pflanzen am wachsen sind, auch die letzte Nacht, war in der Stadt feiern, hab im Club rauchen dürfen, war sehr gechillt.

Ich denke ich werde dadurch das es zumindest im Nachtleben Wochenends gut geht, dadurch evtl sogar weniger rauchen, zumindest ist mir der Gedanke gekommen,

Weil man halt nicht mehr abwägen muss, geh ich feiern oder bleib ich daheim chillen.

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Du hast halt auch einen Doktor Titel.
Lauter Doktoren hier… :rofl:

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Ich bin nur Dr. Can.

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Man muss Prioritäten setzen. :nerd:

Hab ich schwarz auf weiss und ist auf jeden Fall mehr als so ein Jodeldiplom.

Heute im Coffeeshop in NL erhöhtes Aufkommen Neumitglieder.

Im ÖPNV wird weiter gefickt. Was jetzt gefangen wird kommt in die Rubrik „Hat Gesetz nicht gelesen“. Wobei, überfüllte Züge mögen sie einfach nicht.

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Habe auch ein paar Privatapotheker gefragt. Da ändert sich nichts. Außer bei denen mit schlechter Qualität mit überhöhten Preisen.
Weed ist ja nur noch ein Nebengeschäft.
Es gibt immer mehr Nachfrage nach Shatter, Rosin, Moonrocks, feinstes Hasch und Edibles. Die hälfte der Kunden kommen halt auch nicht nur wegen Kiff, sondern auch wegen der kompletten Palette der chemischen Angebote, Koka oder Pilzen. Warum dann mehrmals rennen ?
Außerdem hätten die meißten Kunden keinen Nerv sich nach der Arbeit in einen Verein einzubringen oder gar dort mitzuhelfen. Auf eigenen Anbau haben auch die wenigsten Lust.

Ein Großteil fragt sich allerdings warum man unbedingt kiffend durch die Stadt rennen muss.:smile:

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Das ist der viel wesentlichere Punkt. Ein Grow ohne Mitwissen der Eltern wird sich wohl kaum umsetzen lassen können, solange man bei denen wohnt. Und Eltern, die sich ausgerechnet über dieses Hobby freuen, dürften dann doch sehr rar sein.