Warum wir 20% unserer Samen in den Müll werfen – bevor ihr sie seht

Jeder schreit Qualität. Aber wer zeigt, wie das konkret aussieht?

Wir machen genau das heute.

Aber wie sieht so ein Prozess eigentlich aus?

In diesem Post zeigen wir euch einen exklusiven Blick hinter die Kulissen, damit ihr selbst sehen könnt, was bei uns passiert, bevor eine Sorte überhaupt in den Lucky Hemp Shop kommt.

Wir zeigen euch heute zwei Prozesse – wie wir Samen testen, bevor sie in den Shop kommen, und wie unsere Stecklinge produziert werden.

Cannabis Samen – Unser Qualitätscheck

Der Prozess – So testen wir jede Charge

Bevor eine Charge an Cannabis Samen bei uns überhaupt im Shop angeboten werden kann, muss sie erstmal ordentlich geprüft werden. Und das bedeutet für uns, wir müssen sicherstellen, dass die Samen auch wirklich das sind, was sie sein sollen.

Schritt 1 – Der Keimtest

Der erste Schritt ist erstmal: Keimen die Dinger überhaupt.

Wir nehmen 50 bis 100 Stück aus der Charge – immer eine statistisch relevante Stichprobe. Jeder Samen kommt in einen eigenen kleinen Wasserbehälter oder Aufzuchtbehälter. Und dann: abwarten.

Tag 1, Tag 2, Tag 3 – wir dokumentieren alles.

Schritt 2 – Die Auswertung

Nach 3 bis 5 Tagen ist klar: Welche Samen haben gekeimt, welche nicht?

Wir dokumentieren die Keimrate. Wenn zu viele Samen nicht keimen – ist die Charge durch. Die kommt nicht in den Verkauf.

Schritt 3 – Cannabinoid-Analyse (bei unbekannten Sorten)

Hat unsere Stichprobe oben den Test bestanden, geht es an die Analyse. Dazu werden nun die Pflanzen einmal wirklich bis zum Ende hochgezogen und dann auf Inhaltsstoffe analysiert.

Wenn wir eine neue Sorte zum ersten Mal testen, lassen wir auch die Cannabinoid-Werte checken – THC, CBD, CBG, CBN. Damit wir wissen, was drin ist, bevor ihr es kauft.

Schritt 4 – Die Entscheidung (Samen)

Wenn die Keimrate zu niedrig ist – schmeißen wir die Charge raus.

Hat die Charge den Test bestanden, darf sie in den Verkauf.

So ein Prozess dauert etwa eine Woche pro Charge. Und ja, wir haben schon frustrierende Rückschläge erlebt – Chargen, die wir komplett ablehnen mussten.


Teil 2: Stecklinge – Wie sie produziert werden

Jetzt zu den Stecklingen. Diese werden in Österreich hochgezogen.

Wir zeigen euch, wie das abläuft.

Schritt 1 – Die Mutterpflanzen

Alle Stecklinge stammen von Mutterpflanzen. Die werden in Living Soil gehalten – also lebendige Erde, nicht Chemie.

Das heißt konkret:

:white_check_mark: Keine chemischen Dünger
:white_check_mark: Natürliches Substrat mit Mikroorganismen
:white_check_mark: Nützlinge gegen Schädlinge (Präventiv, bevor was ausbricht)
:white_check_mark: Pro Genetik läuft EINE Mutterpflanze

Schritt 2 – Stecklinge schneiden

Alle 4 bis 6 Monate werden von den Muttis neue Stecklinge geschnitten.

Warum nicht einfach die alte Mutti weiter nutzen? Weil die Vitalität nachlässt. Die Stecklinge würden ausleiern.

Also: Aus den bisherigen Mutterpflanzen werden Stecklinge geschnitten → die werden zu neuen Muttis hochgezogen → dann geht’s von vorne los.

Schritt 3 – Kühlschrank & Wurzelhormon

Nachdem die Stecklinge geschnitten sind, kommen sie erstmal für ein paar Stunden in den Kühlschrank.

Vorteil davon: Der Stiel härtet aus. Dann lässt sich das Wurzelhormon besser anbringen und die Stecklinge besser in den Wurzelballen drücken.

Schritt 4 – Wurzelbildung

Jetzt heißt’s warten. Je nach Genetik dauert’s unterschiedlich lang, bis die Stecklinge schön durchwurzelt sind. Beispiele:

Hier gibt es dann natürlich auch ein paar „Fails“, die dann natürlich aussortiert werden

(R.I.P kleine Dame!) :saluting_face:

Schritt 5 – Versand

Sobald die Wurzeln durch sind, geht’s direkt in den Versand – frisch und vital direkt zu euch nach Hause.

:delivery_truck:


Was das für euch bedeutet

Durch diesen rigorosen Prozess filtern wir bei Samen schlechte Chargen raus, und bei Stecklingen stellen wir sicher, dass ihr vitale, professionell produzierte Pflanzen bekommt. Das heißt konkret:

:white_check_mark: Ihr müsst nicht leiden. Keine Frustration über Samen, die nicht keimen oder Stecklinge, die beschädigt sind.
:white_check_mark: Ihr spart Zeit. Kein zweiter Anlauf, weil die erste Charge Müll war.
:white_check_mark: Ihr spart Geld. Keine verschwendeten Euros für Samen, die nichts werden oder Stecklinge, die schwächeln.
:white_check_mark: Ihr bekommt geprüfte Qualitätsware. Was bei euch ankommt, wurde vorher ausgiebig geprüft.

Wir nehmen den Hit – Zeit, Geld, Nerven – damit ihr den nicht nehmen müsst.

Der Extra-Schutz – Die Gratis-Samen und direkte Erstattung

Und weil wir wissen, dass selbst bei guten Samen manchmal was schiefgeht – vor allem wenn man anfängt – gibt’s bei uns immer als „Versicherung“ Gratis-Samen dazu.

Das ist eure Absicherung, falls DOCH mal sich ein schwarzer Schaf einschleicht und einfach nicht aus der Schale will. Damit ihr am Ende mindestens die Anzahl Pflanzen bekommt, die ihr bestellt habt.

Sollten die kleinen während des Transports beschädigt werden: einfach bei unserem lieben Support melden und wir schicken direkt frischen Ersatz!

Fragen?

Habt ihr Fragen zum Prozess? Einfach hier antworten.

– euer Till von @LuckyHemp.de

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Finde ich gut, Simeon Blick hinter der Kulissen , es schaft Transparenz und Vertrauen. Jetzt bin ich ein wenig interessiert. Habt ihr auch Fotos von Buds , bzw.. fertige Pflanzen kurz vor der Ernte? Würde ich interessant finden , das würde eventuell meine Kaufentscheidung beeinflussen .:face_with_peeking_eye::heart_hands::heart_hands:

Liebe Grüße
Growly1

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Sehr interessant, ich finde es echt super von euch, dass ihr uns hier hinter die Kulissen schauen lasst.

2 Fragen haben sich bei mir aufgetan.

  1. Wie hoch muss die Keimquote denn sein um die QS zu bestehen?

Und 2. Wie viele Pflanzen zieht ihr denn auf und lasst analysieren?
Aus Samen gezogene Pflanzen können ja in ihren Eigenschaften doch stark variieren.

Lg

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Vielen Dank erstmal für die Einblicke.

Mich würde noch interessieren wie viel Samen in einer Charge sind wenn ihr davon 50-100 Stück keimen lasst?

Lg

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Woher bekommt ihr eure Samen/Chargen? Bestellt ihr aus einem Katalog vom spanischen Breeder oder Großhändler?

Die Einblicke finde ich auch sehr interessant und bleibe mal am Ball. :ca_giggle_joint:

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Was heißt „ausleiern“ ?
Also genauer: Warum sollte ein Steckling der Mutter der eine neue Mutter darstellt weniger „ausgeleiert“ sein als die Mutter von der er stammt? Das finde ich erklärungsbedüftig.

Ich hab von klonaler Degradation schon gehört, das ist aber nicht das, wovon hier die Rede ist!
Denn die neue Mutter würde ja aus einem Klon erzeugt also klonaler Degradation unterworfen sein.

Gewebe Kultur würde tatsächlich eine echte Verjüngung bedeuten (Zurücksetzen in den juvenilen Zustand), wovon aber nicht die Rede ist.

Viel interessanter finde ich noch die Frage ob die Mutter Ergebnis eines rigorosen Selektionsprozesses ist. Und wonach selektiert wurde.

Dass würde (könnte) ein echter Vorteil sein!

Happy Growing
Luminous

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Hey Growly :victory_hand:
Danke für dein nettes Feedback! Wir freuen uns sehr auf den Austausch mit euch hier, viel zu lernen :four_leaf_clover:

Unsere Kunden haben schon einige echt schöne Pflanzen hochgezogen, findest du auf unsere Website und wir werden hier auch immer wieder welche posten!

Liebe Grüße!

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N’Abend Matze :victory_hand:
Unser Breeder-Kollektiv in Spanien produziert unter anderem für Marken wie Exotic Seeds und bringt diese Expertise nun ohne Umwege in unser Sortiment.

Wir arbeiten eng zusammen und sind im ständigen Austausch. Wir geben unsere Bestellung auf, testen die Chargen in Ruhe bei uns vor Ort und wenn alles passt gehen die Samen im Shop live :four_leaf_clover:

Wenn dich was interessiert, immer gerne Fragen!

LG

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Immer gerne Freya :four_leaf_clover:

Das ist immer unterschiedlich je nach Bestand bei unseren Breedern, einige Tausend. Es kommt auch auf die Nachfrage der Sorten im Shop an, da wir die Samen möglichst frisch an euch verschicken wollen, ohne zu lange zu lagern.

Liebe Grüße :victory_hand:

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Grüß euch Muchachos :smiling_face_with_sunglasses::victory_hand:t3:!

Die sieht doch nach‘m Pracht Mädel aus :star_struck:…würde sicher ne gute Figur in meinem Zelt machen :sweat_smile:…Growe ich gerne für euch hier :smiling_face_with_sunglasses::pinched_fingers:t3:

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Schöne Doku! :+1:

… bedeutet jetzt was? :backhand_index_pointing_down:

… etwa ne Fifty-Fifty-Keimquote? :thinking: :grimacing: :innocent:

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Danke für deine Antwort.

Aber nur so als Beispiel. Einige Tausend kann ja alles heißen. Wenn ihr 5000 habt und davon 50 keimen lasst ist das ja gerade mal 1%. Da kann man doch keine Keimquote ermitteln oder?

Ich will hier niemanden angreifen…. Nur weil ich noch recht neu im Thema bin.

Lg

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Extrem schwieriges Thema.

Du hast normal Recht und alles unter 1000 Samen rein zum antesten von der Keimquote her ist Augenwischerei.

Mein persönlicher rein persönlicher Anspruch wären 10.000,damit es wirklich aussagekräftig wird.

Das sind 3 Pflanzen auf 1,5m2 ca. die man da verballert.

Ich rechne pro 50*50cm mit 2000-3000 Samen.


Klein wenig schau ich aber auch auf die Genetik und ob man das so bei jeder Sorte und Cross machen kann ist fraglich und abhängig vom Platz. Stell dir vor da stehen 1000 Strains. :slight_smile:

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Will ich ja gar nicht….. lieber Klasse statt Masse.

Ich glaube viele wǔrden sich lieber mit weniger Auswahl und dafür besserer Genitik anfreunden

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Ich will es mal diplomatisch versuchen.

Wie stelle ich mir eine Samenverpackung vor,mal abgesehen vom Aussehen und der Verpackung.

Was sollten an Informationen drauf,und welche nicht neben den juristichen.(extra Beilage z,b,)

Ganz oben dick und fett das Produktionsdatum.

Danach das Verpackungsdatum.

Als nächstes den für alle dokumentierten Keimquotentest in Form eines Scans der wie angesprochen eine sehr hohe Anzahl beinhalten MUSS.

Bei regulären Samen wäre es in meinen Augen Pflicht den gleichen Scan die Anzahl an Male/Female zu dokumentieren.

Dann den nächsten Scan von mindestens 2-3 (sofern vorhanden) Phänotypen und deren Terpenanalyse.


Was die Elterngeneration angeht und woher sie kommen,wer mit wem wann wie gekreutzt wurde als nächsten Scan und da wird sich die Spreu vom echten Weizen trennen.

Sozusagen die Ahnentafel.

Auch hier eine professionelle Genetikeinschätzung basierend auf deren rassichen Ursprungsgenetiken und keinen Hollywood Kunst-Namen.

Sprich Afghanie,Kush,Thai wat ever was diese (besondere) Sorte und Verbindung eben auszeichnet.

Schon alleine bei den Formulierungen erkennt man wer echt Verstand hatt,und wer nicht,wer sein Produkt wirklich in und auswendig kennt.


Sollten alle diese Informationen drauf stehen und entsprechen sie auch der Wahrheit!!,und wurden genauso professionell umgesetzt,ja dann sind sie Ihr Geld auch wirklich Wert und dürfen und können auch mal hochgehen bis zu 50 Euro pro Samen in extremen Ausnahmefällen.

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Auch für diesen Anspruch gibt es natürlich Züchter…gerne mal in meinem Profil auf den YouTube Link klicken. :smiley:

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Danke. Ich weiß ich muss noch viel lernen :wink: Schau ich gerne an. Lg

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Auf RQS auch so testet?,dann versteh ich warum ,ach lassen wir das

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Über den Daumen kann man sagen pro Tausend werden Hundert getestet :+1: Wenn wir große Chargen bekommen testen wir auch immer mal wieder Stichprobenartig, so lange die Samen bei uns im Lager sind.

Und wir hören natürlich viel auf das Feedback unserer Kunden. Wenn wir vermehrt hören das bei einer Sorte Keimprobleme auftreten, testen wir erneut.

Um eine Keimgarantie zu gewährleisten bekommt ihr bei jeder Bestellung aber auch gratis Samen, falls mal einer nicht keimt :four_leaf_clover:

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Moin Till :victory_hand:

…testet das nicht Snor… (Ich geh mal davon aus :wink:) schon vorab und stellt das dem potentiellen Käufer zu Verfügung bzw. testet ihr das selbst dann noch einmal?

…versteh ich jetzt so, dass ihr bis die geerntet, getrocknet und Analysewerte erhaltet, die Charge so lange parkt! Das wäre ja dann + 3 Monate…

…wäre ja dann Potential vorhanden, die schneller an den Mann zu bringen :disguised_face:

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