Vorwort
Die Ostsee, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2026. Dies sind die Abenteuer des Romay, der ganz allein die nächsten Monate unterwegs ist, um neue Strains zu erforschen, neue Phänotypen und neue Terpene. Auf seinem Balkon dringt er in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Moin zusammen, und spacige Grüße aus der Lübecker Bucht! Die meisten von euch haben’s mitbekommen - ich freue mich schon seit Wochen wie Bolle auf diesen Balkon-Grow, meinen Growreport #6! Dieses Jahr bekommen wir doch einen Super-Sommer, oder? Oder?! Ganz bestimmt, da bin ich optimistisch! Unsere Sommer nähern sich immer mehr einem mediterranen Klima an, das kann doch nur gut werden (also, nicht für uns, aber für einige Pflanzen ganz sicher)! Nicht mehr lange, und auch bei uns gehen sehr spät blühende Landrassen im Garten
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Hmmmm. <Blick aus dem Fenster>
</Blick aus dem Fenster>. Ok. Hinfort, böse Gedanken! Bleiben wir optimistisch
!
Seeds
Diesmal sind doch keine gesponsorten Seeds mit an Bord, denn ich habe meine Planung noch einmal kurzfristig geändert. „Tequila Sunrise Auto“ ist rausgeflogen, stattdessen ist eine Klassiker-Variante neu hinzugekommen.
Aber immerhin habe ich bereits passende Namen für die Mädels gefunden. Ich weiß ja nicht, wie’s euch geht, aber mir geht ein „Svenja“ anstelle von „Swedish Purple Banana Bud Auto“ erheblich leichter von der Hand bzw. über die Lippen
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„Lani“ - Hawaii Maui Waui Auto („Nirvana Seeds“, Hawaii Maui Waui x Ruderalis, mostly Sativa, bis 160 cm, 10-11 W)
„Hawaii Maui Waui Auto“ ist neu für mich; @Sebugsux hat es geschafft, mich auf diesen Strain heiß zu machen, so daß ich noch schnell bestellt habe. Es handelt sich um eine legendäre Landrasse aus den Tropen in ihrer selbstblühenden Ausprägung, die meinem Faible für Sativas entgegen kommen dürfte. Schon Cheech & Chong wußten in „Up In Smoke“ davon zu schwärmen. Ich erhoffe mir davon einen guten Sativa-Törn und schöne Blüten. Leider finde ich bei „Nirvana“ keinen Eintrag zu diesem Strain, daher habe ich den Sortensteckbrief von „Zamnesia“ verlinkt.
„Lani“ ist ein echter hawaiianischer Frauenname und bedeutet, je nach Kontext, „Himmel“, „Himmelreich“ oder „Edle / Erhabene“, das gefällt mir, und ihr bestimmt auch.
Sie wird links stehen, durch die Gebäudenähe mehr windgeschützt als die beiden anderen Pflanzen, aber später auch etwas abgeschattet. Dann werde ich sie weiter zur Mitte hin rücken müssen.
Und ich muß gestehen, daß ich mich mit diesem Strain ein wenig aus dem Fenster gelehnt habe, denn die Seeds liegen noch gar nicht im Kühlschrank. Das letzte, was ich vor ein paar Tagen vom Versender gehört habe, war ein „Der Versand wird sich geringfügig verzögern, wir warten noch auf einen der von Ihnen bestellten Artikel“ - ich hatte auch noch „Frosty’s Auto Freak“ („Khalifa Genetics“) und „Mexican Airlines Auto“ („Fast Buds“) geordert.
„Nora“ - Auto Orange Bud („Dutch Passion“, Orange Bud x Auto Daiquiri Lime, 70% Sat/30% Ind, bis 125 cm, 10-12 W)
„Auto Orange Bud“ hatte ich beim letzten Run im Zelt, und in das Weed hatte ich mich auf der Stelle verliebt. Wow, was für ein geiles Zeug! Der Ertrag war leider nicht so geil, da müßte eigentlich deutlich mehr gehen. Also hatte ich meine bereits rudimentär vorhandene Balkon-Planung über den Haufen geworfen und die eigentlich geplante „AK 2.0 XL Auto“ gegen „Auto Orange Bud“ getauscht.
Sie erhält den Platz in der Mitte, mit einem theoretischen Maximum an Sonne, damit die Buds explodieren! An ihrem Platz hat sie allerdings auch maximalen Winddruck; wenn das von Norden her hier rein pfeift, dann geht’s für sie auch schonmal ganz schön ab - wenn sie größer ist.
„Cleo“ - Auto Creeper („Super Sativa Seed Club“ via „Dutch Passion“, (Creeper x Williams Wonder) x Creeper, 90% Sat/10% Ind, bis 150 cm, 12-13 W)
Die toll purpelnde „Auto Creeper“ des vergangenen Sommers erwuchs aus einem Promo-Seed, den ich von einer Bekannten geschenkt bekommen hatte. Liebe A*****, vielen Dank dafür - die Blume war wunderschön und das Weed vom Allerfeinsten (für das gute Drittel Schimmelverlust kannst du ja nix). Und davon hätte ich jetzt gerne mehr - also, nicht vom Schimmel, sondern von den Blüten. Sicherheitshalber, als Backup (war ja ein Promo-Seed, und auch schon ein wenig älter), hatte ich mir im vergangenen Frühjahr vor dem Grow noch 3 Seeds des Strains gekauft, und darauf werde ich zurückgreifen. Mal abwarten, welchen der diversen existierenden Phänos mir die Glücksfee diesmal offeriert
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Sie erhält den Platz ganz außen, in der rechten Ecke. D.h., eigentlich in der mittelrechten Ecke, weil ich mit rechtsaußen nichts zu tun haben möchte
. Dort ist sie bis zu einer gewissen Höhe recht gut windgeschützt, später kann’s ähnlich anstrengend wie auf dem mittleren Platz werden.
Für Stabilisierungsmaßnahmen habe ich noch vom vergangenen Jahr genügend Bambusstangen bereit liegen. Ich gehe davon aus, daß ich diese auch wieder benötigen werde.
Nur um etwaigen Mißverständnissen von vornherein vorzubeugen: Die genannten Zeiten beziehen sich, da es sich um Selbstblüher handelt, allesamt auf „from seed to harvest“, also die gesamte Lebensdauer. Da bei allen Strains ein hoher bis sehr hoher Sativa-Anteil enthalten ist, kann ich mich darauf einstellen, daß es hier und da auch mal ein wenig länger dauern kann. Bei der „Auto Creeper“ ist ja schon von 13 Wochen die Rede. Und rumzicken könnten sie auch.
Nur die Höhe (und auch die Breite, aber die ist egal), die wird in diesem Fall, ganz im Gegensatz zur Box, kein Problem darstellen. Wenn eine von denen unbedingt 2 m groß werden möchte - bitteschön, soll sie! Große Pflanze - Potential für üppige Ernte, so einfach ist das. Dann müßte ich wahrscheinlich Triebe mit Pflanzenbinder-Klettband befestigen, aber machbar wäre das. Ich hoffe allerdings, daß sich alle Pflanzen in einem „zivilen“ Größenrahmen bewegen werden, sonst sammeln sich im Hochsommer noch alle Kiffer aus der Umgebung vor der Hofzufahrt und beten meinen Balkon an
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Damit auch vom Wurzelwerk her ein ordentliches Wachstum stattfinden kann, habe ich die 11-l-Stofftöpfe vom vergangenen Jahr gegen 25-l-Stofftöpfe ausgetauscht. Substrat und Dünger bleiben wie gehabt. Da es Outdoor nicht das Problem mit erhöhtem Nährstoffbedarf durch LED gibt, möchte ich das Wasser möglichst gar nicht bis vorsichtiger anpassen. Die Düngerdosen schaue ich mir vorher unter diesen Gesichtspunkten noch einmal genau an.
Setup
Location: Balkon mit einer Grundfläche von 12,5 m² (5 m x 2,5 m), Nordlage, 2. Etage, am Ufer eines Flusses gelegen, rundum bis auf eine Höhe von 75 cm verglast, Handlauf auf 90 cm Höhe
Beleuchtung: Sonne, im Sommer ganztägig
Belüftung: Wind in wechselnden Stärken aus wechselnden Richtungen
Growmedium: „Compo Grow Organic Light-Mix“, der ist für einen „Light-Mix“ recht stark vorgedüngt und reicht locker für 4 Wochen ohne Düngung aus; ohne Drainage, in Stofftöpfen von ca. 25 l mit Ösen und Untersetzern
Dünger: Mineralisch, flüssig, „420Flow“ Grow (N:P:K 3:1:2), Bloom (N:P:K 3:8:3), Booster (N:P:K 2:2:9) (und ggfs. CalMag / Bittersalz / Zitronensäure)
Schädlingsbekämpfung: Alle Töpfe werden präventiv mit SF-Nematoden angegossen, Indoor Gelbtafeln als Indikator; Outdoor gegen fliegende Schädlinge bei Bedarf Raubmilben, 3 Töpfe mit Lavendel
Bewässerung: Nicht abgestandenes Leitungswasser, nach Bedarf; Regen
Klimakontrolle: Außensensor einer „Netatmo“-Wetterstation mit Windmesser & Niederschlagsmesser
Kamera: Samsung Galaxy S24 (Android)
Bildbearbeitung: „Photo Studio Pro“, „Samsung Galerie“, „Google Fotos“, „Google Gemini“ auf dem Smartphone & Tablet; „GIMP 3“ und „Google Gemini“ auf dem Laptop (Ubuntu 24.04, ab spätestens Juni Ubuntu 26.04)
Grow-Tagebuch: auf dem Smartphone „Bloombro“; auf dem Laptop ein paar Sheets mit „LibreOffice Calc“
Beschallungsexperiment: „JBL BoomBox“
Sonstiges
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle gelegentlich über das Bagseed-Experiment berichten, das ein Kumpel (nicht mein Gärtnerkumpel, sondern sein Bruder) am linken Niederrhein durchziehen wollte. Von dem hatte ich in der Vergangenheit auch schon ein wenig erzählt. Er hatte seine Seeds, aus denen er seit Jahren sein Weed zog. Sein Weed ließ aber in den letzten Jahren nach, also wollten wir der Genetik ein bißchen neues Leben einhauchen. Er wollte ein Männchen von seinen Pflanzen nehmen und damit eine von mir gestellte „Tropical Tangie“ [„Elite Tangie Selection (Tangie x Tangie)“, Dutch Passion] bestäuben.
Ihr ahnt es schon, im vorigen Absatz gab’s zu viel Konjunktiv - da ist was schiefgelaufen. Im letzten Herbst hatte er leider massives Pech. Irgendwas, vermutlich Nutzhanf aus der Umgebung, bestäubte ihm seine Pflanzen. Alle. Jetzt hat er massenhaft Seeds, aus denen er bei erneuter Aufzucht vermutlich Vogelfutter ernten würde, und das Weed war auch mal deutlich besser.
Kann man nichts machen
. Er wird jetzt die 3 „Tropical Tangie“ zur Deckung seines Bedarfs verwenden, zusätzlich habe ich ihm noch ein paar sativalastige Autos zukommen lassen, die könnte er auch in’s Treibhaus packen. Der muß erstmal schauen, daß er auf seine Kosten kommt. Sein Vorrat muß für 1 Jahr reichen, er baut ausschließlich im Garten an. Über alles weitere reden wir dann später nochmal. Aber ich glaube, mit den 2 möglichen Zyklen bei Autos habe ich ihn schonmal auf den Geschmack gebracht
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Dafür wird’s dieses Jahr ganz bestimmt was mit dem Beschallungsexperiment auf meinem Balkon
! Irgendwie muß ich das hinbekommen, wenn die Mädels alle erstmal blühen - seid gespannt! Ich werde beizeiten nochmal erläutern, was ich vorhabe.
Soweit das Vorgeplänkel. In ein paar Tagen gibt’s dann noch Infos dazu, wie ich mir den Ablauf vorstelle, und kurz darauf soll’s auch losgehen. Drückt mir bitte die Daumen, daß die „Hawaii Maui Waui Auto“ bis dahin noch eintrifft! Beim Versender handelt es sich um „Alchimia“, gibt’s da evtl. Erfahrungen?
Bis dahin wünsche ich euch auf jeden Fall ein paar chillige Tage.











