Disclaimer: Dieser Post wird nachträglich editiert, wenn die Diskussion für einen Guide relevante Informationen hervorbringt.
Hi Leute,
wer kennt es nicht… der aktuelle Grow steht gerade mal seit einer Woche unter 12/12 und man beginnt schon mit der Planung des nächsten Projekts.
So geht es mir zumindest aktuell und besonders interessant finde ich gerade 12/12fs. Zum einen weil ich gern was neues ausprobieren wollte und zum anderen, weil diese Anbaumethode ganz individuelle Vorteile mit sich bringt.
Wie die meisten Grower, musste auch ich nach kürzester Zeit Grow-Fever feststellen, dass die Auswahl des anzubauenden Strains zur Qual der Wahl wird, sofern man noch auf der Suche nach dem persönlichen heiligen Gral in puncto Brokkoli ist. Vor allem für so kleine Hobbygärtner wie mich, die typischerweise in ihrem 60er Zelt nur Platz für ein/zwei Pflänzchen haben.
12/12fs scheint auf den ersten Blick eine Lösung zu sein. Durch das frühe Einleiten in die Blüte, bleiben die Pflanzen typischerweise klein und man kann von vornherein mehr Töpfe ins Zelt stellen, also auch mehrere Strains. Weiterhin kann so nach möglichst kurzer Zeit geerntet werden und mehrere Grows heißt natürlich auch potentiell mehr Strains.
Das ist das Kernargument, das diese Methode für mich überhaupt attraktiv macht.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sich die Methode hervorragend mit SOG verträgt und somit nicht viel Pflege (Topping/Training/Fimming) benötigt.
Natürlich hat die Methode auch Schattenseiten und bedarf in verschiedenen Punkten einer Diskussion.
Ein offensichtlicher Minuspunkt ist, dass man bei Weitem nicht das volle Potential aus seinen Seeds holt. Das mag erstmal unwirtschaftlich wirken, aber die Anschaffungskosten der Seeds sind ja wohl ehrlich gesagt im Vergleich zu den restlichen Kosten überschaubar. Durch die geringen Beleuchtungszeiten spart man auf der anderen Seite natürlich auch wieder ein wenig.
Damit der Plan aber überhaupt aufgeht, müssen natürlich verschiedene Strains ausgewählt werden. Ganz abgesehen davon, dass man jede einzelne Pflanze beobachten, verstehen und individuell behandeln sollte, muss ebenfalls der Erntezeitpunkt für jeden dieser Strains einzeln gewählt werden, was zeitintensiv sein kann und natürlich dazu einlädt Fehler auf der Zielgeraden zu machen. Vielleicht entwickelt sich ein Strain auch hervorragend, während andere komplett auf der Strecke bleiben. Aber ein wenig Improvisation gehört eben dazu!
Bei folgenden Punkten würde mich sehr interessieren, was ihr davon haltet und was für Erfahrungen ihr vielleicht schon gemacht habt.
1. 12/12 from puberty
Ich bin mir noch gar nicht sicher, ob ich den Sinn so richtig verstanden habe. Mein aktueller Stand ist, dass die Hormonproduktion und somit die Blüte der Pflanze durch 12/12fs eben ab dem frühstmöglichen Zeitpunkt eingeleitet wird. Ist ja auch klar - der Reiz, in die Blüte zu gehen, ist schon als Seed vorhanden und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Pflanze damit auch umgehen kann.
Eine Überlegung: was wäre, wenn man diesen Zeitpunkt genau kennen würde und die Pflanze klassisch bei 18/6 vegetieren ließe, um dann ebenfalls am frühstmöglichen Punkt die Blüte einzuleiten? Sorgt die frühe 12/12 Beleuchtung auch schon bei Jungpflanzen für Änderungen im Hormonhaushalt? Oder macht es vielleicht gar keinen Unterschied? Oder sorgt ein anfängliches 18/6 nicht vielleicht sogar für ein besseres Wachstum zu Beginn?
Meinungen u. Erfahrungen:
- 18/6fs kann Wurzelwachstum anregen - ansonsten kein großer Unterschied
2. Anzahl der Pflanzen
Die Erfahrungsberichte hier im Forum zeigen, dass die Mehrheit das Limit beim 60er Zelt bei 4-6 Pflanzen sieht, je nach Anbaumethode. Ich ScrOGe im Moment eine Pflanze, die mein gesamtes Zelt für sich beansprucht. Ich habe schon Leute mit 10+ Plants experimentieren sehen. Was ich damit sagen möchte, ist, dass je nach Vorhaben, ein überfülltes oder auch ein fast leeres Zelt, seine Daseinsberechtigung besitzt und man sich selbst immer vor Augen führen sollte, was das Ziel ist.
Dazu folgender Gedanke: mein Ziel ist es, möglichst viele verschiedene Sorten auf einmal heranzüchten zu können. Das legt klarerweise erstmal nahe, möglichst viele Pflanzen ins Zelt zu stellen. Für jede weitere Pflanze, muss man natürlich mit Einbußen bei den restlichen Strains rechnen, also gilt auch hier abzuwägen, was einem wichtig ist. Ich habe letztens etwas interessantes über Sativas gelesen und frage mich, ob das schon wer anderes gehört hat oder gar bezeugen kann. Und zwar würden Sativas (ohne Training o.ä.) sehr cola-lastig wachsen und blühen, im Vergleich zu den buschig wachsenden und blühenden Indicas. Die Betonung liegt hierbei auf cola-lastig blühen. Wenn das stimmt, wäre das ein weiterer Punkt für mich tendenziell mehr als weniger Plants in das Zelt zu stellen und mich dann auf Sativas zu beschränken, die ja ohnehin geeigneter für 12/12fs zu sein scheinen.
Aus Symmetriegründen wären mir 9 sehr recht, mit 6 könnte ich mich noch anfreunden, vier wären mir leider schon zu wenige für mein Vorhaben.
Meinungen u. Erfahrungen:
- viele Pflanzen (>6 a 5L) in kleinem Zelt sind schwierig zu pflegen
- 9 Pflanzen a 5.5L kann aber auch funktionieren
3. Auswahl der Strains
Wie oben bereits erwähnt, bringt das Mischen der Strains Probleme mit sich. Der einfachheithalber würde ich mich direkt auf Sativas beschränken, aber auch innerhalb dieser Klasse von Strains gibt es, was Höhe/Blütedauer/Nährstoff-/Wasserbedarf angeht, riesige Unterschiede - mal ganz abgesehen davon, dass, wie bereits oben erwähnt, die individuellen Eigenschaften der Pflanze von zentraler Bedeutung sind. Ich glaube dieses Problem wird sich als das größte entpuppen und wenn man vor dem Problem steht, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich damit abzufinden. Die Strains müssen also sehr gut gewählt sein. Gerade bei diesem Punkt bin ich total auf euch angewiesen. Ich glaube mit der Entscheidung der Strains fällt und steht das gesamte Projekt.
Meinungen u. Erfahrungen:
- Stecklinge sind aufgrund bekannter Phänotypen generell zu bevorzugen
- Strains müssen nicht auf Sativas beschränkt sein
Ich persönlich mag kräftiges, erdiges Cannabis am liebsten, ich bin mir aber gar nicht sicher, ob man darauf bei meinem Vorhaben überhaupt Rücksicht nehmen darf. Ich habe mir mal einige Strains rausgesucht, die mich ansprechen, von denen ich glaube, dass sie gut in ein 12/12fs und vor Allem gut zusammen passen würden, was Blütedauer und Höhe betrifft.
Alle Infos habe ich von hier
- Purple Haze (Zimt)
- Mayday Express (Zimt)
- Biddy Early (Honig)
- Honey B (Honig)
- Jacky White (Grapefruit)
- Black Diesel (Grapefruit)
- Amnesia Mystery (Kaffee)
- Psicodelicia (Kaffee)
- Durban (Holz)
- Chocolate Haze (Erde)
Alle diese Strains besitzen laut Breeder min. 70% Sativa und Blütedauern zwischen 8-10 Wochen.
Wenn ihr einen tollen Strain in der Richtung kennt (geschmacklich, oder aber auch vom Typ her), bitte schreiben
Ich bin beerig/fruchtigen Strains gegenüber auch nicht total abgeneigt und eine gewisse Abwechslung ist vielleicht gar nicht verkehrt!
PS: Ich habe erst mit mir gehadert, ob ich einen Thread hierfür erstellen soll, aber ich konnte hier im Forum nur vereinzelte Reports finden und keinen Guide. Ich hoffe dieser Thread kann zukünftig Interessenten helfen, besser zu entscheiden, welchen Weg man genau einschlagen möchte.
PPS: die Auswahl an Tags für dieses Thema war wirklich arm
(vielleicht findet man deshalb auch keine Foreneinträge zu dem Thema
)
mein 2,5 ter Grow überhaupt)wo sativalastige Plant anbaue.Na mal schauen.Finde deine Gedanken sehr interessant.Erste Frage war auch zu Kollegen hier Was passiert da eigentlich Sie gleich 12/12 zu schicken?Ist ein absolut spannendes Thema die Cannabispflanzen.
aber ich würd gern möglichst viele Sorten testen und beweg mich gern am Limit.