Hey, wenn ich nochmal darauf eingehen darf:
Dein Wasser aus der Leitung hat einen EC von 1,0? Mir ist es jetzt erst nochmals gekommen, das ist schon ein schlapper Wert. Da wundert es mich aber, dass der pH-Wert „nur“ bei 7 liegt. Normalerweise sollte der mit einem Kalziumwert 186 mg/l durchaus höher liegen.
Ich habe jetzt Interessehalber selbst nochmal nachgelesen: Gießwasser – Hortipendium
(@Medigro Ich bin Dir immer noch so dankbar für den Link, die Inhalte der Seite haben meinen Wissensbestand zum Thema Pflanzenkunde und -zucht enorm aufgewertet!)
Einleitend steht hierzu geschrieben:
Im weiteren Text kommt man ziemlich schnell zum Salzgehalt im Wasser und dessen Auswirkung auf die Pflanzenernährung:
„Dagegen enthält Wasser aus Gebieten mit Kalkstein als anstehendem Gestein sehr viele Calcium- und Magnesiumionen, hat einen hohen pH-Wert und wird als hartes Wasser bezeichnet. Eine Reihe der Salzbestandteile wie Kalium, Calcium, Magnesium, Nitrat, Phosphat, Sulfat und einige Spurenelemente sind Pflanzennährstoffe. Andere wie Natrium und Chlorid sind für die Pflanze nicht notwendig, erhöhen den Salzgehalt und schädigen in höheren Konzentrationen. Zu hohe Salzgehalte, unabhängig von der Zusammensetzung des Wassers, behindern die Wasseraufnahme durch die Wurzeln und führen zu Ernährungsstörungen“
Im weiteren Verlauf wird auf die unterschiedlichen Qualitäten von Gießwasser eingegangen:
"Die Ansprüche des Wassers in der gärtnerischen Praxis sind unterschiedlich und hängen z.B. vom Kulturverfahren, der Pflanzenart und der Kulturdauer ab. Die Anforderungen an die Wasserqualität steigen mit zunehmender Kulturdauer und bei geschlossenen Bewässerungssystemen, so dass tolerierbare Gehalte nach Verwendungszweck festgelegt werden müssen.
Die drei wichtigsten Kriterien für die Gießwasserbeurteilung sind:
- Gesamtsalzgehalt
- Bewertung des Gehalts einzelner Ionen
- Wasserhärte
Die chemische Analyse ermöglicht zuverlässig die Beurteilung der Zusammensetzung des Wassers. Die Messergebnisse sind jedoch erst dann zur Beurteilung der Wasserqualität verwendbar, wenn Richtwerte herangezogen werden. Bei der Interpretation müssen Zusammensetzung des Substrats und Salzverträglichkeit der Kultur einfließen."
Des weiteren folgt der wichtige Auszug um sein Gießwasser für die Anreicherung mit Dünger zu beurteilen:
Der Artikel über das Gießwasser geht noch ein gutes Stück weiter und beinhaltet noch mehr Themen wie Umkehrosmose oder Carbonhärte. Diese Inhalte sind aber schwer verdaulich und größtenteils auch jenseits von meinem Hobbywissen.
Das alles löst nicht das Problem, aber ich habe jetzt einfach mal laut mitgedacht/geforscht… Im Grunde geht es ja darum zu verstehen was ist passiert, woran lag es denn und wie lässt es sich beheben bzw. dafür sorgen, dass es nicht mehr auftritt.










