Location: Outdoor Vorzucht: Fensterbank mit ein bisschen Unterstützung durch eine 100Watt e27-LED Growmedium: Biobizz Allmix mit Anzuchterde im Pflanzloch Dünger: Biobizz Starter Pack
So, Neustart also. Zwei mal white haze, einmal white skunk. Zwischen Papiertüchern gekeimt.
Am 18. Mai erblicken die drei das Licht der Welt in kleinen Töpfchen mit Anzuchterde. Hab sie auf der Fensterbank nach Süden, viel Sonne also. Am ersten Tag hab ich sie vor der härtesten Mittagssonne ein bisschen geschützt, nach Sonnenuntergang gönne ich ihnen noch ein bisschen Licht von der 100Watt E27-LED. Keine Ahnung, ob das überhaupt irgendwas bringt, ich will mit dem Ding den Kleinen ja nicht zu nahe kommen.
Seit dem zweiten Tag kriegen sie beim Wässern auch ein bischen Root Juice.
Heute, also drei Tage nach Schlüpfung, habe ich die drei Kleinen in die Endtöpfe gesetzt. Hätte ich eigentlich auch gleich machen können, ohne den Zwischenschritt mit den Töpfchen.
Um ein bisschen zu experimentieren, steht die Skunk in einem 20-Liter Air Pot, eine Haze in einem 15-Liter Gronest und die andere in einem herkömmlichen runden Plastiktopf mit 11 Liter.
Alle haben Allmix drin, mit etwa einem Liter Anzuchterde im Pflanzloch, damit die Kleinen noch din bisschen stärker werden können, bevor sie an den gedüngten Allmix kommen. Zum Start hab ich alle gut durchgewässert. Hoffe, ich kriege das in Zukunft mit dem Gießen gut hin, das ist der Teil, vor dem ich am meisten Respekt habe. Sind ja sehr kleine Pflänzchen in sehr großen Töpfen. Ach ja, in allen habe ich unten eine Schicht Blähton drin, hoffe das hilft. Aus Airpots und Gronests müsste das Wasser ja in jedem Fall gut ablaufen.
Heute hab ich die drei Töpfe erstmal im Wintergarten gelassen, dachte die Unstellung auf die großen Töpfe ist für die Pflänzchen erstmal genug. Davon sollen sie sich erstmal erholen, bevor sie nach draußen kommen.
Was meint ihr, wie jetzt weiter? Noch ne Woche Wintergarten? Oder lieber morgen raus, erstmal in den Schatten? Oder gleich Sonne? Habe das sehr unterschiedliche Empfehlungen gelesen…
Erstmal können die Pflanzen auf die Terrasse, später würde ich sie lieber vom Grundstück bekommen, auch wenn es völlig uneinsehbar ist (Ich lebe in Bayern, wo die Polizei nix besseres zu tun hat, als Gras-Delikte ernsthaft zu verfolgen). Unser Garten geht zum Wald raus, erstmal kommt ein großes Stück mit hohen Gräsern und vereinzelten Bäumen, da kan ich die Töpfe gut dazwischenstellen. Ist sonnig, geschützt und für mich mit ein paar Schritten aus dem Garten erreichbar. Sollte es ganz doof kommen und es läuft mal wieder jemand seinem unerzogenen Hund hinterher durchs Gebüsch und findet die Pflanzen, hab ich damit nichts zu tun, ist ja nicht mein Grundstück.
Die sind ja noch sehr klein, ich würde sie erstmal in der Nähe behalten, und evtl. bei schlecht Wetter wieder reinholen. Und evtl ein bisschen Kleintier-Maschendraht zum Schutz vor Getier aller Art …
Die Lampe scheint ja geholfen zu haben. Meist spargeln die auf der Fensterbank.
Wir ich oben schrieb, kommen sie auf ein lichtes Waldstück, das direkt an meinen Garten angrenzt. Für mich nur ein paar Schritte, aber eben nicht mein Grundstück. Dort ist es sehr sonnig u geschützt.
Ein kleiner Vorteil dabie, sie noch zwei Tage im Wintergarten zu lassen, wäre, dass sie noch ein paar Stunden in den Genuss meines kleinen Lämpchens (s.o.) kämen. Habe einer der dreien gestern Abend bis in die Nacht noch ein paar Stunden gegönnt - und den Unterschied zu den anderen beiden sieht man schon deutlich. Allerdings schafft das Lämpchen nur einen Topf.
Die Lampe macht natürlich was aus, wenn man es auf max. Ertrag anlegt, das pusht sie etwas schneller. Allerdings finde ich wichtiger, dass man damit das Spargeln verhindern kann. Spargeln ist an sich nicht so schlimm, das kann man spätestens beim Umtopfen wieder auffangen, indem man sie tiefer eingräbt – oder indem man den Topf anfangs nicht voll macht, so dass man später Erde nachlegen kann, um die Spargelchen zu stützen.
Die lütten sind halt ziemlich windanfällig, weil die Wurzeln noch nicht so gut greifen. Das wird durchs Spargeln noch verschärft. Meine sind mal nach 1-2 kräftigen Böen fast umgefallen. Hätte ich nicht sofort reagiert & sie reingeholt, wäre das evtl. böse ausgegangen.
Übrigens meine ich jetzt auch zu wissen, was beim ersten Versuch schiefgegangen ist. Der Vorteil vieler Fehler ist ja: Viel gelernt.
Erstmal habe ich falsche Erde benutzt, viel zu fette, schwere Kompostmischung. Dann habe ich die kleinen Automatics in ihren 10-Liter-Töpfen falsch gegossen: Immer nur einen kleinen Fleck rund um die Pflänzchen. So haben sich die Wurzeln fast garnicht ausgebreitet. Dann wurde ich im Forum auf die falsche Erde hingewiesen und habe umgepflanzt - die fast ganz nackten erbärmlichen Wurzeln. Als ich dann gegossen habe, kamen die kleinen verletzten Wurzeln mit der Menge wahrscheinlich nicht klar. Einige Blätter gingen ein. Dann hat mein Zweijähriger Sohn eine Pflanze mit der inzwischen schon ein bisschen längeren Pfahlwurzel aus der Erde gezogen. Zum Glück gleich gemerkt und wieder eingesetzt.
Ganz schön viele Schocks also für die Kleinen. Für die Ernte natürlich fatal, weil: Automatics. Und trotzdem wachsen die drei verbleibenden tapfer, sehen eigentlich sogar ganz gut aus. Nur sehen sie nicht nach den drei bis vier Wochen aus, die sie jetzt alt sind, sondern eher nach ein zwei Wochen.
Zum Üben und Lernen kümmere ich mich trotzdem so gut es geht um die Armen, nur teuren Dünger kriegen sie nicht mehr. Bin mal gespannt, was passiert, wenn demnächst die Zeit kommt, in der eigentlich die Blüte starten sollte.