Lecithin in Edibles zur Erhöhung der Bioverfügbarkeit

Hallo,

es gibt hier im Forum keinen dezidierten Thread zum Thema Lecithin. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen, der/die hier was Beitragen kann. Mich würde interessieren, ob ihr damit Erfahrung habt, Tipps für „gutes“ Lecithin (das Granulat von DM löst sich nicht so toll), Rezepte, Wirksamkeit von Emulsionen, etc. Gibt es vielleicht gute Alternativen? Gerne hier im Thread sammeln, ich mache den Anfang:

Es gibt ja unterschiedliche Rezepte zur Öl bzw. Pulverherstellung, einige davon haben Lecithin als Zutat dabei. Das Lecithin sorgt dafür, dass das in Öl lösliche THC (oder das THC infudierte Öl) sich mit Wasser verbinden kann und somit schneller (und ggf. vollständiger?) vom Körper aufgenommen werden kann.

Beim Pulver gibt es die Variante, das Lecithin direkt mit zu infudieren und danach erst mit dem Stärkepulver zu mischen, oder das Lecithin mit dem Stärkepulver zu mischen und danach das Öl unter zu mischen.

Ich habe mir am Wochenende Canna-Kokosöl hergestellt, ohne Lecithin und fragte mich nun, ob ich das Lecithin auch anders anwenden kann, um eine schnellere, möglicherweise effizientere, Wirkung zu bekommen:
1/2 Glas Wasser (Tee, Saft, …)
1/2 TL Lecithin
… warten bis es gelöst ist, dann
1/2 TL Canna-Kokosöl (oder was auch immer man braucht)
… zusammen in Marmeladenglas schütteln, bis sich eine Emulsion bildet und dann trinken.

Nach den Erfahrungen am Wochenende bin ich unsicher, ob das was bringt, da ich schon vorher beim Kochen immer mal den Löffel abgeschleckt hatte. :innocent:

Alternativ Produkte die Lecithin enthalten und als Grundlage für schneller wirkende Edibles dienen könnten:

  • Eigelb, z.B. als Grundlage für selbstgemachte Mayonaise. Warum nicht mal Fritten mit THC-Mayo versuchen?
  • Senf: wird häufig in Vinaigrettes genutzt um Öl und Essig zu verbinden. Wirkt der THC-Öl Salat mit einer solchen Sauce schneller?

Der vollständigkeithalber hier ein paar Links von denen ich mich habe inspirieren lassen:

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Ok, jetzt habe ich mir selbst doch ein bisschen Lust gemacht. Kein genaues Rezept - nur zum testen ob es schneller wirkt durch das Lecithin:

  • Gin
  • Zitronensaft
  • 1/4 TL Lecithin darin auflösen
  • Limejuice Cordial
  • Ingwersirup
  • Canna-Coco-Oil (wenig, hab noch ein Meeting später)
  • auf Eis gießen und mit Soda aufgießen

Alles ordentlich aufschütteln oder blenden und genießen. Gefühlt kickt es nach 10-15 Minuten, oder es hat einen ausgesprochen guten Placeboeffekt.

Durch den Kokos-Öl-Geschmak bekommt das ganze etwas von Tikicocktail.

Dog Love GIF by TikiIndia

Als alternative zum Lecithin ist mir eben noch Aquafaba (Kichererbsenwasser) eingefallen, das kann ebenfalls als Emulgator genutzt werden. Die anwesenden Veganer werden es sicher als Eiweißersatz kennen.

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Servus, zuerst hielt ich den Thread-Titel für falsch, da ich dachte dass Lecithin eigentlich nur zur Emulgierung da ist.

Nach ein wenig Recherche scheint es aber auch die Bioverfügbarkeit zu erhöhen. Bin leider kein Chemiker von daher keine Garantie.

Bei mir kommen Lecithine aber für weitere Experimente definitiv auf die Einkaufsliste!

Wie hat sich denn Deine Erfahrung mit Lecithinen im Laufe der Monate weiterentwickelt?

Kat war und ist eine der frühen legenden der edible szene im amiland, sie war für mich die erste person die von bioverfügbarkeit soja lecitine in edibles gesprochen hat und die erste bei der ich gesehen hab das man ein gesamtes multiple gänge menü, von vorne bis hinten, mit thc versetzen kann. alles. selbst den fucking truthahn.
Durch sie bin ich auf cocos fett anstatt wasserhaltiger butter gekommen, nur vorteile.

Aus einem kreis von sehr talentierten growern kommend hat sie das edible game damals in den foren voran getrieben wie kein zweiter.

Ich hab damals ihre threads verschlungen und die besten edible rezpte meines lebens von ihr erhalten.
Der weg wie sie ihre sachen mit lecitine aufbereitet hat war ein gamechanger für mich.

Ich habe viele ihrer rezepte, von infusiertem alkohol und cocktails bis zu puren öl-hash kapseln und soft-candy nachgekocht, good times, viele zerstörte partys, viele leute die nach einem bonbon 48 stunden lang nur sehr unzureichend am leben teilnehmen konnten.

Leider sind in den foren viele bilder in ihren threads verloren gegangen, und auch ihre website ist ein alptraum, aber wenn du dich mal einige stunden durch google wühlst findest du absolutes gold-wissen im bereich der edible herstellung.

Gute suchworte : „bad kitty smiles“ „badkats cannapharm“

hier ist ihre website : https://www.badkatscannapharm.com/

Die ist unfassbar schwer zu navigieren, klick auf jeden fall auf „more“ im menü oben rechts, da schlummert sehr viel wissen. (in einem sehr anstrangenden layout)

Hier ist einer von ihren sehr interessanten posts zum thema soja lecithine :

Medical Grade Bio-available Hash Oil Using Badkat’s Cannapharm Recipe
https://www.thcfarmer.com/threads/medical-grade-bio-available-hash-oil-using-badkats-cannapharm-recipe.92841/

sehr geiles rezept, sind tolle sachen möglich :

und es gibt noch viel mehr von ihr online.
Ich hab ganz sicher noch viele alten sachen von ihr als screenshot in meinen backups verbuddelt, aber da komm ich aktuell nicht ran, aber im winter werd ich das mal sichten.

Und für den fall das es dir oder jemand anderem geholfen hat wäre toll wenn in betracht gezogen werden würde ihr nen kleinen taler zu spenden, der geht es aktuell nicht so gut…

:frowning:

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@itsallabouttheterps Danke für den Tipp, da werde ich mal etwas Zeit investieren und mich rein lesen.

@ky4e durch die Emulgierung wird die die Bioverfügbarkeit erhöht. Was meine eigenen Tests angeht, sehr überschaubar.Ich habe letztes Jahr aus rund 60g Blüten einen Ethylextrakt (Rezept hier im Forum) hergestellt, der mir als Grundlage für Edibles dient. Daraus habe ich im wesentlichen zwei Dinge gemacht: Space Honey und Space Dattelsirup - jeweils mit Lecithin. Es ging mir hauptsächlich darum, unauffällig mit Magie zu reisen - keiner Wundert sich bei einer Grenzkontrolle über eine angebrochene Honigflasche im Wohnwagen. Die Wirkung kommt recht schnell innerhalb von 20-30 Minuten, hält aber dafür nicht ewig. Für alles weitere was ich probiert habe, habe ich jetzt auch immer Lecithin genommen.

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Hi Leute,
ich bin per Zufall auf diesen Beitrag gestoßen und möchte mich zuerst für eure Ideen bedanken. Ich wäre früher nie drauf gekommen mir damit mal einen Gin anzusetzen, Honig oder gar Bonbons.

Früher war meine Idee eine Art Cannabis-Tee zu machen, diesen vorportioniert als Eiswürfel einzufrieren und einfach ab und zu einen in mein Getränk zu werfen :slight_smile:

Aber ich habe Kinder und möchte nicht, dass sie mal die falschen Eiswürfel nehmen. Dadurch bin ich die Zubereitung von Öl gestoßen, setze gerade mein viertes an und ich gebe diesmal zum ersten mal Lecithin bei und bin sehr neugierig auf die Veränderung der Wirkung. Bisher (ohne Lecithin) merke ich den Start 70-80 Minuten nach der Einnahme und nach ungefähr 120 Minuten kommt der Schlumpf und wischt mir ordentlich die Birne durch.

Nun bin ich sehr neugierig auf die Veränderung von Lecithin. Ich beschreibe mal wie ich dabei vorgehe, falls ich etwas faslsch mache oder ihr Verbesserungen habt. Bisher kommt alles was ich tue von ChatGPT.

Meine Familie ist durch den Geruch sehr genervt, dadurch mache ich inzwischen alles im Freien wenn ich alleine zu Hause bin.

  • Blütenstücke circa Erbsengroß zerkleinern
  • Blütenstücke in eine kleine Auflaufform, 1-2 mal mit Alufolie umwiwickeln damit nichts davon fliegt
  • Airfryer in die Garage, rein mit der Auflaufform. 60 Minuten bei 110 Grad. Bei Minute 20 und 40 die Auflaufform kurz herausnehmen, etwas schütteln damit sich das Material verteilt
  • Kleine Gaskochstelle außen. Extra Topf, da kommt das Öl rein, Blütenreste drauf. Konkret nehme ich 750 ML Olivenöl und verwende hier 1,5 Esslöffel Sojalecithin (flüssig, von Amazon)
  • Temperatur wird natürlich überwacht, immer 70-90 Grad. Das ganze bleibt 2,5 Stunden dort. auf die letzten 10 Minuten werfe ich mir noch ein paar Brennessel-Teebeutel mit rein (ich liebe den Geschmack, nimmt auch irgendwie das bittere von Cannabis heraus).
  • Abkühlen lassen
  • Alles in die Flasche zurück, natürlich sauber absieben damit keine Blütenreste in die Flasche gelangen und die Blütenreste richtig schön im Edelstahlsieb ausdrücken um nichts zu verschwenden.

Und fertig. Dauert 4 Stunden inclusive Aufräumen, alle 1-2 Monate. Bei Bedarf 1-2 Teelöffel Öl, Schluck Wasser hinterher trinken damit es richtig runtergespült wird und abwarten :slight_smile:
Für to-go habe ich so eine kleine Redbull-Shot falsche in die 37 ml reinpassen. Einfach Ein Getränk deiner Wahl rein, 1-2 Löffel Öl aufgießen. Vor Gebrauch gut schütteln. Ich liebe den unauffälligen Konsum.

Gibt’s hier Änderungen/Vorschläge/Verbesserungen? Ich mache das noch nicht lange und bin für Tipps sehr dankbar

Benutzen die meisten hier Coco-Öl? Mein erster Test war mit Sesamöl, seitdem nehme ich nur noch Olivenöl. Ich brauche es flüssig. Kokosöl ist immer fest, außer beim erwärmen, oder? Also auch nach der Zubereitung wird es wieder fester wenn es abkühlt? Ich stelle mir dadurch die Dosierung schwierig vor. Für mein Olivenöl habe ich Mini-Teelöffel, die sind auf genau 1 ml geeicht wenn sie randvoll sind. Einfacher kann ich es mir gerade nicht vorstellen.

Aber mir gefällt auch die Idee mit den Bonbons mega gut. Das erleichtert die Dosierung un ddie Einnahme noch weiter und man kann sich unauffällige verschiedene Bonbonpapierchen aufheben und seine eigenen guten Bonbons da unauffällig mitnehmen :slight_smile:

Bedenke dies falls du den Airfryer wieder nutzen möchtest. Meiner ist jetzt im Keller weil er nach Weed richt :joy:

MCT Öl bleibt Flüssig.

Guter Flug :ca_cool_joint:

The Simpsons Cartoon GIF

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„Never change a running system“ muss ich bei deinen Ausführungen denken. :+1:
Schreib unbedingt ob du einen merklichen Unterschied mit dem Lecithin bemerkst.

Was die Verbesserungen angeht fällt mir das Pulver ein: Wenn du deine Ölmischung zum Schluss mit Maltodextrin vermisch bekommst du zusammen mit dem Lecithin ein wasserlösliches Pulver, welches sehr leicht zu dosieren und einzunehmen ist und sehr praktisch gelagert werden kann. Oben ist ja ein Rezept dafür.

Kann das Pulver hier nur immer wieder empfehlen:

Gruß Parody :victory_hand:

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Ich bin ja dazu übergegangen das Öl mit Ethyl zu extrahieren und es dann wieder irgendwie zu verarbeiten - z.B. mit flüssigem Lecithin und Honig oder Dattelsirup. An das Pulver hatte ich garnicht mehr gedacht - einfach etwas Konzentrat in Öl lösen und dann nach dem Rezept arbeiten. Mit dem Konzentrat bekommt man es bestimmt auch etwas potenter… :ca_rasta_joint:

Das ist m.E. zu lange, vor allem weil Du es ja anschließend nochmal für eine halbe Ewigkeit kurz unter der Grenze zum Kochen hältst. Ich bin da jetzt auch nicht so der Guru, aber vielleicht mal mit 20-30 Minuten auf 110°C testen ob es besser oder schlechter ist?

Wow danke, das klingt echt interessant. Ein anderes nicht so geschmacksintensives öl zu nehmen und das pulver weiter zu verarbeiten :slight_smile:

Wie lange decarboxylieren ihr denn, wenn ihr es direkt danach warum weiterverarbeitet?

Tatsächlich nein, ich fürchte irgendwie das ich nicht das richtige Lecithin gekauft habe. Die Wirkung tritt nicht früher auf, da hat sich nichts verändert. Aber der Geschmack und Geruch meines Öls haben sich verändert und das nicht gerade zum angenehmen. Es riecht und schmeckt sehr dominant nach alter Nuss :((
Ich denke man darf hier keine Direktlinks zu Amazon einstellen, der Name des Produktes ist „Sala Fluidlecithin Sojalecithin BE Spezial Emulgator 100 ml NH-PET“. Es war eine braune, zähflüssige Pampe die raus lief, es hat sich im Topf sofort eine dicke Schaumschicht oben gebildet. Der Schaum war richtig hart, ich konnte mit dem Kochlöffel Stückchen schneiden und wieder unterrühren. Auf einmal war der Schaum weg. Aber es riecht und schmeckt nun sehr unangenehm, leider. Zum Glück habe ich spontan die Dosierung reduziert, von 3 empfohlenen Esslöffeln auf die hälfte, ansonsten wäre es noch ekliger geworden. Mit Sicherheit werde ich es nächsten Monat wieder weg lassen, oder ein anderes, neutraleres Lecithin testen.


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Hier in dem Artikel sind Diagramme zur THC (und CBD) Entwicklung bei unterschiedlichen Temperaturen/Zeiten. Ich hatte mich nach dem, laut der Quelle, veralteten Diagramm gerichtet. Ca. 25 Minuten bei 125° C. Da wird auch das CBD komplett mit aktiviert. Beim nächsten Mal würde ich 110°C mit 20-25 Minuten testen. Aber das kommt sicher auch darauf an, ob man es eher entspannend haben möchte.

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Ich habe bis jetzt wenig gemacht und mich an diese Empfehlung gehalten: 115° für 45 min

Im Forum habe ich diese Grafik gefunden, sieht interessant aus, hab aber noch nicht experimentiert.

Das mit dem Lecithin ist ja blöd. Meine Versuche hatte ich mit diesem Pulver gemacht, geschmacks- und geruchsneutral. Da ich früher aber fast nie edibles konsumiert habe, war ich mir nicht sicher ob die Wirkung wirklich schneller einsetzt, war so 45-90 min mit dem Pulver.