Dass das pure Symbol-Politik zu sein scheint, wissen wir doch alle. Dennoch sehe ich es wie Shivva. Wirte haben das Hausrecht und damit ach jede Befugnis bestimmte Substanzen zu verbieten, auch wenn es manchen Leuten (und vor allem denen hier) ungerecht erscheint udn erst recht, wenn nebenbei zich Liter Alkohol abgegeben werden.
Auch beim Jugendschutz kann man Ansetze sehen. Erneut, klar, mir kommt es auch wieder wie ein vorgeschobener Vorwand vor, um ja nicht nachzugeben, um der schlimmen Droge Cannabis weiter den Kampf anzusagen, um symbolpolitisch sich von der Ampelregierung abzukapseln… Aber soviele Kinder wie faktisch auf einer Kirmes o.ä. Veranstaltungen rumlaufen, würde ich mich auch nicht unbedingt trauen da Cannabis zu konsumieren. Und drin ist sowieso Rauchverbot.
Die Medien, auch die Öffentlich-Rechtlichen, haben in den letzten Monaten dermaßen heftig und kontinuierlich gegen die Cannabis Teil-Legalisierung (und damit auch gegen Konsumenten) gehetzt, dass sich die Zustimmung aus der Bevölkerung deutlich reduziert hatte - das habe ich an diversen jüngeren Umfragen gesehen.
Es war wirklich deutlich erkennbar, welchen Einfluss die negative Berichterstattung da auf die (un)breite Bevölkerung hatte.
Und das weiß leider auch die CSU.
Die bekommen in Bayern Rückendeckung von der Mehrheit der Bürger.
Solange sich das nicht ändert - und das muss von den Leuten selbst kommen - wird hier wohl auch niemand in der öffentlichen Wahrnehmung als irrationaler Ideologe gelten, der Cannabis verteufelt und so tut als sei das was völlig anderes als Alkohol und Tabak.
Ich befürchte eher, dass diese staatlich angeordneten Verbote („Kiffen ist in Biergärten und auf Volksfesten, sowie in vielen Parks, Freizeitanlagen etc. nicht erlaubt“) die Stigmatisierung erst recht noch zementieren, so dass es umso schwieriger sein wird, dass hier seitens der Bevölkerung noch ein Umdenken stattfindet.
Alleine dieses Bild, dass man sich als Cannabis Konsument quasi immer vor Kindern und Jugendlichen „verstecken“ muss - als würde man mit seinem Konsum etwas sehr Verwerfliches, Schlimmes tun - wird man nicht mehr so einfach aus den Köpfen der Leute herausbekommen.
Das ist also aus meiner Sicht eine sehr ungute Entwicklung, die hier Fahrt aufnimmt.
Von wegen Symbolpolitik: Fürchten sie jetzt in Amsterdam, dass Touristen ausbleiben? ![]()
(Das ist natürlich ironisch von mir gemeint)
Also wir dürfen was den Jugendschutz betrifft aber auch nicht vergessen, dass es da bereits riesige Debatten auch im Bezug zu Tabak-Konsum gab, bzw auch immer wieder gibt.
Ich persönlich finde die zwischenzeitlich im Raum gestandene Idee eines Rauchverbots in Autos, wenn Kinder dabei sind, für prinzipiell gut, würde sie nicht gegen Persönlichkeitsrechte des Konsumenten verstoßen.
Ich würde auch nie und habe auch nie in Anwesenheit von Kindern einen gebufft. Dass man da eine Vorbildfunktion hat, leuchtet vermutlich jedem klar denkenden ein.
Genauso rauche ich auch keine Zigaretten in Anwesenheit von Kindern. Auch sind nie Kinder anwesend, wenn ich mir mal einen hinter die Birne kippe.
Daraus aber so ein riesiges Thema zu machen und Verbotszonen wie sie jetzt gelten einzurichten, ist definitiv übertrieben.
Ich bin da ziemlich auf einer Linie mit @Shivvas Meinung. Man Sollte es quasi mit Tabak und Alkohol gleichstellen.
Strafen bzw Bußgelder sollte es auch geben, aber nicht solche emfpindlichen.
Leider ist es aber so, dass auch viele Leute keinen gesunden Menschenverstand haben um eben dieser Vorbildfunktion genrell gerecht zu werden…
Ich rauch inzwischen nicht mal mehr im Auto, wenn ich erwachsene Nichtraucher mitnehme. Selbst auf längeren Fahrten nicht. Weil ich das sinnvoll finde, nicht weil es verboten ist.
Na klar, das sehe ich auch so.
Man könnte doch deshalb einfach z.B. auf Volksfesten einfach einen „Raucherbereich“ einrichten, von mir aus mit hochgezogenen Wänden als Sichtschutz, in dem auch gekifft werden darf.
Aber gerade das wird ja nicht gemacht.
Stattdessen werden die Cannabiskonsumenten ungleich zu normalen Rauchern wie Aussätzige (oder eben nach wie vor wie Kriminelle) behandelt.
Auf Dauer wird da nur Konfrontation helfen, einfach öfter mal direkt nach der Arbeit, Jonny in den Mund und anzünden, anfangs wird noch blöd geguckt, irgendwann ist es normal.
Den Leuten zeigen das „jeder“ kifft, nicht nur der abgestürzte Jugendliche der nix auf die Reihe bringt.
Das Zeug ist mitten in der Gesellschaft, dass lass ich mir jetzt nicht mehr nehmen
Mich stört es eigentlich garnicht wenn ich nicht überall kiffen darf, was mich aber heftig stört ist die Doppelmoral in allem…
Einmal durch die Stadt laufen und man sieht Eltern mit Kinderwagen und ner Kippe in der Hand, bei sowas fände ich auch ein ordentliches Bußgeld angebracht…
Und vorallem die ganze Zeit das rumgejammer wegen Volksfesten… das sind die reinsten Saufgelage während Kinder zwischendrin rumrennen…
Warum funktioniert es überhaupt das jetzt nur gegen Cannabis geht?
Das logischste was man jetzt machen müssten währen mal alle Regelungen zu überarbeiten.
sorry musste mich nur mal kurz auskotzen ![]()
Auf Volksfesten, im Freien, bei Kindern, für die man eben kein Vorbild, sondern bloß irgendsoein Fremder ist? Oder im Park, auf ner Wiese, wo halt in 20 m Entfernung ein Weg vorbeigeht, auf dem auch Kinder gehen? Da ist Alkohol und Rauchen Gang und gäbe. Wenn man das nicht als schädlich für die Kinder ansieht, gehört Cannabis da auch hin.
Genauso, warum soll ich mein Cannabisschränkchen wie einen Tresor sichern, damit ja kein Kind heimlich Sit-Ins in meinem Wohnzimmer veranstaltet, während das Schnapsregal und die Tabakschublade gerne frei zugänglich für jeden sein dürfen?
Mimo trifft es genau: Letztlich wird da bloß in den Köpfen zementiert, dass Cannabis was ganz Schlimmes ist, die andern legalen Drogen aber total unproblematisch. Und dafür gibts keine sinnvolle Begründung. Also werden sich die Leute da nur unter Zwang dran halten.
Das sehe ich genauso.
Das Gesetz, auch wenn dieser Paragraph meines Erachtens entweder überflüssig ist oder eben auch auf Tabak und Alkohol angewendet werden sollte, sagt ja
Der Konsum von Cannabis in unmittelbarer Gegenwart von Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist verboten.
Und das finde ich prinzipiell auch gut so. Meiner Auffasung nach, müssten die schutzbedürftigen Personen (unter 18) aber zum Beispiel mit am Biertisch sitzen, um in unmittelbarer Gegenwart zu sein.
Edit:
Dieser Paragraph ist aber vermutlich auch gar nicht in dieser Form ursprünglich geplant gewesen, sondern ein Kompromiss der Ampel um Kritische Stimmen ein wenig zu beruhigen.
Anders kann ich mir das nicht erklären.
Edit2:
Die Formulierung ist eben sehr unglücklich gewählt und lässt viel Spielraum. Was ist unmittelbare Gegenwart?
Ich fühle mich ja schon schlecht, wenn bei genanntem Beispiel des Biertisches, am Tisch neben dran schon Kinder sitzen und ich eine Zigarette rauchen will… Beim Bier mache ich mir aber seltsamer Weise keine Gedanken.
Das unterschreib ich sofort! ![]()
Leute, was uns fehlt ist die Tracht!!!1
Nach Beendigung meiner 10 jährigen Karriere als Kellner in der Münchner Innenstadt hab ich alle meine Lederhosen vernichtet ![]()
Und auch stationär, und halt net in Bewegung, wie beim bloßen Aneinandervorbeigehen. Ist wirklich blöd formuliert.
Ich glaube, die Antwort ist ganz einfach: Man wäre sonst als braver Alkohol- und Kippenkonsument gezwungen, auch das EIGENE Verhalten entsprechend kritisch zu hinterfragen. Viel einfacher, bloß die andere Droge zu ächten, mit der man eh nix am Hut hat.
Eine gesellschaftlich absolut akzeptierte Verhaltensweise, die mir zunehmend aufstößt, ist bspw. das gezielte Animieren anderer (auch Minderjähriger!) dazu, (mehr) Alkohol zu trinken. Weil man ja sonst ein „Spielverderber“ ist. Oder auch das ungefragte Mitnachbestellen alkoholischer Getränke.
Hab ich beim Kiffen nie erlebt. Da entscheidet jeder selbst, ob und wieviel er mitziehen will, und wann genug ist, und darüber wird auch kein Wort verloren.
Da könnte man ja auch umgekehrt mal von lernen.
Der kleine Unterschied ist halt, daß beim Alkohol derjenige besoffen wird der säuft.
Beim kiffen kann man halt auch durch passives einatmen einen Rausch bekommen.
Gilt wohl wirklich nur für große Mengen in kleinen Räumen über lange Zeiträume. Um, wohlgemerkt, einen überhaupt messbaren Wert zu erhalten. Nicht etwa einen merklichen Rausch.
Im Freien wohl generell kein Thema.
Ich schwöre euch, niemand wäre mehr passiv bekifft als meine Freundin.
Da passiert absolut gar nichts passiv, ich finde es mittlerweile eine Frechheit was die Medien für Lügen verbreiten dürfen mMn hat das System und ziehlt nur darauf ab das Gesetz schnellstmöglichst wieder zu ändern.
Wehrt euch und lasst euch das nicht gefallen.
Das wird nen riesengroßer scheiß noch werden sag ich euch
Das geht schon auch so aus allen Artikeln hervor, die ich gesehen habe. Punkt ist halt, ob die auch alle lesen (und sich nicht ihre eigenen wilden Theorien zusammenspinnen).
Glaube, der Geruch führt die Leute auf die falsche Fährte. Der hat aber nun mal nix mit Rauschwirkung beim Riechenden zu tun. Das muss sich halt rumsprechen, das wissen ja selbst viele Konsumenten nicht.