Dabei stellt sich die Frage, wen die Ampel jetzt noch zusätzlich verärgern würde, wenn sie das einfach durchziehen… ![]()
Ja, ich.
Wundert dich das?
Herr Özdemir hat sich auch vor ein paar Monaten, als das Cannabis Gesetz drohte, im Bundesrat zu scheitern (Vermittlungsausschuss) und „seine“ Grünen in Baden-Württemberg es sabotiert hatten, trotz vielfacher Anfragen dezent im Hintergrund gehalten.
Ja, es wird ein Modellprojekt geben, an dem 25 Städte teilnehmen.
Das hat aber nichts mit den Fachgeschäften zu tun, sondern wird der Verkauf über Apotheken laufen.
Säule II (Fachgeschäfte) wird es vermutlich nicht mehr geben, siehe dazu auch die Aussage von Dirk Heidenblut bei Abgeordnetenwatch, die ich hier schon verlinkt hatte. Auch will Frau Wegge seit Monaten nichts Genaues mehr dazu sagen („Wir befinden uns derzeit in Gesprächen…“).
Bei X/Twitter schreiben ständig eine Handvoll Leute, die dort sehr aktiv sind, die Fachpolitiker an, ebenso das BMG bzw. Karl Lauterbach, und fragen, wo Säule II bleibt - bekommen aber regelmäßig keine Antwort.
Und hier im Forum interessiert es auch so gut wie niemanden mehr, wenn ich das mal als Barometer betrachte und die Reaktionen auf entsprechende Posts von mir der letzten Wochen vergleiche mit der Zeit vor dem April. Habe auch schon überlegt, ob ich es bleiben lassen soll, hier noch irgendwelche News zu posten.
Meine persönliche Einschätzung ist auch die, dass jetzt sowieso, nachdem Cannabis aus dem BtMG raus ist und auch die Hürden beim Genehmigungsvorbehalt gesenkt wurden, die allermeisten wissen, dass sie mit ein paar Klicks ihr Medizinalcannabis bequem nach Hause bestellen können und dafür weder lange Vorbesprechungen mit Ärzten noch irgendwelche Atteste zwingend benötigen.
Die einzige Frage, die ich mir stelle, ist, ob das so beabsichtigt war - die Fachpolitiker verneinen dies nämlich. Dabei hat z.B. Frau Wegge selbst in einer Konferenz gesagt, dass sie es auch ihren Bekannten empfohlen hatte, sich Cannabis über eine Apotheke zu besorgen, bevor sie es am Schwarzmarkt kaufen. Verständlich ja, war aber eigentlich nicht Sinn der Sache.
Die einzige Sorge, die ich diesbezüglich habe, ist, dass man sich in der neuen Regierung darauf einigen könnte, den Eigenanbau zu streichen, weil da ja nur ganz gefährliches Haschgift mit ungewissen THC Konzentrationen und mikrobiellen Kontaminationen herauskommen kann - während das Medizinalcannabis in der Apotheke ganz toll ist und von einer Heilpflanze kommt (da sind dann auch die 30 % THC nicht toxisch im Vergleich zum Homegrow…).
Moin,
Ich habe schon darüber nachgedacht, ob nicht gezielt auf bestimmte Foderungen eingegangen wurde und die med. Seite zu vereinfachen und aus der Schusslinie zu nehmen… um die „Säule 3“ zu erzeugen…
Mir fehlte aber die Zeit um etwas gezielter zu recherchieren.
Grüße
Machen wir uns doch nichts vor, Politik halt. Die Anbieter für medizinisches Weed wussten ganz genau was die für ein Geldsegen erwartet. Im gegensatz zu den Growshops waren die ja auf den Ansturm bestens vorbereitet. (die 2-3 Sorten die mal kurz nicht lieferbar waren)
Die News zurzeit sind aber auch absolut einseitig und restriktiv.
An der Stimmung der Politiker merkt man auch das selbst wenn es Rot/grün es doch schafft da nichts weiter passieren wird.
Mir graut es jetzt schon und dabei denk ich noch nicht ans Thema Weed
Alles in allem keine Überraschung, nur das tatscählich S1 kam hatte mich überrascht
Vorsatz würde ich da nicht unterstellen. Nur unser anliegen hat was mit verbraucherschutz und menschenrechte, im sinne von leben und leben lassen, zu tun und damit braucht man den menschen jetzt gerade nicht zu kommen. Ich schau eigentlich selten nachrichten und selbst ich hab mitbekommen das irgendwelche heiopeis das sommerloch mit anschlägen gefüllt haben. Jetzt muss wieder durchgegriffen werden - thema ist egal.
Fände ich persönlich Schade, denn mich interessiert das ganze Thema nach wie vor und ich bin immer froh wenn hier News kommen, die mir durch die Lappen gegangen sind.
Ich denke aber auch, dass die meisten hier selber anbauen und CSCs oder Säule 2 nicht den Stellenwert haben, den die „Legalisierung“ hatte.
Klar wäre es mega Scheiße wenn die nächste Regierung den Eigenanbau wieder kassiert, aber hören deshalb auch alle wieder mit dem anbauen auf?
Equipment und Seeds dürften ja inzwischen ausreichend vorhanden sein. Meine Seedsammlung reicht locker für eine Legislaturperiode. ![]()
Man darf auch nicht vergessen, dass die CDU/CSU 2017 den Weg, Cannabis als Medizin verschrieben zu bekommen, mitgegangen ist.
Vorher war das nur über Antrag bei der Bundesopiumstelle möglich.
Im Juni hatte ich mal ein paar Antworten von CDU/CSU Abgeordneten bei Abgeordnetenwatch zusammengetragen, in denen man sieht, welche Forderungen sie stellen.
Könnt ihr hier nochmal nachlesen.
Von wegen CDU/CSU…
Vor ca. 2 Wochen diese Meldung:
Und heute:
.
Leider ist der Artikel hinter einer Bezahlschranke versteckt - aber die Überschrift „CDU will Verbot“ sagt ja schon einiges…
Hieß es aus deren Reihen nicht immer „Haben wir denn keine anderen Probleme?“ als es um das Cannabis Gesetz ging?
Aber dann ständig immer noch Tamtam veranstalten…
Prohibitionist zu sein scheint schon ziemlich gefährlich zu sein und hart süchtig zu machen. ![]()
Kommando Grüne Marianne - Wir bauten an, wir bauen an und wir werden anbauen.
CDU will Verbot
Greifswalder Cannabis-Club droht trotz Lizenz das Aus: „Ich habe alles hier reingesteckt“
Als erster Club in Mecklenburg-Vorpommern hat Sochill Green aus Greifswald die Lizenz zum Cannabis-Anbau bekommen. Doch die Freude währt nur kurz. Denn aus der Stadtpolitik gibt es Gegenwind. Dem Kopf des Clubs droht ein finanzielles Desaster.
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08.09.2024, 16:00 Uhr
Greifswald. Schock-Nachricht für Marc Thalus, Kopf des Greifswalder Cannabis-Clubs Sochill Green: Kurz vor Ende der Umbauarbeiten in den Vereinsräumen droht der Anbauvereinigung das Aus. Zwar hat der Verein als erster Club in Mecklenburg-Vorpommern offiziell die Lizenz für den Anbau von Cannabis erhalten, doch die städtische CDU will dem Unterfangen kurzfristig einen politischen Riegel vorschieben.
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So hat die Fraktion um dessen Vorsitzenden Gerd-Martin Rappen Anfang September eine Beschlussvorlage in die Bürgerschaft eingebracht, laut der der Stadt untersagt werden soll, Cannabis-Clubs in städtischen Immobilien zu dulden. Gebäude von Unternehmen mit Beteiligung der Stadt eingeschlossen. Namentlich erwähnt in der Beschlussvorlage: die Witeno GmbH, Vermieterin der Räumlichkeiten des Vereins von Marc Thalus in der Brandteichstraße.
Greifswalder hat hohen Betrag in den Umbau investiert
„Wenn das hier scheitert, waren nicht nur drei Jahre Arbeit völlig umsonst, sondern ich bin zusätzlich mit einem mittleren fünfstelligen Betrag verschuldet“, sagt er. Für den 35-jährigen Vater zweier Kinder eine Horrorvorstellung.
Noch sind einige Umbauarbeiten im Greifswalder Cannabis-Club in der Brandteichstraße notwendig.
Quelle: Karsten Riemer
Rund 50 000 Euro sind bereits in das Projekt geflossen. Darunter die Beiträge seiner 204 Vereinsmitglieder für die Miete sowie Geld, das er sich von Freunden und Familie für die Baumaßnahmen geliehen hat. „Ich habe alles, was ich konnte, hier reingesteckt“, sagt er.
Verein soll die Existenz der Greifswalder Familie sichern
Einen solchen Club aufzubauen und zu betreiben, ist seit Beginn der Debatte über die Cannabis-Legalisierung sein Traum, wie Thalus sagt. Er selbst sieht sich als Pionier auf dem Gebiet, berät auch andere Vereinsgründer in der ganzen Bundesrepublik.
Zudem hängt an dem Verein die Existenz des zweifachen Vaters. Denn er selbst will die Geschäftsführung übernehmen, seine Frau als Präventionsberaterin einsteigen. Die Familie soll demnach auch wirtschaftlich von dem Verein abgesichert werden. „Mein Ziel war es, zumindest die Gründungsmitglieder in den Geschäftsbetrieb zu bekommen“, sagt Thalus. Auf diesem Wege würden dann Arbeitsplätze entstehen, die sich beispielsweise um die Pflege der Pflanzen drehen.
Früherer Standort scheiterte an einem Spielplatz
Dass die Greifswalder Christdemokraten nun kurz vor seinem Ziel ein Verbot fordern, kann der 35-Jährige kaum nachvollziehen. Zumal die Pläne für den Cannabis-Club schon lange bekannt sind. Bereits im März 2024 plante Thalus, den Verein in Räumen der Witeno GmbH unterzubringen. Damals noch nahe dem Rosengarten.
Ein Spielplatz verhinderte das Unterfangen allerdings, da der gemäß Cannabis-Gesetz notwendige Abstand von 200 Metern zur Anbauvereinigung nicht gegeben war. Derlei Einschränkungen gibt es am jetzigen Standort in der Stadtrandsiedlung indes nicht.
Cannabis-Club-Chef lädt CDU zu Besuch ein
Zudem sei sich Thalus seiner gesetzlichen Pflichten bezüglich Sicherheit und Jugendschutz sehr bewusst, andernfalls hätte sein Verein die Lizenz auch gar nicht bekommen. Sicherheitstüren und Kameraüberwachung sind nur ein Bruchteil dessen, was in den Räumen in der Brandteichstraße nach Abschluss der Arbeiten zum Standard gehört.
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Dinge, die der 35-Jährige gerne auch den Zweiflern näher bringen möchte. „CDU oder wer sonst denkt, dass sich der Club negativ auswirkt, kann gerne zu uns kommen und das Gespräch mit mir suchen“, sagt er. Ebenso ist ein Tag der offenen Tür geplant.
Greifswald: Erste Ernte im Dezember
So oder so, bis zum Oktober will der Greifswalder die letzten Baumaßnahmen umgesetzt haben – trotz der ungewissen Zukunft durch den politischen Vorstoß. Heißt: Ab der zweiten Oktoberwoche sollen die Cannabis-Pflanzen gedeihen. 350 Stück insgesamt.
Ende Dezember rechnet Thalus mit der ersten Ernte. „Mein Anspruch ist, dass wir im Januar die Abgabe stattfinden lassen“, sagt er. Drei Monate später könnte dann die erste Ernte vollständig verbraucht sein und der Familienvater seine Schulden abbezahlt haben.
Da sieht man mal wieder, dass die Drogensucht einen wirklich in den Ruin treiben kann.
Wie unnötig ist bitte der letzte Satz🤦
Sehr wahrscheinlich. Ich will aber einfach gerne neben meinen Stammsorten, die ich auch selbst anbaue, mich durch andere Sorten durchprobieren und da wäre es super wie in Holland einfach mal hier n paar Gramm im Geschäft / Apotheke / whatever kaufen zu können.
Vorallem was viel wichtiger ist, ist es überhaupt möglich, wenn das Gesetz tatsächlich wieder geändert wird, dass du dann für Eigenanbau wieder mit einem Fuß im Knast stehst?
Kann ich mir nicht vorstellen wenn es nur zb 3 Pflanzen wären, wie hoch soll dafür dann noch die Strafe sein wenn es gerade eben noch erlaubt war?
Wenn es nur Geldstrafe wird, who cares, Schwarzmarkt ist immer Geldstrafe sozusagen ![]()
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Hm, da geb ich mal meine 5 Cent dazu.
Das Gesetz ist schlicht zu kruz gesprungen. CSC und begrenzter Eigenanbau werden wahrscheinlich den Bedarf nicht decken. Nötig sind imho legale Anbauer, meinetwegen unter staatlicher Aufsicht und zusätzlich legale Abgabe Stellen.
Auch beim Holländischen Gesetz ist nicht alles Gold was glänzt.
Privater begrenzter Anbau ist legal, die Coffeeshops sind lediglich toleriert aber eben nicht legal. Auch die Holländer sind zu kurz gesprungen, denn die Lieferanten der Coffeeshops müssen alle im illegalen Raum agieren.
Die ganzen Vollpfosten der CSU haben eben nix kapiert, wenn sie Holland als abschreckendes Beispiel für organisierte Kriminalität anführen.
Klar, das sollte auch nicht als Beispiel dienen. Ich wollte nur die Auswahlmöglichkeiten dort hervorheben. Wäre super, wenn es das hier auch gäbe, natürlich mit legalem Hintergrund.
Aber ja, ich werds wahrscheinlich weiter über die Apotheke besorgen, da kriegt man ja auch alles über die medizinische Schiene. Nur Versand und Co. nerven halt ![]()
Was ein Unsinn in diesem Zusammenhang!
Ich meinte auch vorwiegend die ganzen Anti Propagandisten der Politik.
Statt aus den Fehlern der Holländer zu lernen, machen sie nur halben Kram!
Leute, regt euch nicht auf.
Ich konnte den Originalartikel mittlerweile lesen - und dieser Satz steht da nicht drin.
Das hat er einfach dazugedichtet… warum auch immer.
Das war ja eigentlich der plan. Nur ist das angeblich nicht mit eu recht vereinbar und deutschland ist zu arm um für die strafzahlungen aufzukommen die dann wahrscheinlich folgen würden. Drum auch die totgeburt mit den csc. Jetzt besteht ja angeblich noch die möglichkeit mit den modelprojekten nur habe ich die befürchtung das eben jene komunal- und landespolitiker die gerade die csc verhindern am ende die anträge für die modellprojekte stellen müssen oder weiterleiten oder wie auch immer involviert sind. Drum gehts da auch nicht weiter. Das ist aber nur meine persönliche meinung.
Herr Aiwanger möchte wohl gerne mit Herrn Söder mithalten…

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Sogar mit GROßBUCHSTABEN!!!11!!! ![]()
Abgesehen davon ist das natürlich Nonsens.
Der Verkauf und die Weitergabe von Cannabis sind nach wie vor nicht erlaubt.
Und wer wirklich mit 25 1g-Päckchen draußen herumläuft und von der Polizei erwischt wird, wird sicherlich Ärger bekommen, wenn dann ein Anfangsverdacht auf illegalen Handel besteht.
Capslock war schon immer ein probates Mittel um seiner Meinung Ausdruck zu verleihen ![]()
