🥦 LEGALISIERUNG 2024 - Fakten & Diskussion 🥦 (Teil 9)

Das mit dem Gesundheitsschutz kann man durchaus kritisch sehen.

Ich würde mich freuen, wenn du dir dieses Video mal anschaust - das deckt sich auch in weiten Teilen mit meiner eigenen Meinung zu dem Thema:

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Boa gemein, jz muss ich das Video gucken um zu verstehen was du damit meinst.
Werde ich versuchen wenn ich Zeit finde, ist immer etwas langwierig und schwer dran zu bleiben bei dem als ADHSler (momentan) ohne Kiff-Gras :face_with_peeking_eye:

Aber ohne es gesehen zu haben kann ich von Anfang an sagen, ja alle Drogen müssten legal sein um dem Gesundheitsschutz Rechnung zu tragen, was natürlich nicht darunter fällt ist Handel, Einfuhr und Erzeugung.
Aber wenn man sich mal angucken wie lange Heroin Abhängige in der Schweiz mit Sauberen Heroin leben fängt man an zu begreifen das Heroin zwar Sau gefährlich ist, das was man von außen an Schäden aber sieht auf die Streckmittel zurückzuführen sind weil sie eben im Gegensatz zum hero nicht vom Körper abgebaut werden.

:warning: Heroin ist der TEUFEL :warning: dies soll keine Bagatellisierung darstellen :warning::warning:

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Ohje - aber es lohnt sich - das ist eines der besten Videos, die er je gemacht hat. Ist auch für seine Verhältnisse (oder im Vergleich zu den Live Streams) nicht zu lang (ca. 15 Minuten).
Am Ende geht er auf das Argument „Schutz der Volksgesundheit“ ein.

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Das ist der Punkt, an dem ich noch etwas hadere - deshalb hatte ich auch geschrieben, dass ich in weiten Teilen mit ihm übereinstimme.

MMn wäre es sinnvoll, wenn man eine objektive Kosten/Nutzen Analyse macht. Es gibt einfach Drogen, die sind so mies, man bezahlt einen viel zu hohen Preis.
Da wäre es ggf. besser, wenn man einfach aus jeder Sparte, sagen wir mal salopp „Upper“, „Downer“ und „Halluzinogene“ eine Handvoll Substanzen legalisiert, die nicht ganz so räudig und bereits gut erforscht sind.
Da dürfte dann für jeden was dabei sein - wer es denn konsumieren möchte.

Diese Debatte hatte ich auch schon mal im Forum gepostet - für alle, die sich dafür interessieren. Ist durchaus sehenswert.

Mir geht’s nicht darum das man harte Drogen legal kaufen können sollte, vielmehr sich auf den Schutz der Konsumenten zu fokussieren.
Aufklärung findet nicht in der Form wie nötig statt wenn etwas illegal ist und erst recht ist der Schritt sich hilfe zu holen viel größer wenn etwas illegal ist.
Ich würde oben genannte Meinung auch nicht politisch vertreten da unsere Gesellschaft dafür nicht reif genug ist, dennoch muss man mit dem Weg der begangen wird brechen, er bringt offensichtlich nicht das was man möchte.
Koks wie jedes Jahr billiger und stärker und da ist die Geldentwertung nicht mit einbezogen.

Das aber jemand der mit 3g Eigenbedarf erwischt wird, im besten Fall in den knast kommt und sich weiter in der Szene vernetzt und ggf. erst so vom Konsumenten zum richtig kriminellen wird, hilft der Gesellschaft absolut nicht.

Vllt ist legal der falsch Ausdruck, Konsumenten dürfen dafür aber nicht bestraft werden sondern hilfe erhalten.

Das z.b. Koks komplett legal ist, könnte ich mir auch nicht vorstellen, nicht zuletzt da jeder der kosks kauft Mord und Folter nicht nur indirekt unterstützt sonder absolut direkt und auf einem Level wo die Niederlande ein Kindergarten dagegen sind finanziert.

Der Weg der absoluten Bekämpfung ist aber nicht Zweckführend, hätte man das Geld was die USA im Kampf dagegen ausgegeben hat für Aufklärung, bessere Lebensbedingungen, Prävention, Hilfsprogramme usw ausgehen würde die usa jetzt an einem anderen Punkt stehen.

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Das wäre ja so in etwa der portugiesische Weg - das unterstützen auch einige der SPDler, die gegen die Cannabis Teil-Legalisierung waren (so wie sie jetzt ist).

Aufklärung, Prävention, niederschwellige Hilfsangebote - all das ist natürlich Voraussetzung, wenn man weitere Substanzen legalisieren möchte.

Ich fand da das Wortspiel „Just say know“ (statt „Just say no“) ganz nett - der aufgeklärte Bürger darf dann selbst entscheiden, was er konsumiert und was nicht.

Im Rahmen der Cannabis-Legalisierung hatten immer wieder Menschen bei Straßenumfragen gemeint „Ja, wenn Cannabis jetzt legal ist, dann werden es viel mehr Menschen nehmen wollen“ - auf die Gegenfrage, ob sie denn auch Heroin nehmen würden, wenn es morgen legal wäre, würden die meisten aber sicherlich mit „auf gar keinen Fall“ antworten.

Daran sieht man doch schon, dass viele dieser Prohibitions-Argumente einfach nicht wirklich durchdacht sind.

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Sagen wir mal in die Richtung, im Bezug auf harte Drogen hat das geholfen dort, der Schwarzmarkt im Bezug auf Cannabis ist dort aber extrem stark, durfte ich schon selbst sehr unangenehm erfahren.

Das ist halt das Problem, wenn man nicht dafür sorgt, dass es Fachgeschäfte gibt.

Selbst in Holland war das immer wieder ein Problem, wie die Coffeeshops dort ihr Gras organisieren müssen - eine rechtliche Grauzone sozusagen (eigentlich verboten, aber Polizei schaut weg).

Aber das ändert sich zum Glück auch - fast 80 Coffeeshops verkaufen dort jetzt legales Weed:

Da muss ich teilweise aus Erfahrung widersprechen, ich kenne persönlich einen Kurier, der transportier von Erzeuger zu Coffeshop.
Es kam schon vor das er auf den letzten Drücker über die Türschwelle per Hechtsprung gekommen ist und so grade so einer immensen Strafe entgangen ist.

Hätten Sie Ihn gepackt gibt es 2 Optionen, Aussagen oder knast. Geldstrafe bei 500g ist sehr unwahrscheinlich ohne Kooperation.
Das ist weit mehr als eine Grauzone.
Die Codfeshops an sich sind die geduldete Grauzone. Auch wenn sich das grade zum Glück im Wandel befindet.

Glaube ich dir.
Ich habe auch schon Reportagen gesehen, in denen so ein Fahrradkurier begleitet wurde. Er hat auch gesagt, dass er riesige Probleme bekommt, wenn jetzt jemand in seine Tasche schauen will…

Aber es ist doch so: Die Coffeeshops bekommen täglich mehrmals Lieferungen (müssen sie auch, wenn sie nicht mehr als die geduldete Menge im Laden vorrätig haben wollen).
Wenn die Polizei es drauf anlegen würde, bräuchten sie nur die Zugänge überwachen und jeden Kurier dort abpassen - das machen sie aber idR nicht, sonst wären die Coffeeshops schon dicht.

Hin und wieder wird es sicherlich mal die eine oder andere Aktion geben, einfach auch, um zu zeigen „hey wir machen doch was gegen die Kriminalität“ - also ein gewisses Risiko hat man da als Kurier bestimmt.

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Ich meinen Horizont erweitern? Aber kommt nach dem teller rand nicht das ende?! Die erde ist für Leute wie mich doch flach, dann fällt man doch… Unendlich tief… :rofl::v:t3:

Falls sich noch jemand an diese „Mocro-Mafia“ Berichte erinnert, in denen es um „Bandenkriege“ ging aufgrund des Raubs von 350 kg Cannabis - aktuell starten wohl die Prozesse vor Gericht.

Hier ist ein Artikel darüber - für alle, die es interessiert:

Das Interessanteste an dem Artikel sind die Kommentare :sweat_smile: der Ausländerhass steht im Vordergrund. Dass der Auslöser der Eskalation was mit Cannabis zu tun hatte interessiert die „werte Leserschaft“ nicht…aber vermutlich haben die meisten eh nur die Überschrift gelesen und Welt hat ja zumindest in diesem Artikel mal nicht gegen das vermurkste, böse CanG gehetzt.

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Das hat mich auch gewundert.
Hätte dazu mindestens ein neues Interview mit Herrn Wendt erwartet, der sich dann beklagt, dass die kommende Regierung das CanG nicht abschaffen will. :grin:

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Übrigens kann Cannabis auch dagegen helfen. :slight_smile:

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Neue SternTV Qualitätsreportage…

Nein mein bester, da fängt die Welt erst an :slight_smile:

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Ich hab da mal was für euch… der ein oder der andere wusste es vielleicht noch nicht…





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Ich war eigentlich auch immer ein Verfechter davon, mehr oder weniger sämtliche Drogen zu legalisieren. Jeder sollte für sich selbst verantwortlich sein (dürfen/müssen).

Aber Oregon ist da schon sehr, sehr abschreckend wie ich finde:
Oregon hat harte Drogen entkriminalisiert – die Folgen sind verheerend

Man bräuchte für so ein vorhaben einfach ein sehr, sehr viel stabileren Staat. So lange die Schere zwischen Arm und Reich so groß ist, würde das einfach dazu führen, dass es viel, viel mehr Drogenopfer in den Innenstädten gibt.
Wenn ich bei mir in der Lokalpresse, oder schlimmer noch, in den Sozialen Medien, darüber Lese, wie sich über die Alkis und Heroinsüchtigen echauffiert wird, mit welchen Beleidigungen die sich auseinandersetzen müssen, dann bin ich mir fast sicher, dass es sehr, sehr unschön würde, wenn sich deren Zahl drastisch vergrößert.

Man bräuchte eine gefestigte Gesellschaft, der man diese Eigenverantwortung auch zumuten kann. In diesem Fall und auch in einigen anderen, bin ich dann letztlich doch für Bevormundung des Staates.

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Ja gut, ist jetzt kein Wunder, dass das in die Hose geht. Defizitäres Hilfesystem trifft auf Turbokapitalismus und Fentanyl. Wette in der Schweiz oder in den Niederlanden würde das ganz anders aussehen, wie z. B. in Portugal nämlich.