Wenn Du ein girl opferst, indem Du sie mit kolloidalem Silber behandelst und auf Pollenproduktion „umrüstest“, kannst Du ja eigene feminisierte Samen erzeugen. Dann erübrigt sich das aussortieren bei den runs der nächsten Jahre. Für so ein Unterfangen braucht man natürlich einen halbwegs stabilen strain- aber vermutlich ist Deiner ja ganz brauchbar, wenn er in regulärer Form erhältlich ist.
Danke, das hört sich gut an und erleichtert die Sache sehr.
Ich habe Kali Mist von Serious Seeds, ein F1 Hybrid. Deshalb wollte ich von Samen erst mal absehen. Aber die bieten fast alles auch als reguläre Samen an, wenn ich das richtig gesehen habe. Sensi Seeds mittlerweile auch viele
Meine Pflanzen zeigen keine Geschlechtsmerkmale. In den Achseln wächst etwas, das für mich wie neue Blätter aussieht ^^ Die große ist drei Vegi Wochen alt, die kleinen fast eine Woche jünger. Vegi gerechnet ab dem ersten fünf fingerigen Blatt.
Eben habe ich gesehen das bei allen drei unten die Wurzeln schon rauskommen. Würdet ihr dann sofort umtopfen, oder noch warten? Eigentlich war der Plan in den 4l Töpfen zu bleiben, bis ich weiß wer männlich ist.
Die größte könnte männlich sein, allerdings hat Kali Mist einen Phänotyp mit riesenwuchs, könnte also auch der typ sein ![]()
Ich würds weiterhin beobachten, du kannst etwa in Lebenswoche 5-6 mit der Vorblüte rechnen, bist also wahrscheinlich noch etwas früh dran. Wenn du nicht bestäuben willst sondern die Männers einfach rauskickst, spricht nix für umtopfen. Irgendwann fliegen die Böcke einfach raus. Wenns dir nicht in den Kram passt, kannst auch stehen lassen.
Edit: sorry es sollte heissen …spricht nix gegen umtopfen…
Die Plänts wären sowieso etwas früh dran um in Blüte zu schicken, also abwarten und Tee trinken.

Sweet, dann bleiben die bis Freitag und dann schaue ich weiter.

Kleines Update: ich fürchte es sind alle drei männlich geworden. Und zwar weil ich, der Held vom Erdbeerfeld, mit Wasser gegossen habe das unter zehn Grad war. Hat die Pflanzen auch eine Woche gestunned. Zumindest reime ich mir das alles so zusammen. Ich werde wohl von neuem anfangen, habe noch vier von den Samen.
Das nächste mal wieder mit Fems, bis ich mehr Übung habe. Im Zelt ist einfach eine andere Nummer als Outdoor
Weitere Fotos funktionieren nicht, liegt wohl am Bildformat vom ios. obwohl oben die zwei gingen, haha.
Es sehen aber alle drei gleich aus, nix mit Härchen
Kleine Info: Bei Sensi Seeds sind heute alle Regulären Samen 50% wegen Black Week. Die machen gerade jeden Tag eine Aktion. Falls jemand nicht den Newsletter kriegt
Ich seh da keine männlichen Blüten. weiter abwarten, täglich alle oberen Triebe/Blattachseln untersuchen.
Wie kommst du auf sowas? Das Geschlecht ist im Samen angelegt, bevor der in die Erde kommt weiss der schon was er mal wird.
Wie alt sind die Pflanzen jetzt? Welcher Strain? du wirs allerfrühestens um LT 35 etwas sehen, eher später.
Du kannst alternativ alle noch etwas wachsen lassen und dann auf 12/12 umstellen dann wirds schnell klar.
Ich denke organisch wird die Sache wegen der benötigten Topfgröße etwas schwierig.
Ich säe in 0,6l aus. Nach zwei Wochen kommt bei allen die Rübe über der zweiten Nodie ab. Je nach Durchwurzelung wird in dem Zeitraum auch auf 1,5l umgetopft. Etwa nach 25 Tagen geht’s auf 12/12. Nach etwa 35 Tagen kommt dann das Outing und die Mädels kommen in 6l. Die Kerle kommen raus, werden selektiert und dürfen in 1,5l ausblühen.
Funktioniert gut. ![]()
Viele Grüße
Der Depp
Bist du dir da sicher. Ich dachte das Geschlecht variiert, bei ungünstigen Bedingungen werden mehr männlich Pflanzen kommen. Weiss aber nicht mehr genau wie ich drauf komme.
Edit: Es gibt dazu unterschiedliche Theorien. Und meine Experimente in der Jugend hatten das eigentlich auch so bestätigt. Wenn man die Bedingungen verzockt, kriegt man viele männliche Pflanzen.
Hört sich so einfach an :-D. Ich verstehe dich so das du nicht organisch düngst, richtig? Und meinst du 25 Tage nach dem Toppen oder insgesamt? Ab wann beginnt bei dir die vegetative Phase Tag 1?
Ist eigentlich auch einfach.
OK etwas Lst hab ich unterschlagen. Ich ziehe nur die vier Triebe etwas auseinander.
Ich zähle ab Schlupf. In Blüte gehe ich so 3-4 Wochen nach Keimung.
Organisch dünge Ich nur im Garten das Gemüse.
Für mich ist es Indoor mineralisch stressfreier. Allerdings dünge Ich sowieso erst irgendwann in der Blüte. Der Rest kommt aus der Erde.
Der Nachteil meiner Methode ist eigentlich nur die größere Samenmenge. Aber es geht schnell und effizient.
Viele Grüße
Der Depp
Da ist nichts zu sehen, nur 2 Jungtriebe ![]()
Zum Thema vorherbestimmtes Geschlecht bei Cannabis:
"Mancher Grower hat sich schon geärgert über eine unausgewogene männlich/weiblich Rate von regulärem Saatgut.
Auch ich habe schon sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht, von 50/50 und 40/60 Prozent männlich/weiblich (was einem normalen Verhältnis entspricht)
bis zu einem 80/20 m/w Ratio oder sogar noch schlimmer…
Wenn man als Beispiel von 6 Samen einer regulären Sorte fünf Männer und eine „nichtvitale“ Dame bekommt, ist das Projekt schon ruiniert, bevor es richtig begonnen hat, das ist mir schon zweimal passiert, mit teuren Samen von namhaften Samenbanken.
Da fragt man sich schon, ob das wirklich alles so vorbestimmt war oder ob es auch anders hätte kommen können,
und ob man vielleicht selber einen Fehler gemacht hat?
Manch einer mag sich vielleicht fragen, was kann man falsch machen? Das Geschlecht ist doch im Samen vorbestimmt, oder etwa nicht…?
Genau dieser Frage möchte ich auf den Grund gehen und deshalb starte ich diesen Thread, weil ich zu diesem Thema bisher im Forum nur einen winzigen Ansatz gefunden habe und es auch in Fachbüchern nur wenig beschrieben/thematisiert wird.
Deshalb habe ich zusammengetragen, was ich in meiner Hanf-Bibliothek finden konnte, denn ich habe immer wieder mal Hinweise aufgeschnappt, dass das Geschlecht doch noch nicht endgültig entschieden ist und durch Umwelteinfflüsse beeinflusst werden kann.
Ich finde das äusserst interessant, denn da steckt wirklich etwas dahinter und ich frage mich, warum da nicht weitergeforscht/experimentiert wird.
Geschlechtsbeeinflussung von Samen durch Umweltbedingungen
Ich hatte am Wochenende eine Diskussion mit einem Kollegen, der die Ansicht vertrat, dass das Geschlecht der Samen (männlich/weiblich) vorbestimmt sei.
Ich vertrete die Theorie, dass das Geschlecht von Samen noch nicht endgültig bestimmt ist und durch gewisse Umweltbedingungen beeinflusst werden kann.
Es gibt wenige Bücher aus der Hanfliteratur, die sich mit dem Thema beschäftigen, es sind dies :
-Hanf : Botanik, Anbau, Vermehrung und Züchtung, von Robert Conell Clarke, 1981
-Bio Grow , von Alice Legit, 2016
-Marihuana drinnen, von Jorge Cervantes, 2002
Ich zitiere aus dem oben erwähnten Buch „Hanf“ von R.C.Clarke : (sehr fundiertes Buch, lesenswert)
"Es gibt zwei grundlegende Theorien darüber, wie beim Hanf das Geschlecht festgelegt wird. Nach der nicht-genetischen Theorie geschieht das irgendwann nach der Befruchtung aufgrund physiologischer Reize. Diese Theorie basiert auf Untersuchungen von Geschlechtsumkehrungen bei sich ändernden Umweltbedingungen.
Die andere Theorie besagt, dass sich das Geschlecht beim Hanf einfach durch die bei der Vererbung weitergegebenen Geschlechtschromosomen X und Y erklären lässt. Die Tatsache, dass sich die X und Y - Chromosomem sich in ihrer Grösse nicht so deutlich unterscheiden, dass man sie durch diese Beobachtung leicht auseinanderhalten könnte, verlockt dazu, die nicht-genetische Theorie zur Geschlechtsfestlegung für die wahrscheinlichere zu halten.
Die genetische Analyse von Polyploiden weist aber darauf hin, dass bei der Hanfpflanze tatsächlich in gewissem Ausmass eine Geschlechtsfestlegung nach dem XY-Modus stattfindet. …
… der nicht-genetische Ansatz besagt, dass das Geschlecht auf keinen Fall genetisch bedingt ist, während der genetische Ansatz mit einer Kontrolle des Geschlechts durch irgendwelche Umweltfaktoren und mit dem Auftreten von einhäusiger Sorten nicht vereinbar ist. Scheinbar müssen wir beide Theorien verbinden, um verstehen zu können, wie es bei der Hanfpflanze zur Bestimmung des Geschlechts kommt.
Von der Logik her lassen sich beide Ansätze am besten in Uebereinstimmung bringen, wenn wir in Erwägung ziehen, dass die ersten geschlechtlichen Merkmale der Hanfpflanze wie der sexuelle Dimorphismus der Vorblütenphase und die Differenzierung der Primordia nach dem XY-Typ vererbt und auf diese Weise genetisch festgelegt werden kann.
Obwohl die anfängliche geschlechtliche Gestalt damit feststeht, wird die endgültige Bildung der Blütenorgane von anderen Genen und von Umweltbedingungen beeinflusst, die den ererbten Geschlechtstypus sogar überformen können. Der Einfluss der Umgebung könnte die chemische Beschaffenheit der Pflanze verändern; beispielsweise könnten das Verhältnis zwischen Kohlehydraten und Stickstoff und Schwankungen in den Stoffwechselkonzentrationen die chemische Interpretation der vererbten Geschlechtmerkmale durch Botenstoffe innerhalb des Cytoplasma verändern oder verdecken.
Viele tropische Marihuanasorten aus Afrika und Südostasien werden in gemässigten Zonen heraphroditisch. Wahrscheinlich ist das eine Reaktion auf die neue Umgebung, in der sie eingeführt wurden…" (Ende Zitat)
Ich zitiere aus dem zweiten Buch, Bio Grow, von Alice Legit :
„…Welches Geschlecht sich aus einem Samen entwickelt, ist im Normalfall nicht festgelegt, sondern von diversen Umweltbedingungen abhängig, vor allem jedoch durch die vorherrschende Temperatur. …“
„Das Geschlecht der keimenden Cannabispflanzen wird massgeblich von der herrschender Temperatur beeinflusst. Bei 21 Grad C keimen mehr weibliche Pflanzen als bei 30 Grad C.
Temperaturen von 21 bis 23 Grad C, hohe Luftfeuchtigkeit, Lichtzyklus von 14 Stunden, mehr Blau- als Rotlichtanteile und Stressvermeidung werden als Faktoren benannt, die sich günstig auf eine erhöhte Rate an weiblichen Pflanzen auswirken…“ (Ende Zitat)
Ich zitiere aus dem dritten erwähnten Buch, Marihuana drinnen, von Jorge Cervantes :
"Umwelteinflüsse beginnen sich auf das Geschlecht auszwirken, sobald der Sämling drei Paar echte Blätter entwickelt hat, (die Keimblätter nicht einberechnet)
Zu den Umweltfaktoren, die Einfluss darauf haben, welches Geschlecht die Pflanze bestimmen wird, zählen unter anderem :
Stickstoff und Kaliumlevel im Saatbeet : Ein erhöhter Stickstoffpegel wird zu mehr weiblichen Pflanzen führen, ein herabgesetzter Stickstoffpegel zu mehr männlichen Pflanzen. Ein höherer Kaliumlevel wird die männlichen Tendenzen steigern, ein Absenken die weiblichen.
Ein höherer Stickstofflevel und ein geringerer Kaliumlevel wird zu mehr weiblichen Pflanzen führen.
Temperatur : Bei niedrigen Temperaturen erhöht sich die Zahl der weilichen Pflanzen. Bei warmen Temperaturen gibt es mehr männliche.
Luftfeuchtigkeit: Hohe Luftfeuchte erhöht die Zahl der weiblichen Pflanzen, niedrige die der männlichen.
Feuchte des Mediums : Bei geringer Feuchte gibt es mehr männliche Pflanzen.
Lichtspektrum : Mehr Blaulichtanteil erhöht die Zahl weiblicher Pflanzen, höherer Rotlichtanteil fördert männliche Tendenzen.
Photoperiode : Weniger Tageslichtstunden (z.B. 14 Stunden) erhöht die weibliche Zahl. Bei längeren Tagen (z.B. 18 Stunden) gibt es mehr männliche Pflanzen.
Stress : Jeglicher Umweltstress führt beim Anpflanzen der Samen mit grosser Wahrscheinlichkeit zu mehr männlichen Pflanzen.
Henk, der Chef von Dutch Passion Seeds war so nett, uns den Abdruck dieser Informationen aus seinem Fundus zu gestatten. " (Ende Buch-Zitat)
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sehr interessant das wusste ich nicht - aber warum funktioniert Feminisieren zu 99% ? Das kann nur diese 1% betreffen oder ? Also zu 99% ist es die Genetik und zu 1% können es Umweltbedingungen sein. Oder ist dieser Umkehrschluss nicht zulässig?
Sollte eigentlich nicht zum zwittern reichen, einer der vorteile zu fems. Wenn das Saatgut Stabil ist, stört es sie kurz jedoch zwittern sie noch lange nicht.
Daumen sind gedrückt.
Also grundsätzlich ist die Möglichkeit feminisiertes Saatgut erzeugen zu können eigentlich der Beweis einer rein genetischen Festlegung des Geschlechts.
Aaaber die Pflanzen haben ja noch das Notfallprogramm Zwittern im Gepäck. Die Frage ist nun was es braucht um diesen Mechanismus auszulösen. Da scheint es nun genetisch fixiert zu sein wo die Schwelle liegt bzw wann der Schalter an geht. Da kann ich mir schon vorstellen dass einige Strains hier so sensibel sind dass sich die ganze Geschlechtsausprägung beeinflussen lässt.
Viele Grüße
Der Depp
eine gute Frage. Da kann ich leider nichts zu sagen. Feminisieren bedeutet ja, die Pflanze sehr stark zu stressen. Das scheint ein Überlebensmechanismus zu sein. Eins der unzähligen Wunder der Natur ^^






