Über das Thema wird derzeit nicht wirklich diskutiert.
Die Bundesärztekammer verteufelt bekanntermaßen das CanG - dementsprechend werden sich viele Mediziner davor hüten, irgendwelche Prognosen abzugeben bzw. sich dahingehend zu äußern, dass sie zukünftig eher dazu bereit sind, Cannabisblüten zu verschreiben.
Wie die aktuelle Situation aussieht, kannst du diesem Beitrag von mir entnehmen.
Meine persönliche Einschätzung ist die, dass es eine ganze Weile brauchen wird, bis Cannabis in der Medizin das „Schmuddel-Image“ verliert - ich glaube nicht daran, dass Ärzte, die heute ideologisch gegen Medizinalcannabis sind, ihre Haltung so schnell aufgeben bzw. ändern werden. Wieso sollten sie auch, zumal sie das dann in Erklärungsnot bringen würde?
Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Preise für Telemedizin Anbieter noch etwas fallen werden, zum einen wegen der steigenden Konkurrenz am Markt, zum anderen, weil die Alternative (der private Eigenanbau) deutlich günstiger ist im Vergleich zu dem, was man derzeit an Honoraren, Rezeptgebüren und Kosten für die Blüten selbst zu tragen hat.
Ebenso werden viele Patienten (ggf. auch zusätzlich) auf CSCs setzen.
Constantin von der Groeben (CEO Demecan), der bis vor kurzem noch überall gegen die Teil-Legalisierung bzw. speziell den privaten Eigenanbau gewettert hatte (da kann ja nur mikrobiell verseuchtes, gesundheitsgefährdendes Gras rauskommen…), fordert aktuell auch eine schnelle Umsetzung der Säule I des CanG und insbesondere anschließend die Realisierung von Säule II (Fachgeschäfte), weil er weiß, dass er dort dann auch mitverdienen kann, wenn er mit seinen Produkten Fachgeschäfte beliefert.