Moin Leute,
da ich heute mal ein bisschen Zeit habe und hier in dem
ein oder anderen Beitrag die „Ich-werde-erwischt“-Paranoia
ausbricht, ein paar Worte von mir.
Equipment besorgen:
Das geht in der Regel über zahlreiche Online Versender
oder auch, in mittleren und größeren Städten, in Headshops.
Gedöns-Zubehör gibt es im Bau- oder Gartenmarkt.
Daran ist erstmal nichts illegal. Einzig die Scham das erste mal
einen Headshop zu betreten, erinnerte mich an das Gefühl,
vor über 30 Jahren, das erste mal in einen „Pornoladen“ gegangen zu sein. Oder halt in der Videothek den „Raum“ hinter dem Vorhang betreten zu haben. Aber das nur am Rande.
Samen besorgen:
Grenznah direkt kaufen kommt leider nicht für alle in Frage. Dürfte
aber das geringste Risiko sein. Beim Versender bar zu zahlen geht manchmal auch.
Online Seed bestellen:
Da ist immer das Risiko, dass die „Ware“ beim Zoll landet. Es gibt
100+ Samenbanken. Davon sicherlich 10 allgemein bekannte, nennen
wir sie mal „groß“. Schaut man sich den Aufwand den diese betreiben
und die Unmengen an Bewertungen an, dann ist ein einzelner Besteller nur ein Krümel im großen Ganzen. Die Zahl der Besteller lässt sich ja nur schätzen. Ich vermute mal mind. 100.000 in Europa, eher deutlich mehr. Denn sonst würde sich der Aufwand in Marketing, Verpackung, Merch etc. nicht lohnen
JEDOCH, die spanischen Behörden zicken grade gewaltig rum. Viele
der Seedbanks sind in Spanien ansässig. (Quelle: Grow-Magazin-Printausgabe) und https://forum.cannabisanbauen.net/t/humboldt-dinafem-geschlossen/13893
Das erhöht das Risiko das ggf. Besteller-Daten bei den Behörden landen.
Ein weiterer „Krümel-Aspekt“ ist, dass der GF von Hazelbox, da kann man von halten was man will, der defacto eher wirtschafliche Interessen hat, die Selbstanbau-Gemeinde auf 100.000 - 200.000 Zeltbesitzer schätzt: Quelle: http://highway-magazin.de/lounge/goodies/im-gespraech-mit-hazelbox-gruender-philipp-frost
Nimmt man diese, nicht wissenschaftlich eruierten Zahlen, mal als Grundlage und zieht man die chronisch überlasteten Behörden mit ins Kalkül, ist das Risiko mMn überschaubar. Allerdings ist es immer noch wahrscheinlicher erwischt zu werden als im Lotto zu gewinnen.
Ich vermute mal, dass wenn die Ware beim Zoll landet und beschlagnahmt wird, die Adresse des Bestellers im Behörden-Automatismus landet. Das heisst im vermutlich allerschlimmsten Fall, das umgehend ein SEK inkl. Hubschrauber vor der Tür steht. Kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen. Das ist eher Filmstoff.
Wahrscheinlicher ist es, dass die „Daten“ in Richtung der zuständigen Behörden geschickt werden und dort auf einem, vermutlich riesigen, Stapel von Nichtigkeiten landen. Evtl. gibt es dann einen Brief mit Bitte um Stellungnahme oder so. Wenn dann evtl. ein ambitionierter Polizist den Drang verspürt, sich doch darum zu kümmern, dann und auch nur dann und mit einer geringen Wahrscheinlichkeit wird es eine Hausdurchsuchung geben. Vor allem wenn der Besteller bislang nicht polizeilich bekannt ist. Ich würde sogar mal davon ausgehen, das wenn dort 10 oder 20 Nüsse drin sind, kaum ein Richter/Staatsanwalt (wer ist da eigentlich zuständig?) die HD anordnet.
Puh, so oft habe ich „evtl.“ und „vermutlich“ noch nie in einem Text verwendet. Es lebe der Konjunktiv. Das sind so meine Frühstücks-Gedanken. Vermutlich hab ich auch schon zuviel Kaffee gehabt ![]()
Eure Meinung?
GrowOn. H.