Canna-Butter machen


#1
  1. Man nehme 250g Butter (ein Paket) und 25g Weed. So ungefähr 1:10. Hält nicht soooo genau. Können auch 30g oder 35g sein.
  2. Wasserbad und Schale zum Butter auflösen.
  3. Baumwolltuch und Sieb zum absieben.
  4. Auffangschale. Kann aus Plastik sein.

Das Weed (Buds, Blätter) in einer Küchenmaschine zerkleinern. Je feiner das Ganze zermahlen ist, desto besser. THC ist nur in Fett löslich und nur das THC an der Oberfläche wird wirklich gelöst. Deshalb möglichst fein mahlen, eben damit die Oberfläche zum Lösen möglichst gross wird.
Also bis dass es staubt. :slight_smile:

Die Butter wird in einem Wasserbad geschmolzen. Das Prinzip ist, dass die Butter in einer Schale, die in kochendem Wasser liegt, geschmolzen wird.
Das macht man so, damit die Temperatur nicht zu hoch wird. Ab 150 Grad verfliegt nämlich das THC und Wasser wird nicht heißer als max. 100 Grad.

Wir haben einen Topf mit einer Edelstahlschale, die genau in den Topf passt. Man muss eben etwas in der Küche nach Geeignetem forschen. Das Ganze muss auch noch recht stabil sein, da die Prozedur mehr als 2 Stunden dauert.

Topf mit dem Wasser auf den Herd zum köcheln bringen. Vorsicht, wenn es richtig kocht,
kommt Deine Schale in Seenot und Wasser läuft rein. Das wäre gar nicht gut.
Köcheln ist OK und reicht. Butter muss nur flüssig werden. Ich habe ein Infrarot Thermomether und komme auf ca. 70 Grad bei der Butter. Das ist optimal. Zum Schluss werden auch mal so um die 90 Grad erreicht.

Ist die Butter geschmolzen, wird der Weed-Staub untergerührt. Ab und zu nachsehen
und umrühren. So nach 2 Stunden hat sich das THC in die Butter verzogen und der Weed-Staub ist leer. Wie im Kaffeefilter. Man kann nochmal aufgießen, das ist dann aber für ungebetenen Besuch. :slight_smile:

Jetzt ist Geschick gefragt.

  1. Die Auffangschale in der Spüle aufstellen. (Aus Sicherheitsgründen)
  2. Das Baumwolltuch in den Sieb legen
  3. den Inhalt der Butterschale vorsichtig in das Baumwolltuch geben. Die flüssige Butter soll in der Auffangschale landen und der Weed-Staub im Tuch hängenbleiben.
  4. Die grüne Flüssigkeit in der Auffangschale erkalten lassen.
  5. Butter feddisch!

Vielleicht noch portionieren. Nimmst Du etwas Alufolie und schneidest die erkaltete Butter in handliche Stückchen und packst die in die Alufolie ein. Kann man getrost einfrieren.

Die Butterstückchen markieren oder beschriften. Später blickt man sonst absolut nicht mehr durch.

Mit der Butter kannst Du jetzt verfahren wie man eben man eben mit Butter verfährt.
Frau hat Kräuterbutter davon gemacht. Dadurch wird Grillen erst richtig schön!
Kekse sind auch gut. (Rezept später)
Kuchen auch.
Aufs Brot finde ich persönlich etwas doof, geht aber auch.
Ein Butterstückchen in den Tee, na ja, wer so was mag.

Liebe Grüße
Seedy


#2

Super endlich mal eine Methode die auch ICH verstehe :joy::+1:


#3

Obwohl ich lieber rauche, macht dein Bericht Lust zum nachmachen :yum:


#4

Ma super danke, ist total spannend!

Als ich vor 1,5 Jahren im Netz angefangen habe, übers growen und verarbeiten zu lesen, haben sich bei mir 2 Dinge festgesetzt:

  1. Weed ist erst richtiges Weed wenn es gecured wurde :joy:
    Ok ist jetzt nicht so extrem, aber ja da ist ja auch was dran. Gecured schmeckts und fährts einfach besser.

  2. Zum Essen muss das Weed erst decarboxyliert werden, um das THCa, das nicht psychoaktiv ist, in THC umzuwandeln.
    D.h., das Weed muss vor der Verarbeitung auf eine gewisse Temperatur gebracht worden sein, damit es gegessenerweise überhaupt wirkt. Im Backrohr. Und mMn verändert sich dadurch der Geschmack.
    Klingt für mich so, als würde das doch nicht nötig sein?
    Was natürlich geil wär!


#5

Hallo Calliandra,

Das mit dem curen kann ich bestätigen. Ich hatte wohl meine Zweifel, ob es beim essen auch was ausmacht. Beim Rauchen ist klar, wegen dem Chlorophyll, aber bei der Butter? Versuch macht kluch und siehe da, der Unterschied ist sehr deutlich. Der ganze Turn ist in sich klarer.

Das mit der Hitze stimmt wohl. Bei der Temperatur achte ich darauf, dass die Butter zwischen 80 Grad und 90 Grad bleibt, und das über 2 oder gar 3 Stunden. Dafür habe ich ein Infrarotthermometer. Brauch ich sonst für was anderes, aber beim Buttern ist es einfach ideal.

Über 150 Grad wird es kritisch. Die Kekse backe ich bei 160 Grad.
Auffällig für mich aber ist, dass die Kräuterbutter auf einem Steak irgendwie besser wirkt und auch der Kuchen, den meine Frau neulich mit der “roten” gebacken hat, kam deutlicher. Der war bei ca. 200 Grad in der Röhre. Das ist aber subjektiv und kann auch was mit der Menge zu tun haben. Augenscheinlich war das aber aus meiner Sicht nicht der Fall. kann also schon sein, dass man beim Backen sogar durchaus höhere Temperaturen fahren kann.

Beim Buttern gibt es ja zwei Methoden:
Die beschriebene mit dem Wasserbad. Die geht bis maximal 100 Grad und ich muss sagen, dass es das tut.
Dann kann man das auch in einer Pfanne machen, hat dann aber das Problem mit eventuell zu hoher Hitze.
Es gibt auch Leute, die werfen alles, also die Butter und das Weed in einen Topf mit Wasser und wundern sich dann über die entstandene Sauerei. Ggf. kann da sogar ein Feuerchen draus werden. Fett mit Wasser ist nämlich nicht ganz unkritisch.
Aus meiner Sicht ist das mit dem Wasserbad in Bezug auf Aufwand und Nutzen optimal.

Auf Anraten meiner Frau noch ein Nachtrag zu dem Rezept. :point_up:
Nehmt als Butterschale Edelstahl oder feuerfestes Glas. Plastik funktioniert nicht und Mutters Salatschüssel findet sich womöglich als Puzzle im Wassertopf wieder.

Liebe Grüße
Seedy


#6

Hey Seedy,
Danke für die Beschreibung und Tipps! :smiley:

Also ich versteh eigentlich nicht, wieso die bei http://herb.co/cooking-with-cannabis/ auf jeden Fall decarboxylieren.
Schliesslich bekommt das weed ja schon in der Butter 90° (= wie bei einer der Decarboxyliermethoden, im Wasserbad…) auf Stunden… bzw wird evtl das THC halt als THCA extrahiert und dann beim Backen eh umgewandelt?
Hm! :grin:


#7

Hey Calliandra,

Ich habe mir die Seite mal angesehen. Sehr informativ! :+1:
Bei 115 Grad 30 Min im Backofen und das Weed ist aufgeschlossen, sprich gecarbodingsbumst.

Ich denke, dass ähnliches bei der Buttermethode im Wasserbad passiert. 2 Stunden bei 80-90 Grad macht wohl das Gleiche. Beim curen passiert übrigens auch schon was in diese Richtung. So schrob man dort.
Dieses decarboxylieren braucht es wohl, wenn man das Weed direkt über die Pizza streuen will. Wieder was gelernt! :yum:
Wenn Du also die Butter wie beschrieben machst, kannst Du leckere Sachen damit machen und Du musst die fest die Schuhe zubinden, will sagen, sonst bisste von de Socken.

Beim Rauchen geht ja viel von dem Rauch an die frische Luft und damit verloren. Mir scheint es, dass bei der speisetechnischen Zubereitung viel weniger verloren geht und daher die Wirkung sogar höher ist.
Bei so einem Keks geht es nach etwas 30-40Min los und wirkt ca. 6 Stunden. Danach kommt dann erst der Abtörn.

Liebe Grüße
Seedy


#8

Haha ja besonders im Winter nicht zu empfehlen, das Barfussgehen :joy:

Ja Essbares hat schon so seine Vorteile, auch was Stress unterwegs angeht zB - ein paar kekse wird niemand beanstanden :wink:
Und das Langanhaltende ist super v.a. auch wenn zu medizinischen Zwecken konsumiert wird.

Ich denke, solange ich aber Raucherin bin, wird die Kocherei trotzdem eher die Ausnahme bleiben - bin grad in einer langgezogenen Kochüberdrussphase haha :wink:

Greetsies :smiley:


angeheftet, #9

#10

Um mal wieder zu aktivieren:

Im Bezug auf die decarboxilierung

Ich habe gestern 4g Fast Eddy mit max 9% THC gegrindet, 30 min decarb bei 120° im Ofen, danach auf 4 Muffins aufgeteilt und nochmal 30 min bei 180° gebacken.

Abends gegen 21 Uhr einen gegessen, ab 22Uhr ging es milde los, die Stunden danach waren für mich echt nicht einfach.
Mir hats echt die Schuhe ausgezogen, war nicht einfach mit so einer Breitseite zurechtzukommen. Vor allem Im Kopf ging die Achterbahn voll los und wollte nicht enden. So gegen Mitternacht musste ich mich hinlegen weil ich nicht damit klar kam. Im Intervall kamen stoned-Effekte, dazu das high im Kopf, phänomenal stark, zumindest im Vergleich zum Rauchen oder vapen.
Heute morgen aufgewacht, immer noch recht gut beieinander, die Gedanken gingen immer noch nicht wie gewünscht. Da hat sich dann doch noch einiges im Fett abgesetzt und kam dann nüchtern im Magen durch Fettverbrennung wieder ins Blut, erst gegen Mittag war ich wieder normal.
Alle Achtung, oral zugeführt ist doch was anderes als inhaliert.

Ich war mir wegen der Dosierung nicht wirklich sicher, einerseits heißt es oral wird alles in der Leber zu hochwirksamen THC umgewandelt und dementsprechend spürbarer als geraucht wo eine gewisse Menge direkt im Kopf ankommt ohne metabolisiert zu werden und dementsprechend schwächer ist. Andererseits habe ich gelesen das oral nur 10-20% des THC verwertet werden, geraucht 50-60%.
Jedenfalls war das eine gute Lektion, ich werde nie wieder 1g in einen Muffin packen.


#11

Ich mach 10-15g auf ca 30-35 Cookies und das wirkt (bei mir) schon ordentlich.


#12

Also ich mache meine Butter im Thermomix ! Kein gesuddel mit Wasser und man kann die Tempertaur genau einstellen.
Dann gibts cookies.


#13

Ich mach sie auch im Thermomix, aber was meinst du mit kein Gedudel mit Wasser? Kann ich nicht behaupten


#14

Ich nehme 15g Buds mahle die klein ( nicht zu fein). Decarboxylierung 120 Grad im Ofen 20min. Dann 2 stk. Butter(500g ) in den TM5, drei Stunden Rühren( Stufe 2) bei 90 Grad . In Butter schalen füllen und einfrieren. Kein Wasserbad und ich habe eine tolle Butter wo die Molke nicht ausgefallen ist wie beim Wasserbad.


Cannabutter härtet nicht
Idiotensicheres Butterrezept
#15

Wieso nicht bei 120° direkt ziehen lassen? Decarboxyliert doch auch?


#16

“Beim Erhitzen trennt sich die Butter in drei Bestandteile, die sich in Schichten übereinander ablagern. Am Boden bleibt die Molke, an der Oberfläche das Eiweiß. Die mittlere Schicht enthält das köstliche Butterfett ohne Wasser und Milcheiweiß. Deshalb lässt sich geklärte Butter stark erhitzen ohne zu verbrennen oder zu spritzen. Fertiges Ghee ist in seinem Geschmack leicht nussig-süß und zergeht auf der Zunge.”
Deshalb die Butter nicht über 90° erhitzen.Dann ist die Butter noch vollstandig und mir ist dass lieber als Butterschmalz. Wenn ich nur Butterschmalz nehme dann könnte man das so machen ! Stimmt. Bei meiner Methode habe ich schöne Butter für Mürbekekse.


#17

Magste vielleicht das Rezept mit Uns teilen?


#18

Zutaten

440 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 TL Salz
225 g Butter, Zimmertemperatur ( klar unsere grüne Butter aus dem TM5 )
300 g brauner Zucker
70 g Zucker
2 Eier
4 TL Vanilleextrakt

Zubereitung
Zubereitung:10Minuten › Kochzeit: 15Minuten › Fertig in:25Minuten
Backofen auf 150 C vorheizen. Backbleche einfetten oder mit Backpapier auslegen.
Mehl, Backpulver, Natron und Salz vorsichtig in einer Schüssel mit einer Gabel vermischen. Butter, braunen Zucker und Zucker mit dem Handruehrgeraet in einer grossen Schüssel schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren und nach jeder Zugabe gut vermischen. Vanilleextrakt mit dem zweiten Ei untermischen. Mehlmischung mit dem Teigschaber nur ganz kurz untermischen, dann Schokoladentropfen unterheben. Nur so lange mischen, bis die Zutaten gleichmäßig verteilt sind.
Teig in 24 Bälle aufteilen (jeder Ball sollte die Größe von 3 EL haben. Bällchen auf das Backblech legen und ca. 1 cm dick zusammendrücken.
Im vorgeheizten Backofen ca. 15-17 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind. Cookies ca. 20 Minuten auf dem Backblech abkühlen lassen, bis die Cookies in der Mitte anfangen fest zu werden.
Ich mache immer Rohgewicht pro Cookie 36g ,aber dass muss jeder selbst herausfinden, kommt auch auf die Potenz der grünen Butter an.
ich mische mal im 100g Haselnüsse oder Mandeln gemahlen, auch mal 2 Esslöffel Kakao bei.
einfach bisschen Abwechslung. Für die Profis : 2 Esslöffel Lecithin (Sonnenblume) , das erleichtert die Aufnahme der Wirstoffe ( habe ich gelesen ,schadet auf jeden fall nicht)
dann ran an den Backofen…


#19

Hi Lemmi, das teste ich aus! Dankeschön :wink:
Wäre vielleicht mal eine Idee für Junior, eine Rezepte-Ecke (Grüne Küche) zu eröffnen…???


#20

Falls ihr Rezepte teilen wollt, können wir mit einem Sammelthread anfangen. Wenn sich dann viel sammelt, können wir eine ganze Kategorie daraus machen. :slight_smile: