ich brauche bitte eure Hilfe für die kommende Outdoorsaison.
Vorgeschichte
Ich hatte letztes Jahr (also 2021 für alle, die wie ich noch nicht ganz umgestellt sind ) einen eher miserablen Outdoor grow.
Wie ich lesen konnte, hatten den sehr viele andere auch, aber alles dem schlechten Wetter in die Schuhe schieben wäre gemein denn ich denke bei mir war auch eine gehörige Portion Inkompetenz beteiligt.
Am Ende haben von 20 Pflanzen 16 überlebt (ich hab eher mit 4-5 gerechnet), die haben aber nur knapp 70g abgeworfen (da hätte ich dann schon eher mit 300 gerechnet). Es hat denke ich am Ende aber auch noch Zeit gefehlt, da wären 2-3 Wochen Blüte mehr sicher gut gewesen. Weil es allgemein wenig war, hab ich auch Buds geerntet, die man vielleicht lieber hätte wegschmeißen sollen, denn mir ist dann im Glas nochmal ca die häflte vergammelt… Einen Mainbud gab es übrigens nirgends, die waren alle auf Popcorn-Größe. Das war irgendwie auch enttäuschend wenn man hier sonst so richtig dicke Dinger sieht und dann hat man selber nur eine handvoll Rosinen am Ast.
Sorten waren damals Early Skunk und Purple Bud, beide von Sensiseeds, sowie eine Automatik AK-47 von einem Kollegen (er meinte Linda-Seeds). Die Automatik hat ganze 2,4g abgeliefert.
Der Boden im war Wald sehr lehmig und die Löcher waren ca 15l pro Pflanze. Gedüngt hatte ich im Juli mit 2-3 Biotabs pro Pflanze.
Vorsatz 2022
Mein guter Vorsatz fürs neue Jahr: Diesmal soll es besser werden. Im Idealfall möchte ich mich auf weniger Pflanzen konzentrieren, hier dafür aber wirklich das Optimum rausholen.
Hier wirds wichtig
Ich hab mir einen neuen Spot gesucht, der deutlich sonniger ist und auch eine bessere Erde haben sollte (normale Wiese).
Nachdem Sensi nicht mehr nach D liefert und Linda ja wahnsinnig günstig ist, hab ich bei Linda-Seeds am Black-Friday (nochmal 50% Rabatt!!) zugeschlagen.
Jetzt zu den eigentlichen Fragen:
Würdet ihr für outdoor ausschließlich Automatiks empfehlen oder gehen wirklich auch frühblühende Sorten bei uns in D?
Kann man mit Automatiks auch zwei Durchgänge in einem Jahr machen oder wird das zu knapp? Dachte daran die ersten mitte Mai rauszusetzen, die zweite Runde dann ab Juni/Juli auf der Fensterbank vorziehen und dann Juli der Wechsel (Ernte Runde 1 und Aussetzen von Runde 2). Ich denk mir halt mit jedem Durchgang lernt man was dazu und so hätte ich den doppelten Lerneffekt. Außerdem hat man natürlich auch schneller was zu probieren
Und hier meine Samenauswahl (alle von Linda)
fem: Northern Lights, Critical+, Big Bud, Wedding Cake
auto: Afghan, Gorilla Glue, Gelato #33, Norhern Lights, Critical+
Bei den fems haben (bis auf die Wedding Cake) alle angeblich eine Blütedauer von 6-8 Wochen. Das war das kürzeste was ich finden konnte. Welche Sorten würdet Ihr für einen erfolgreichen outdoor Grow davon empfehlen? Oder hab ich komplett daneben gegriffen?
Diesmal würde ich gerne die Spot-Erde nutzen und nur auflockern und mit Blähtonkugeln oder Perlit sowie Pferdemist mischen. Was haltet ihr von der Idee? Besser doch bischen Blumenerde reinmischen oder sogar so viel Blumenerde wie möglich?
Dünger wäre wie gesagt Pferdemist und zur Blüte hin irgendein Phosphordünger (so langzeitdünger) ausm Baumarkt als Zusatz. Haut das hin oder doch nochmal BioTabs? Hatten mich beim letzten Mal halt nicht so überzeugt.
So das wars, erstmal noch sorry für den ewig langen Text, ich versuche mich künftig kürzer zu fassen
Und vielen Dank schon mal an alle, die sich die Mühe machen das zu lesen und zu helfen!
Hi @glastasse, willkomen im Forum! Freue mich besonders über Outdoor-Mitstreiter
Lehmboden ist nicht gut, das gibt schnell Staunässe. Und Waldboden ist oft zu sauer.
und die Löcher waren ca 15l pro Pflanze.
WENN du die in so nen „Fremdboden“ setzt, müssen die Löcher wesentlich größer sein. Nach meiner Erfahrung mindestens ca. 60 x 60 cm und mindestens auch 40-60 cm tief.
Gedüngt hatte ich im Juli mit 2-3 Biotabs pro Pflanze.
Das scheint mir sehr viel. Gerade Outdoor braucht man gar nicht viel düngen. Etwas Langzeitdünger evtl (vielleicht 1 Biotab) oder zB Brennesseljauche 1-2 mal während der Vegi-Phase. Wenn du guten Kompost hast, reicht es evtl. schon, den Boden damit anzureichern (Mischverhältnisse kann ich nochmal raussuchen). Und etwas Sand oder Perlite zum Auflockern. Tonkugeln sind nach meiner Erahrung nicht nötig, da mögen aber andere vielleicht andere Erfahrungen mit haben?!
Schau mal nach Brennesseln, die weisen auf guten Boden hin.
Ja, hab ich letzes Jahr gemacht, und die Autos vom Juli haben das ganze überhaupt noch rausgerissen. Also das kann ich sehr empfehlen
Pferdemist pur, da wär ich vorsichtig, das kann auch schnell zu viel werden. Wie gesagt: outdoor muss man idealerweise kaum düngen.
2020 hatte ich nen Monstergrow und 2021 einen Epic Fail … bin also auch noch am lernen
Letztes Jahr!!! Das war nix , zu nass .Ich hatte 4 Autos am Start.
Alles verschimmelt trotz guter Pflege und immer nach dem Regen den Rest Wasser abgeschüttelt.
Ich wünsche dir 2022 einen super schönen sonnigen Sommer!!
Wir waren auch verwöhnt die letzten Jahre
Hey, vielen lieben Dank für eure (auch noch wahnsinnig schnellen) Antworten
Mein Fehler, die meisten haben tatsächlich nur 1 BioTab bekommen. Nur die ca 4 schönsten und größten Pflanzen bekamen 2-3
Brennesseljauche ist super, das werd ich während Vegi machen! Hast du noch einen Tipp für Dünger während der Blüte? Nachdem die Buds draußen irgendwie fluffiger werden, dachte ich an zusätzlich PK in der Phase oder auch Blühstimulanz von BioBizz/Hesi. Kompost hab ich leider nicht, deswegen die Idee etwas Pferdemist unterzumischen. Und dann Perlite/Sand statt Blähtonkugeln
Nach Brennesseln halte ich immer Ausschau, aber leider sind alle Spots mit Brennesseln zu riskant. Ich bin schon wahnsinnig froh endlich einen Platz gefunden zu haben, der mehr Sonne bietet und das sogar mit einem Boden, der nicht nur aus Lehm besteht
Vorsichtig im Sinne von nur wenig reinmischen oder im Sinne von ich sollte es besser ganz bleiben lassen?
Nun, das hört nie auf würde ich sagen. Aber ich glaube ich hab mittlerweile (fast) jeden Bericht von dir gelesen und würde behaupten du hast (neben einem richtig geilen Spot!) auch richtig was drauf. Umso mehr hab ich mich bei einer Antwort von dir gefreut
Verdammt, sowas ist richtig schade wenn man dann auch noch extra arbeit reinsteckt und es ist trotzdem vergebens.
Es gibt ja Pferdemist-Dünger auch zu kaufen, der wird wohl irgendwie so abgestimmt sein, mit Dosierungsempfehlung und so. Aber purer Mist ist schwer abzuschätzen. 2019 dachte ich, ich tu meinen ladies mal was gutes und hab Rehköttel in die Erde gemsicht (die finden sich hier öfter). Das war wohl n schwerer Fehler, zumindest in den relativ kleinen Töpfen hat das den Plantz gar nicht gut getan. Heute pack ich den Rehmist immer aufn Kompost, ich glaube, da kann er nicht schaden. Pferdemist ist vielleicht auch nicht so scharf wie Reh …Also informier dich gut, viele Hobbygärtner benutzen das ja; dann sollte das wohl gehen.
Da soll Beinwelljauche gut sein, die ist wohl Phosphorbetonter. Hab das letztes Jahr verwendet, aber da hatten die Pflanzen schon so viele Mängel, dass ich da keine Aussage zur Wirkung treffen mag. Hatte extra Beinwell angesetzt am Spot und werde dieses Jahr wieder probieren, nur mit den beiden Jauchen auszukommen.
Danke für die Ich freu mich jedenfalls schon tierisch auf den Frühling!
Ich glaube man muss nur darauf achten, dass er kompostiert ist wenn man ihn druntermischen möchte. Frischer Pferdemist soll nur oben auf die Erde und sich „eingießen“.
Hab ich zumindest von hier.
Da gibts auch was über Düngen mit Urin. Für die Klick-Faulen: Von Urin wird abgeraten, uA weil die Nährstoffkonzentration unbekannt ist und schwankt. Also lieber den nächsten Baum anvisieren
Auch ganz interessante Idee aus einem anderen Artikel:
Pferdemist erzeugt bei der Rotte Wärme – perfekt als Bodenheizung für Frühbeete.
Aber zurück zum Thema..
Ich möchte eigentlich ungern noch ein Beet anlegen, dessen Zweck nur ist abgemäht zu werden um paar Meter weiter als Gießzusatz zu dienen
Ich halte aber im Frühling die Augen offen, ob ich es in freier Wildbahn antreffe. Ansonsten überleg ich mir noch eine Alternative.
Was sagt ihr eigentlich zur Samenwahl? Gerade bei den fems, was wäre da sinnvoll? Von denen würde ich gerne zumindest eine Sorte mitlaufen lassen.
Hab nur Bedenken, dass ich die auch noch mitgießen muss etc und ich möchte nicht so oft an den Spot. Aber du hast recht, so wie die wachsen werde ich einfach mal ein paar hinstellen und auf das beste hoffen
Dann werde ich, sofern nicht noch eine abweichende Meinung kommt, einfach eine Münze werfen
Ich wüsste gerne noch deine Einschätzung zu meinem Plan für zwei automatik Durchgänge @Sebugsux
Du hattest für deine damals ja extra neue Löcher geschaufelt, das würde ich mir wenn möglich sparen.
Mein Plan wäre Durchgang #1 mit Vorzucht unter LSR ab Ende April und dann Ende Mai raussetzen. Laut Breeder-Angabe sind die schnellsten in 6-8 Wochen fertig, also Ende Juni. Nachdem es meist länger wird, rechne ich mal mit Mitte /Ende Juli.
Durchgang #2 (die ‚langsamen‘ mit 8-10Wochen lt Breeder) kämen dann Anfang Juni zum Keimen (und anschließend whs aufs Fensterbrett statt unter LSR). Wenn ich dann Mitte Juli Durchgang #1 (hoffentlich) ernte, kann ich direkt im Anschluss Druchgang #2 in die jetzt freigewordenen Löcher stecken und die müssten bis August/September auch noch fertig werden.
Dann hätte ich ausnahmsweise nach hinten raus mal etwas Luft und auch keine so große Schimmelgefahr.
Den Beinwell hab ich nie extra gegossen, der ist ziemlich robust. Wenn nicht grad krasse Dürre herrscht, kannst du den eigentlich sich selbst überlassen. Der wächst ja auch wild an vielen Stellen, hab bei mir nur keinen gefunden und deshalb welchen beim Gärtner gekauft.
Ich weiß nicht, ob man die einfach in die „gebrauchten“ Löcher stecken kann, denke schon. Wahrscheinlich solltest du die Erde zumindest ein bisschen anreichern zwischendurch, vielleicht mit n paar Schippen leicht vorgedüngter Kauferde, Kompost oder Pferdemist-Mischung.
(Vielleicht sollten wir mal ein @Outdoor-Team zusammenstellen, das man bei solchen Fragen dann rufen kann )
Ich bewundere alle, die Outdoor im Wald growen, in einem Boden der jedes Jahr neu ist. Die Erfahrung die du mit den verschiedenen Böden sammelst ist viel Wert! Wenn alles gut oder auch ok läuft, lernt man eigentlich weniger als wenn irgendetwas extrem ist.