Den Artikel fand ich auch echt schlimm, hatte diesen (und auch weitere) hier schon verlinkt.
Das wird noch eine ganze Weile so weitergehen, bis das CanG im Bundestag beschlossen wurde.
Das Schlimmste ist, das diese Prohibitionsanführer sich selber als „Fachleute“ oder „Experten“ bezeichnen.
Ich bin gar nicht in der Lage solche Artikel komplett durchzulesen, da ich Gefahr laufe noch einen 3. Herzinfarkt nachzuschieben.
Eigentlich benötige ich eine Blüte, die mich solange bewusstlos macht, bis das Gesetz durch ist.
LG
Oder einen Schlummertrunk aus dem Weingarten. ![]()
Mit der Verschiebung haben sie sich in der SPD glaub ich keinen Gefallen getan. Hätte mans Mitte Dezember beschlossen, wären die jetzt Nachtretenden über Weihnachten kaum wahrgenommen worden, und jetzt wär die Sache durch.
Die offizielle Ausrede war doch, dass man erst den Haushalt beschließen möchte.
Weil es sonst auch noch mehr Kritik als eh schon gegeben hätte von wegen „Die Ampel kümmert sich lieber um die Legalisierung von Rauschgift als…“ - so ganz von der Hand zu weisen ist es ja auch nicht.
Da es schon recht früh absehbar war, dass es zum 1.1. nicht mehr klappt, hätte man allerdings all die Wochen im Dezember und Januar nicht unbedingt schweigen oder irgendwelche mysteriösen „Zielgeraden“ Floskeln im Mantra herunterbeten brauchen. Das war für alle, die sich jetzt erstmals für Politik interessiert hatten, extrem verstörend - und auch aus meiner Sicht einfach eine desaströse Kommunikation seitens der SPD. Das werden auch nach der Legalisierung viele nicht vergessen!
Ach, dem Volk kann mans auch net recht machen. Peitscht man so ne Sache im Eilverfahren mit geschlossenen Reihen durch, heißt es: Unsere Bedenken werden nicht ernstgenommen! Alle gleichgeschaltet! Wird eine offene Debatte zwischen- und auch innerparteilich geführt, heißt es: Die da oben kriegen ja nix gebacken! Chaos!
Mich persönlich stört auch eher die Qualität der Argumente und der späte Zeitpunkt der Diskussionen. Ansonsten mag ich eigentlich Pluralismus.
Doch.
Man hätte, wie von vielen gefordert und von manchen versprochen, einfach in den ersten 100 Tagen der neuen Regierung zumindest mal entkriminalisieren können (bei geringen Mengen auf jeden Fall). Das wäre kein großer Aufwand gewesen und den Rest des Gesetzes hätte man hinterherschieben können.
Ich habe der Regierung durchaus die ganze Zeit seit letztem Frühling einen Vertrauensvorschuss gegeben, dass das schon klappt. Dass es nicht der 1.1 geworden ist, war enttäuschend für mich, aber kein Grund zur Panik. Für outdoor reicht mir ja auch der 1.4. (wobei ich eh zu viel mit meinen ganzen Samen vorhabe und daher auch nach dem neuen Gesetz Gründe zur Beanstandung liefere). Nur halt blöd für die, deren Besitz von 12 Gramm sie in dieser Zeit noch vor Gericht gebracht hat!
Falls sich das jemand von euch anschauen möchte - der dritte Teil der ZDF Reihe über Drogen zum Thema Cannabis (die ersten beiden Teile, über Crystal Meth und Ecstasy, sind in der Videobeschreibung verlinkt):
bei mir gehts video vom o2 netz aus
Jo, mobil via „Vodafone“ löppt es auch - liegt wohl am VPN („bin“ quasi gerade in Belgien, dann is nix mit ÖR-TV aus D)… ![]()
Edit
Sorry, für den Quatsch den ich hier raushaue -
bitte weitermachen! ![]()
Jetzt weiss ich woher immer all das Gejammer um den Mehraufwand bei den Cops kommt:
Auch sieht das Lauterbach-Vorhaben keine Übergangsfristen vor, so dass die Justiz bis zum 1. April hunderttausende Fälle abgearbeitet haben muss. Andernfalls greift das Strafgesetzbuch. Demnach machen sich Amtsträger strafbar, wenn sie nicht rechtzeitig die Strafvollstreckung gegen jene Betroffenen eingestellt haben, die laut dem neuen Cannabis-Gesetz unschuldig sind
Der Artikel macht mich wütend und ich habe nur kurz queer gelesen.
Die nehmen leute für so wenig hoch und meckern dann das sie das nun berichtigen müssen.
Ist es im Ernst aufwendiger, ein Verfahren einzustellen, als es weiterzuführen? ![]()
Es kommen dafür dann ja auch weniger neue Verfahren dazu.
Und WIEVIELE Hunderttausende sind denn in den letzten Jahren wegen unter 25 g verurteilt worden??? Spricht doch eher für eine enorme langfristige Entlastung.
Es ist einfach jedes mal enttäuschend, wie oft man solch einen Schwachfug lesen muss. Also sollte man die Leute lieber verknackt oder sozial stigmatisiert lassen, da die Justiz jetzt erstmal ein jahrzentelanges Unrecht aufarbeiten und korrigieren muss? Weil einmalig ein Mehraufwand entsteht? Weil ihr keinen Bock dadrauf habt? Was ist das für eine armselige Argumentation? Einfach eckelhaft. ![]()
Überzeugt mich alles bloß davon, wie dringend notwendig diese Gesetzesänderung ist. Cannabis-Kleinstmengenbesitzer zu Tausenden abfischen und Zigtausende Prozesse anstrengen, weil das so einfach und risikolos ist, und das als tollen Erfolg gegen die organisierte Drogenkriminalität verkaufen. Wird allerhöchste Zeit, dass dieser Quatsch mal aufhört. Kann man sich vielleicht endlich mal Wichtigerem zuwenden.
Kathrin Wahlmann: „Ich werde nicht tatenlos mitansehen, dass unsere Staatsanwaltschaften und Gerichte mit unsinnigen Verwaltungsaufgaben lahmgelegt werden.“
Glaube, sie gibt mir recht. ![]()
Bin sogar davon überzeugt, dass es in den letzten zwei Jahren von Polizei und Staatsanwaltschaft noch intensiver verfolgt wurde. Andererseits wird das kommende Gesetz in aktuellen Urteilen bereits beachtet. Im Nachbarort Lingen bekam die Tage eine Dealerin mit knapp 200 Gramm nur noch eine Geldstrafe.
Die verwursten auch immer wieder den gleichen Content. Die Doku ist schon ein paar Monate alt, vielleicht älter, aber da hab ich sie gesehen.

