Hey, vielleicht macht es immens Sinn, wenn Du vorher bestimmst,
was du mit dem Topping eigentlich vor hast.
Ob Du über der 2. Nodie oder über der 5. Nodie toppst, entscheidest du danach, was du eigentlich damit bezwecken willst.
Toppen und LST musst du machen - das ist völlig klar, bei 9L in einem 40x40.
Aber, möchtest Du wochenlang, im Hochsommer, an den Abzweigungen rumfummeln - oder willst Du nur die Höhe begrenzen und ansonsten LST benutzen, usw.
Ich denke, Du gestaltest dir das Leben einfacher, wenn Du bei diesen Witterungsbedingungen und als Anfänger, von vornherein klipp und klar festlegst, wie die Pflanze zum Schluss aussehen soll.
Und dann, darauf zu arbeitest -
da passiert schon genug Aufregendes unterwegs.
Topping
Topping bei Cannabis: Zweck und Techniken
Zweck des Toppings:
Das Topping ist eine Anbautechnik, bei der der obere Wachstumspunkt der Pflanze entfernt wird, um das seitliche Wachstum zu fördern und die Pflanze buschiger zu machen. Dies erhöht die Anzahl der Blütenstellen und kann zu höheren Erträgen führen.
Techniken nach dem Topping:
Nach dem Topping gibt es verschiedene Techniken, die angewendet werden können, um das Wachstum weiter zu optimieren:
- Low Stress Training (LST): Zweige werden vorsichtig gebogen und festgebunden, um mehr Licht zu den unteren Teilen der Pflanze zu bringen.
- Super Cropping: Stängel werden vorsichtig gequetscht und gebogen, um das Wachstum zu manipulieren und die Erträge zu maximieren.
- ScrOG (Screen of Green): Ein Netz wird verwendet, um die Zweige gleichmäßig zu verteilen und eine flache, horizontale Wachstumsebene zu schaffen.
Auswirkungen des Toppings nach Nodienpaaren
Nach der 1. Nodie:
- Was passiert: Das Topping nach der ersten Nodie ist ungewöhnlich und wird meist vermieden, da es die Pflanze stark stressen kann und die Erholung schwierig ist.
- Nutzen: Minimal, da die Pflanze sehr jung ist und möglicherweise nicht die Energie hat, sich effektiv zu erholen und zu verzweigen.
Nach der 2. Nodie:
- Was passiert: Die Pflanze wird geteilt, und zwei Haupttriebe entwickeln sich.
- Nutzen: Fördert frühes buschiges Wachstum, aber das Risiko von Wachstumsstörungen ist höher.
Nach der 3. Nodie:
- Was passiert: Zwei Haupttriebe entstehen, die stark und gesund sind.
- Nutzen: Optimal für frühes buschiges Wachstum mit geringem Stress. Beliebt bei vielen Growern.
Nach der 4. Nodie:
- Was passiert: Die Pflanze entwickelt zwei Haupttriebe und hat bereits eine gute Basis, um den Stress zu bewältigen.
- Nutzen: Ideal für ein ausgewogenes Verhältnis von Höhenwachstum und Buschigkeit. Gute Wahl für Anfänger.
Nach der 5. Nodie:
- Was passiert: Zwei Haupttriebe entstehen, die Pflanze ist stark genug, um den Stress gut zu bewältigen.
- Nutzen: Optimales Topping für eine stabile und robuste Pflanze. Häufig verwendet, um ein dichtes Blätterdach zu erzeugen.
Nach der 6. Nodie und darüber hinaus:
- Was passiert: Das Topping fördert weiterhin die Bildung von zwei Haupttrieben, aber die Pflanze kann sehr hoch und buschig werden.
- Nutzen: Geeignet für größere Räume und erfahrene Grower, die das Wachstum genau kontrollieren können.
Grenzen des Toppings
Das Topping wird in der Regel nicht nach der 7. oder 8. Nodie durchgeführt, da:
- Wachstumszeit: Die Pflanze kann in die Blütephase übergehen, und das Topping könnte die Blütenproduktion beeinträchtigen.
- Stress: Spätes Topping kann erheblichen Stress verursachen, was das Wachstum verlangsamen und die Gesundheit der Pflanze beeinträchtigen kann.
- Komplexität: Die Handhabung und Kontrolle der Pflanze wird komplizierter, je größer und verzweigter sie wird.
Zusammenfassung
Das Topping ist eine effektive Technik, um das Wachstum und die Erträge von Cannabispflanzen zu maximieren. Es sollte jedoch strategisch und zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt werden, um den größtmöglichen Nutzen zu erzielen.